40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Westerwälder Zeitung
  • » BUND zweifelt an, dass 71-Jähriger Wolf selbst geschossen hat
  • Aus unserem Archiv
    Westerwaldkreis

    BUND zweifelt an, dass 71-Jähriger Wolf selbst geschossen hat

    Die Diskussionen um den getöteten Wolf im Westerwald reißen nicht ab: Die Polizeiinspektion Montabaur widerspricht Angaben des BUND-Kreisverbandes, dass der geständige 71-Jährige nicht der Schütze sei: "Zwischenzeitlich kursieren die wildesten Gerüchte zum Tatablauf und dem mutmaßlichen Täter, die jeglicher Grundlage entbehren", sagt Polizeisprecher Andreas Bode. Der BUND Westerwald will Informationen haben, dass der 71-Jährige nicht der Schütze gewesen sei.

    Der mutmaßliche Schütze sei zweifelsfrei ein 71-jähriger Jäger aus dem Bereich Köln, der in seinem Revier unterwegs war. Laut seinen Einlassungen habe er bereits am Freitag gegen 21 Uhr im Revier angesessen und mit einem Jagdgewehr auf einen "Hund" geschossen, der mehrere Rehe hetzte. Da der "Hund" nach dem Schuss davonlief, sei der Schütze davon ausgegangenen, das Tier verfehlt zu haben. Dass er das Tier erschossen hat, habe er erst durch die Medien erfahren.

    Dagegen behauptet Harry Neumann, stellvertretender Regionalbeauftragter für Koblenz und das nördliche Rheinland-Pfalz des BUND, er habe "ernst zu nehmende Hinweise", dass nicht der 71-Jährige, sondern dessen Sohn den tödlichen Schuss abgefeuert habe. Der Sohn sei Jungjäger und habe seinen Vater begleitet. Die Quelle für die Information will der BUND nicht preisgeben. Die Polizei beklagt inzwischen ein "Kesseltreiben" und mahnt zur Besonnenheit. Der Tod des Wolfes sei sicher traurig, aber "man muss auch die Relationen wahren", so Andreas Bode. So kursierten offene Drohungen gegen den 71-Jährigen. Seine Identität ist allerdings bisher nur sehr wenigen Menschen bekannt.

    Aktuell liegen noch keine Untersuchungsergebnisse vor, die zweifelsfrei bestätigen, ob es sich bei dem getöteten Tier tatsächlich um einen Wolf handelt. Nach Rücksprache mit der zuständigen Untersuchungsstelle werden die Ergebnisse frühestens Mitte nächster Woche vorliegen.

    Die Naturschutzverbände BUND und NABU haben Strafanzeige gegen den mutmaßlichen Schützen gestellt. "Auch wenn der Täter sich selbst gestellt hat, muss er hart bestraft werden, damit ein für alle Mal klar ist, dass das Erschießen eines Wolfs als streng geschützte Art kein Kavaliersdelikt ist", sagt BUND-Landesvorsitzender Dr. Holger Schindler. Auch die Jagdverbände im Land und im Westerwaldkreis wollen den Täter zur Rechenschaft ziehen. Die Staatsanwaltschaft Koblenz wird erst nach Abschluss der Ermittlungen entscheiden, ob die Tat strafrechtlich verfolgt wird. Zwar darf laut Tierschutzgesetz kein Wirbeltier einfach erschossen werden. Aber da Wölfe unter Naturschutz stehen, drohen dem Schützen in diesem Fall bis zu fünf Jahre Haft. Für die Strafverfolgung ist es also notwendig zu wissen, ob es sich tatsächlich um einen Wolf handelt.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Untersuchung abgeschlossen: Jäger hat einen Wolf erschossenPresseerklärung: BUND stellt StrafanzeigeToter Wolf im Westerwald: Schütze stellt sich der PolizeiKommentar: Regionale Verwurzelung fehltForscherin: Angst vorm Wolf ist unnötigweitere Links
    Montabaur Hachenburg
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Online regional
    Markus Eschenauer

    Regio-CvD Online

    Markus Eschenauer

    Mail | 02602/160 474

    epaper-startseite
    Regionalwetter Westerwald
    Freitag

    8°C - 16°C
    Samstag

    8°C - 17°C
    Sonntag

    7°C - 12°C
    Montag

    8°C - 12°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerien: Fotos unserer Leser
    &bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

    Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.