Koblenz

Schüler verbinden mit ihrer Musik Nationen

Reise des Sinfonieorchesters des Eichendorff-Gymnasiums Koblenz nach Schweden.

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Das Sinfonieorchester des Eichendorff-Gymnasiums Koblenz hat gemeinsam mit dem Orchester der Kulturschule Ekerö gezeigt, dass Musik in vielfacher Weise verbindet. Eine Freundschaft, die ihr Wiedersehen für sechs Tage anlässlich einer Jubiläumsfeier des Schlosses Ekebyhov feierte. Nach einer zweitägigen Anreise mit Fähre und Bus fand eine Probe in der Kulturschule statt. Im Rahmen dieser Probe konnten die Schülerinnen und Schüler aus Deutschland erste schwedische Traditionen kennenlernen: Die schwedische „Fika“, die mit einer Kaffeepause vergleichbar ist, wurde von der gastfreundlichen Dirigentin Anna Lundgren initiiert und mit viel Freude den Gästen nähergebracht.

Stephanie Hoß-Hitzel

Stephanie Hoß-Hitzel

Am nächsten Tag gab das Sinfonieorchester unter Leitung seines Dirigenten Ulrich Will ein einstündiges „Lunchkonzert“ vor dem Schloss mit klassischem und filmmusikalischem Repertoire. Noch am selben Abend fand eine gemeinsame Probe mit dem schwedischen Partnerorchester statt, bei der sich die Schülerinnen und Schüler auf den kommenden gemeinsamen Auftritt vorbereiteten. Ein weiterer Höhepunkt der Reise war der Besuch der nahegelegenen schwedischen Hauptstadt Stockholm, deren Sehenswürdigkeiten die Schülerinnen und Schüler dank Fredrik Ohls kompetenter Reiseleitung kennenlernen konnten. An dieser Stelle bedankt sich das Orchester von Herzen bei Fredrik Ohls, dem schwedischen Gastgeber, ohne dessen organisatorische Hilfe das Projekt „Schwedenreise“ nicht möglich gewesen wäre. Neben der Erkundungstour durch die Hauptstadt wurde auch das Freilichtmuseum „Skansen“, das schwedische Volkskultur und Lebensweise in der vorindustriellen Zeit zeigt, besucht.

Am nächsten Tag kam das eigentliche Highlight der Reise: Ein gemeinsames Konzert des schwedischen und deutschen Orchesters anlässlich des 400-jährigen Jubiläums des Ekebyhovs Slott. Insgesamt wurden drei Stücke aufgeführt: „Ich armer Mensch, ich armer Sünder“, „Rondeau“ (H. Purcel) sowie „99 Luftballons“ (Nena). Besonders berührend war das Friedenslied „99 Luftballons“, das auf Wunsch des schwedischen Orchesters einstudiert wurde und dabei die Verbindung der Nationen unterstreichen konnte. Diesen schönen Tag ließen die beiden Orchester gemeinsam bei Fredrik Ohls und seiner Familie ausklingen. Auch dabei wurde gemeinsam musiziert, gegessen und gespielt.

Besonderen Dank gebührt neben Fredrik Ohls und seiner Familie den Gastfamilien für ihre Gastfreundschaft und Unterstützung. Dank gilt auch den Dirigenten, Rikard Peterson, der krankheitsbedingt leider nicht am Konzert teilnehmen konnte, aber gemeinsam mit Anna Lundgren die Stücke des schwedischen Orchesters innerhalb der letzten Monate einstudiert hat. Ohne Unterstützung durch den Förderverein und engagierte Eltern der Schule sowie die Hilfe unserer Sponsoren, hätte solch ein kulturstärkendes Projekt nicht stattfinden können. Von beiden Seiten steht fest: Diese Länder übergreifende Freundschaft wird weiter anhalten und gepflegt werden, ein Gegenbesuch des schwedischen Orchesters ist bereits in Planung. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass nichts Nationen und Menschen so verbinden kann wie Musik.

Pressemitteilung: Eichendorff-Gymnasium Koblenz – Frieda Fisseni /Larissa Felber