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Bad Breisig

Schock in Bad Breisiger Kita: Dreijähriger ertrinkt in Teich

Schock und Trauer im Bad Breisiger Kindergarten Regenbogen: Ein dreijähriger Junge ist am Montagvormittag aus dem Kindergarten weggelaufen, auf einem Nachbargrundstück in einen Gartenteich gefallen und ertrunken.

Ein dreijähriger Junge ist am Montag nahe des Bad Breisiger Kindergartens Regenbogen in einen Gartenteich auf einem Privatgrundstück gefallen. Er verstarb später in einer Kinderklinik. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Ein dreijähriger Junge ist am Montag nahe des Bad Breisiger Kindergartens Regenbogen in einen Gartenteich auf einem Privatgrundstück gefallen. Er verstarb später in einer Kinderklinik. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Foto: Hans-Jürgen Vollrath

Er wurde zwar noch vor Ort von Notärzten reanimiert und mit dem Rettungshubschrauber in die Kinderklinik Sankt Augustin geflogen. Doch dort ist der kleine Junge am frühen Abend verstorben. Nach RZ-Informationen handelt es sich um ein tschetschenisches Flüchtlingskind.

Die Koblenzer Staatsanwaltschaft hat jetzt ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um die genaue Todesursache festzustellen, wie Oberstaatsanwalt Rolf Wissen auf RZ-Anfrage mitteilt: „In dessen Verlauf wird auch die Frage eines eventuellen Fremdverschuldens geprüft.“ Die derzeitigen Ermittlungen richten sich laut Wissen „nicht gegen bestimmte Personen“, also etwa gegen Erzieherinnen des Kindergartens.

Offenbar hat der Dreijährige den Kindergarten durch eine unverschlossene Hintertür verlassen. Als sein Verschwinden bemerkt wurde, ist laut der Stadt Bad Breisig „unverzüglich“ eine Suche gestartet worden, die sich auf das Umfeld des Kindergartens erstreckte: auf die Straße Laacher Hof, an der der Kindergarten liegt und auf den Frankenbach, der in der Nähe fließt. Die Suche blieb zunächst erfolglos.

Erst später suchte man auch das hintere Gelände des Kindergartenbereichs ab. Dort, wo sich die Parkplätze für das Personal befinden und der Zugang zum Nachbargrundstück samt Gartenteich. Hier wurde der Dreijährige gefunden – wie er leblos im Wasser trieb.

Laut Bad Breisigs Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch ist das Kind aus dem Gebäude verschwunden, obwohl das Personal zu diesem Zeitpunkt vollzählig war und die Kinder auch beaufsichtigt wurden. Ob das Tor zum Garten des Privatgrundstücks aufstand oder vom Kind geöffnet wurde, sei nicht klar.

Der Kindergarten habe Vorkehrungen getroffen, damit Kinder nicht einfach verschwinden können. Im Nachhinein stelle sich dann immer die Frage, ob diese Vorkehrungen ausreichend seien. Hermann-Lersch: „Es ist ein furchtbar tragisches Unglück.“

Im Kindergarten Regenbogen und in der Bad Breisiger Verwaltung herrschen Fassungslosigkeit und Trauer. In einer Mitteilung heißt es: „Das Mitgefühl der Stadt und Verbandsgemeindeverwaltung Bad Breisig gilt den Eltern und Geschwistern des verunglückten Kindes. Die Erzieherinnen und Erzieher des Kindergartens sind ebenfalls tief betroffen.“

Wie die Eltern des ertrunkenen Dreijährigen werden sie durch Notfallseelsorger und Therapeuten betreut. Der Kindergarten bleibt für zwei Tage geschlossen.

Von unserem Redakteur Jan Lindner

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