Archivierter Artikel vom 27.05.2022, 15:33 Uhr
Koblenz

Verein für die Entwicklung des Meno-Hochlandes in Äthiopien feierte sein 25-jährigen Bestehens in Arenberg

Vor 26 Jahren erhielt der in der rechtsrheinischen evangelischen Kirche Koblenz- Pfaffendorf über mehrere Jahre als Küster beschäftigte Äthiopier Denbeshu Debeko keine Aufenthaltserlaubnis mehr in Deutschland.

Foto: Meno-Hochlandes in Äthiopien

Aus der Not entstand ein Projekt, das in Form eines Vereins von einigen Gemeindemitgliedern gegründet wurde und eine erstaunliche Entwicklung nahm. Herr Denbeshu kehrte also 1996 als junger Mann und frisch gebackener Projektleiter in seine Heimat, das Meno-Hochland zurück, baute mit den Spenden der Gemeindemitglieder, beziehungsweise des eigens dafür gegründeten neuen Vereins das MENO-Projekt auf, machte parallel dazu eine akademische Ausbildung in Agrar- und Tierwissenschaften bis hin zur Promotion.

Gelerntes setzte er unmittelbar in Projektideen um. Es entstanden Wiederaufforstungs- und Milchwirtschaftsinitiativen mit den Bauern und zwei Kooperativen zur Unterstützung der Projektumsetzung. Über 25 Jahre erhielt der Verein von seinen Mitgliedern und Förderern – über die Zeit ungleich verteilt – bis heute gut 200.000 Euro. Da diese Gelder mit klaren Absprachen direkt an den Projektleiter vor Ort gehen, gibt es nahezu keine Verwaltungskosten. Der Erfolg vor Ort wurde zudem durch die wissenschaftliche Arbeit des Projektleiters dokumentiert.

So strahlte auch an der 25-Jahrfeier die Sonne in den schönen Kirchgarten der Versöhnungskirche in Arenberg. Mit einem Gottesdienst und einem anschließenden Vortrag des Vorsitzenden Helmut Lorentz sowie einem Live-Interview mit dem aus Äthiopien zugeschalteten Projektleiter Dr. Denbeshu wurde das Erreichte mit Dank und Würdigung in die Wahrnehmung gebracht. Dies konnte in einer Ausstellung von den Anwesenden vertieft werden. Einen besonders farbenfrohen Anstrich gaben die vier äthiopischen Köchinnen, die in traditioneller Kleidung köstliche Landesspeisen im Kirchgarten servierten und eine traditionelle äthiopische Kaffeezeremonie durchführten. Mit einigen anwesenden Gründungsmitgliedern konnte in geselliger Runde Vergangenes gewürdigt und auch der Blick auf die neue Projektphase gerichtet werden.

Der Wert dieses Projektes wird durch die zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels – auch in Äthiopien – immer deutlicher. Insofern freut sich der Verein und die arme Bevölkerung im Meno-Hochland über jede Spende. Besuchen Sie die Webseite des Meno-Vereins unter https://www.meno-hochland.de, wo Sie nicht nur alle wichtigen Informationen finden, sondern auch wie Sie Kontakt aufnehmen können.

Pressemitteilung des Vereins für die Entwicklung des Meno-Hochlandes in Äthiopien