Archivierter Artikel vom 25.05.2022, 11:45 Uhr
Limburg

Geplante Südumgehung um Limburg: Bürgerinitiative macht jetzt Nägel mit Köpfen

Langsam nimmt das Projekt Formen an: Der Vorstand der parteiübergreifenden neuen Bürgerinitiative (BI) „Für Südstadttunnel auf der Alttrasse“ hat nach eigenen Angaben erste Gespräche mit den Städten Limburg und Diez sowie der Verbandsgemeinde Diez und dem Landkreis Limburg-Weilburg geführt.

Foto: dpa/Symbolfoto

Die BI sieht sich ermutigt und bestärkt, mit möglichst allen politischen Akteuren auf der kommunalen und regionalen Ebene eine neue Initiative zur Realisierung der Umgehungslösung zu starten.

Für Karl-Winfried Seif und Dr. Rainer Jüngst besteht in der aktuellen Zeitphase der laufenden Überprüfung des Bedarfsplans des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) die einmalige Chance, eine Neueinstufung des Diez-Limburger Projekts in den sogenannten „vordringlichen Bedarf“ zu erreichen. Die Überprüfung des Bedarfsplans auf Bundesebene werde 2023 abgeschlossen. Das Zeitfenster für eine erfolgreiche Initiative zu Höhereinstufung sei sehr klein.

„Nur wenn beide Kommunen jetzt gemeinsam mit den Landkreisen und mit Unterstützung der Landtags- und Bundestagsabgeordneten beim Land und dem Bund für die unverzügliche Planung und den Bau des Südstadttunnels intervenieren, haben wir eine Chance“, sagte Dr. Rainer Jüngst.

Bürgermeister Marius Hahn und Erster Stadtrat Michael Stanke (beide Limburg), die Bürgermeisterin von Diez, Anette Wick, und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Diez, Michael Schnatz, sowie der Landrat des Landkreises Limburg-Weilburg, Michael Köberle, begrüßten laut Pressemitteilung ausdrücklich die Gründung der BI und wollen ihre Aktivitäten unterstützen.

„Nur wenn beide Kommunen jetzt gemeinsam mit den Landkreisen und mit Unterstützung der Landtags- und Bundestagsabgeordneten (...) für die unverzügliche Planung und den Bau des Südstadttunnels intervenieren, haben wir eine Chance.“

Dr. Rainer Jüngst

Alle Amtsträger erklärten sich auf Anregung der BI bereit, im Rahmen der laufenden Bedarfsplanüberprüfung mit einer neuen Initiative gegenüber den Verkehrsministerien von Hessen und Rheinland-Pfalz sowie des Bundes die Dringlichkeit der Umgehungslösung und die Notwendigkeit der Höherstufung im BVWP nochmals zu betonen und mit aktualisierten Daten zum Verkehrsaufkommen, zur Luft- und Lärmbelastung und weiteren Argumenten zur notwendigen Verkehrsberuhigung zu untermauern.

Darüber hinaus erklärten sich alle Amtsträger grundsätzlich damit einverstanden, nach Abklärung mit allen politischen Akteuren der Region auch eine gemeinsame länderübergreifende Eingabe an die Landesverkehrsministerien und den Bundesverkehrsminister vorzubereiten und zu zeichnen.

Jede weitere Unterstützung auch der regionalen Gewerbetreibenden, der Kammern, des CityRings und auch aus der Bürgerschaft könne für den Erfolg der Initiative nur hilfreich sein, so Seif. Um der Forderung nach Höherstufung des Limburger und Diezer Verkehrsprojekts zusätzlich Nachdruck zu verschaffen, wurde in den Gesprächen zudem von der BI angeregt, den Landesverkehrsministern und dem Bundesverkehrsminister gegebenenfalls auch einen Beitrag zur Finanzierung der Planungskosten anzubieten. red