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Ulmen

Bewegung rund um Ulmens Gewässer: Vision für touristisches Zentrum wächst

Kevin Rühle

Die schöne Natur alleine reicht nicht, um Touristen anzulocken. Es braucht ein Alleinstellungsmerkmal. Das hat auch die Stadt Ulmen erkannt und will schon lange gefasste Pläne endlich in die Tat umsetzen. Aus den Mosaiksteinen Jungferweiher, Maar, Pumpenhaus, Stollen und historischer Ortskern soll ein Ganzes werden, das mehr Menschen in die Eifel lockt. Dabei macht die Stadt nun nach Jahren des Stillstands anscheinend Fortschritte.

Der Verbindungsstollen zwischen Maar und Jungferweiher soll dauerhaft für Besucher geöffnet werden. Ob das klappt, wird jetzt untersucht.
Der Verbindungsstollen zwischen Maar und Jungferweiher soll dauerhaft für Besucher geöffnet werden. Ob das klappt, wird jetzt untersucht.
Foto: Kevin Rühle

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Vulkaneifel hat entschieden, dass die touristische Erschließung des Verbindungsstollens zwischen Jungferweiher und Ulmener Maar förderwürdig ist. Unter 20 Bewerbern im Gebiet Vulkaneifel erreichte die Eifelstadt den zweiten Platz. Damit verbunden ist die 65-prozentige Förderung einer Machbarkeitsstudie. Diese soll zeigen, ob es technisch möglich ist, den Verbindungsstollen für jedermann zugänglich zu machen. Ermittelt werden vor allem die zu erwartenden Kosten für das Projekt. Die Untersuchung selbst wird etwa 14.000 Euro kosten, knapp 5000 Euro trägt die Stadt Ulmen. „Dieser Ablauf wurde uns vom Landesamt für Geologie empfohlen“, erklärt VG-Bürgermeister Alfred Steimers. Einen entsprechenden Termin vor Ort gab es bereits, die beauftragte Firma wird bald mit der Untersuchung beginnen und diese bis Ende September abschließen. Die Ergebnisse sollen dann öffentlich vorgestellt werden, ein Termin steht noch nicht fest.

Uns wurde in allen Gesprächen bestätigt, dass die Verbindung zwischen zwei Vulkanen etwas ganz Besonderes ist.

Ulmens Stadtbürgermeister Thomas Kerpen

Die Machbarkeitsstudie ist zudem die Grundlage für spätere Förderanträge. „Es gäbe Mittel vom Land und vom Bund. Wir haben bereits Gespräche geführt, natürlich ohne klares Ergebnis. Man war aber nicht abgeneigt“, erklärt Steimers. Und auch Bürgermeister Thomas Kerpen ist sich sicher, dass dieses Projekt gelingen kann: „Uns wurde in allen Gesprächen bestätigt, dass die Verbindung zwischen zwei Vulkanen etwas ganz Besonderes ist. Der Tunnel ist geologisch und historisch spannend.“ Dabei könnte nicht nur der Tunnel zum Anziehungspunkt für die Stadt werden, sondern auch den Weg zwischen den beiden beliebten Naturschutzgebieten verkürzen. „Man könnte die reizvolle Natur auf kurzen Wegen erkunden“, ergänzt Kerpen.

Die passende gemütliche Aussichtsplattform entsteht bald am alten Pumpenhaus am Maar. Die Ulmener Verwaltung wartet derzeit noch auf die Baugenehmigung aus Cochem. „Wir wollen noch in diesem Jahr das meiste schaffen“, sagt der Stadtchef. Dazu müssen zunächst Teile des Gebäudes abgerissen werden, einige Bäume rund um das Pumpenhaus wurden bereits entfernt, um die Sicht auf Ulmen freizumachen. Es entsteht eine barrierefrei erreichbare Aussichtsplattform, die mehr als 20 Meter breit ist. Und auch am Jungferweiher selbst achtet die Stadt darauf, dass auch Menschen mit Behinderung die Wege nutzen können. Zwar sei es unwahrscheinlich, dass Maar, Stollen und Weiher komplett barrierefrei würden, trotzdem setze die Stadt auf einen einfachen Zugang, so Kerpen.

Von unserem Redakteur Kevin Rühle

Geld für Ulmens Stollengutachten

14 000

Euro kostet die technische Untersuchung des Verbindungsstollens. Zudem will die Stadt mehrere 10.000 Euro in den barrierefreien Ausbau des Jungferweihers stecken.

Cochem Zell
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