Koblenz

Musikalischer Rundgang durch die Koblenzer Altstadt

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Christian Ferber hat sich intensiv mit der Koblenzer Stadtgeschichte beschäftigt und kann interessierten Gästen auch so manche Anekdote erzählen. Foto: Horst Hohn

Christian Ferber präsentierte sein Projekt „Koblenzer Klanggeschichten“.

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Die Begriffe Musik und Muttersprache findet man im Duden nicht weit voneinander entfernt. Beide Themen spielen im Leben von Christian Ferber eine besondere Rolle. Sie kommen daher auch bei seinem neuen Projekt nicht zu kurz: den „Koblenzer Klanggeschichten“. Vor einigen Monaten hatte Christian Ferber die Idee, einen musikalischen Rundgang durch seine Heimatstadt anzubieten. Bereichert wird der Spaziergang mit Informationen zu historischen Besonderheiten sowie mit amüsanten Anekdoten über Koblenzer Originale. Nach mehrwöchiger Vorbereitung war es dann soweit: Mit einer Hand voll ausgesuchter Teilnehmer fand die Premiere der „Koblenzer Klanggeschichten“ statt.

Der Rundgang startete an einem der markantesten und zugleich auch bekanntesten Häuser von Koblenz: dem wohnturmartigen Gebäude „Deutscher Kaiser“. Nur wenige Meter davon entfernt, etwas versteckt in einer Seitenstraße, befindet sich die „Schürger Madonna“, bei welcher Christian Ferber zum ersten Mal seine Gitarre zum Einsatz bringt. Bei seinen Ausführungen spielt er sein musikalisches Talent voll aus, was den Altstadt-Spaziergang so besonders macht. Kurzweilig und interessant führt er seine Gäste 60 Minuten durch das „Herz von Kowelenz“. Nicht die klassischen Touristen-Highlights, wie zum Beispiel der Schängelbrunnen, stehen im Mittelpunkt: Christian Ferber thematisiert vielmehr historische Begebenheiten, die oftmals erst auf den zweiten Blick sichtbar sind. Beispiele hier für sind ein „Kuckloch“ in der Liebfrauenkirche sowie ein kleines unscheinbares Kreuz im Bodenbelag. Nicht nur das große Gotteshaus, sondern auch eine weniger bekannte kleine Kapelle, die Peter-Friedhofen-Kapelle, befindet sich auf der Wegstrecke. Auch über das Leben des Namensgebers weiß Christian Ferber einiges zu berichten. Heitere Anekdoten über Koblenzer Originale trägt er insbesondere am Münzplatz vor. Dankbar weist er dort auch auf das Altstadt-Original Manfred Gniffke hin, der in der Vergangenheit unzählige Besuchergruppen durch Koblenz geführt hat. Befragt, ob er diesem Gästeführer nacheifern möchte, lacht Christian Ferber: „Er hat seinen Stil, ich habe meinen. Aber wir haben zumindest eine Gemeinsamkeit: Wir sprechen und pflegen den Kowelenzer Dialekt“, so der junge Koblenzer, der ein regelrechter Autodidakt ist. Das Gitarre-Spielen hat er sich selbst beigebracht. Musikalische Gene hat er zweifelsfrei im Blut – sein Bruder Daniel Ferber ist längst eine musikalische Größe in seiner Heimatstadt und machte vor allem durch die selbst komponierte Hymne „Kowelenz“ sowie einige weitere Hits überregional Schlagzeilen. Logisch, dass sich die Brüder bei ihren Projekten gegenseitig unterstützen. Kurzerhand bittet Christian Ferber daher zum Abschluss des Rundgangs seinen Bruder, ein Lied zu präsentieren, welches natürlich nicht fehlen darf: das „Kowelenzer Schängelche“. Dass die Teilnehmer des Rundgangs mitsingen, verdeutlicht deren Begeisterung.

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Die sogenannte „Schürger Madonna“ ist eine nicht ganz so bekannte Attraktion in der Koblenzer Altstadt. Christian Ferber kann viel über die historischen Hintergründe berichten.
Foto: Horst Hohn

Nach der gelungenen Premiere haben zwischenzeitlich schon einige Gruppen ihr Interesse an den „Koblenzer Klanggeschichten“ bekundet. Christian Ferber freut sich über den guten Zuspruch, sodass man ihn mit Sicherheit in Zukunft häufiger mit Gästegruppen in der Koblenzer Altstadt sehen wird.

Pressemitteilung: Horst Hohn