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Remagen

Friedensmuseum: Parteien signalisieren Unterstützung

Wie geht es weiter mit dem Friedensmuseum der Brücke von Remagen? Wenige Tage nach dem Beschluss des Trägervereins, sich aufzulösen und das Schicksal des Museums in die Hände der Stadt zu legen, haben sich nun auch die SPD und die Freie Bürgerliste (FBL) zu Wort gemeldet.

Die Türme der Brücke von Remagen sind durch ihre Rolle im Zweiten Weltkrieg ein weltweit bekanntes Denkmal.  Archivfoto: Christian Koniecki
Die Türme der Brücke von Remagen sind durch ihre Rolle im Zweiten Weltkrieg ein weltweit bekanntes Denkmal. Archiv
Foto: Christian Koniecki

„Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hat die SPD-Stadtratsfraktion die auf den Weg gebrachte Auflösung des Vereins Friedensmuseum Brücke von Remagen zur Kenntnis genommen“ heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Remagener Sozialdemokraten. Sie loben die Erinnerungs- und Friedensarbeit, die das kleine Museum in den vergangenen Jahrzehnten geleistet hat. „Und dieses Verdienst gehört einzig und allein dem bisherigen Vorsitzenden Hans Peter Kürten, der nun aus Altersgründen den Weg bereitet hat, das Friedensmuseum für die Zukunft zu rüsten. Der Dank der Sozialdemokraten für seine Verdienste ist dem Altbürgermeister sicher“, heißt es da weiter.

Positiv sieht die SPD-Stadtratsfraktion aber auch die Entscheidung des Vereins, das Schicksal des Denkmals jetzt in die Hände der Stadt zu legen. „Dank gebührt aber auch den Mitgliedern des Vereins, die entschlossen gehandelt haben, und bei ihrer Versammlung der Stadt den Auftrag gegeben haben, das weitere Fortbestehen des Friedensmuseums zu sichern. Dass das Vereinsvermögen nach Auflösung an die Stadt fällt, ist sowohl beim Verein Friedensmuseum als auch bei zahlreichen anderen Vereinen der Fall, dass aber Bürgermeister Herbert Georgi signalisieren konnte, dass er fest davon überzeugt sei, dass die Fraktionen im Stadtrat hinter dem Lebenswerk von Hans Peter Kürten stünden, erleichterte die Abstimmung.“ Und die SPD ist optimistisch: „Die Sozialdemokraten versichern, dass sie sehr gerne mit darüber diskutieren, wie die Zukunft des Friedensmuseums positiv gestaltet werden kann und mit in das touristische Konzept der Stadt einfließt.“

Etwas skeptischer klingt die Einschätzung bei der Freien Bürgerliste. „Die FBL Remagen verfolgt die derzeit öffentlich ausgetragene Diskussion über die Zukunft des Vereins Friedensmuseum Brücke von Remagen mit Sorge“, heißt es da. „Die Brückentürme und das Friedensmuseum sind für unsere Stadt identitätsstiftend und sind durch das großartige Engagement von Hans Peter Kürten weltweit bekannt“, so Wilfried Humpert, Vorsitzender der FBL. Und weiter: „Die Gesamtsituation, nicht nur in finanzieller Hinsicht, bedarf der Betrachtung durch die politischen Gremien und die Verwaltung. Hier müssen Konzepte erarbeitet und Ideen geboren werden. Die politischen Gremien müssen entscheiden, was der Stadt und den Bürgern die Brückentürme und das Friedensmuseum für die Geschichte der Stadt und den Tourismus wert sind.“

„Dieses Thema ist für unsere Stadt zu wichtig, als es im parteipolitischen Kleinkarree zu zerreden. Mit diesem Thema sollte niemand parteipolitische Profilierung betreiben. “, so Wilfried Humpert.

Aber auch bei der FBL teilt man die Auffassung, dass die Brückentürme und das dort beheimatete Friedensmuseum ein Juwel für Remagen sind, welches es zu bewahren und weiterzuentwickeln gelte. ckk

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