Archivierter Artikel vom 27.05.2022, 15:10 Uhr
Gappenach

Zweiter Erkundungsspaziergang der Fachkonferenz Umwelt Maifeld-Untermosel

Noch unter dem Eindruck der vergangenen Gewitter- und Starkregenereignisse trafen sich die Mitglieder der Fachkonferenz Umwelt im Pastoralen Raum Maifeld-Untermosel zu einem Spaziergang an der Neumühle in Gappenach.

Foto: Büro Pastoraler Raum Maifeld-Untermosel

„Auch dieses Mal sollte der Paradiesweg, der am Hof von Familie Gilles vorbei geht, unsere Route sein. Die Landschaft zeigte sich in einem anderen Licht als zuletzt im Januar. Der Gedankenaustausch drehte sich auch dieses Mal um die Folgen des Klimawandels, den Einfluss jedes und jeder Einzelnen. Durch den Angriff auf die Ukraine, kam das Thema Versorgungssicherheit und Preisentwicklung hinzu. Die Ukraine ist für Weizen-, Senf-, und Ölproduktion von globaler Bedeutung. Auch die Rolle der Kirchengemeinden beim Klimaschutz wurde wieder thematisiert. „Der Klimaschutz ist eine gemeinsame Herausforderung, die auch von Seiten der Kirchengemeinden vorangetrieben werden muss.“, so Rudolf Demerath Gemeindereferent und Ansprechpartner der Fachkonferenz Umwelt des Pastoralen Raumes Maifeld-Untermosel.

Während der Wanderung bei strahlendem Sonnenschein bemerkten die Teilnehmenden, wie wertvoll Schatten spendende Bäume sind. Die Sonne war auch Stichwort für Gedankenaustausch bezüglich Photovoltaikanlagen auf fruchtbaren Böden. Darüber, dass große Dächer zur Stromproduktion, den Freiflächen-PV-Anlagen vorzuziehen sind, bestand Konsens.

Besonders interessant war eine eher unbekannte Feldfrucht namens Miscanthus: Ein pflegeleichtes, mehrjähriges Schilfgras, das gehäckselt gerne für die Stalleinstreuung bei Pferden verwendet wird. Auf einem Teilstück eines Roggenfeldes zeigte uns Stefan Gilles eine alte Roggenart, die viel höher wächst als moderne Roggensorten, durch eigene Abwehrkräfte weniger anfällig für „Un“kraut und trotz dünner Halme seltener von Wind und Regen umgeworfen wird. Allerdings erwartet Gilles auch etwa viermal weniger Ertrag als bei dem gleich daneben wachsenden Getreide. Zwischen den beiden Roggenfeldern konnte man erkennen, was alles zwischen den Ähren wächst, wenn man gänzlich auf Pflanzenschutzmittel verzichtet.

Nach dem stärkenden Imbiss bei Familie Gilles vereinbarten die Anwesenden, beim nächsten Treffen das “Forderungspapier der katholischen Landvolkbewegung zu Landwirtschaft und Klimaschutz” zu diskutieren. Das nächste Treffen der Fachkonferenz ist am Mittwoch, den 22. Juni 18.30 Uhr, Obertorstr. 8, in Münstermaifeld (ehemaliges Dekanatsbüro)!“

Pressemitteilung der Fachkonferenz Umwelt des Pastoralen Raumes Maifeld-Untermosel