40.000
Aus unserem Archiv
Koblenz

Wie wird das neue Hallenbad in Koblenz finanziert?

Die nächste Hürde auf dem Weg zu einem neuen Hallenbad für die Stadt soll genommen werden: In nicht offizieller Sitzung wird der Stadtrat darüber entscheiden, wie genau der Neubau finanziert werden soll.

Am Moselufer im Rauental soll voraussichtlich das neue Hallenbad entstehen, schon lange ist das zurzeit brachliegende Areal (im Bild mittig und grün bewachsen) für die Stadt reserviert. Nun soll zunächst geklärt werden, wie genau die Finanzierung des Projekts gestemmt werden kann.
Am Moselufer im Rauental soll voraussichtlich das neue Hallenbad entstehen, schon lange ist das zurzeit brachliegende Areal (im Bild mittig und grün bewachsen) für die Stadt reserviert. Nun soll zunächst geklärt werden, wie genau die Finanzierung des Projekts gestemmt werden kann.
Foto: Thomas Frey

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

Wenn das erst einmal feststeht, ist der Weg frei für weitergehende Planungen zum Bau und Betrieb des Bades, das (ohne Grunderwerb) 15 bis 20 Millionen Euro kosten soll.

Egal wie, werden die Stadtwerke Koblenz – eine hundertprozentige Tochter der Stadt – eine entscheidende Rolle dabei spielen. Bereits im Mai hatten sich die Fraktionen des "alten" Stadtrats, der bis zur Wahl am 25. Mai im Amt war, mit großer Mehrheit für den Neubau entschieden und grundsätzlich festgelegt, dass die Stadtwerke das Bad finanzieren sollen. Ein PPP-Modell zusammen mit einem privaten Partner war damit vom Tisch, nur wie genau die Finanzierung des Baus jetzt aussehen soll, war zu diesem Zeitpunkt noch offen und soll nun entschieden werden.

Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig hofft, dass am Ende des Tages klar ist, ob eine Abteilung innerhalb der Stadtwerke Koblenz gegründet wird, die sich um das Hallenbad kümmern würde, oder ob eine eigene GmbH gegründet wird, die als hundertprozentige Tochter der Stadtwerke für das Thema zuständig wäre. Egal wie, wären es aber immer die Stadtwerke, die letztlich für das Projekt verantwortlich sind – und das gilt auch für den Bau und den Betrieb der Einrichtung.

Wie genau die Pläne umgesetzt werden, wird im nächsten Schritt überlegt und entschieden: Wer baut das Hallenbad, externe oder interne Fachleute? Ähnliches gilt für den Betrieb der Anlage, übernimmt diesen ein externer Partner oder doch Mitarbeiter, die die Stadt bereits beschäftigt? "Auch hier gibt es unterschiedliche Modelle", sagt der OB – und mit diesen wird sich die Stadt in den nächsten Monaten beschäftigen.

Ob das neue Hallenbad tatsächlich am Moselbogen im Rauental entstehen wird, ist noch nicht hundertprozentig sicher, wenn auch sehr wahrscheinlich. "Wir müssen erst abwarten, bis das Bodengutachten vorliegt", sagt Hofmann-Göttig. Zuvor war auf dem Areal an der Mosel ein Industriebetrieb ansässig, nun muss geklärt werden, inwieweit der Boden geschädigt ist und ob und wo hier ein großer Gebäudekomplex entstehen kann. Aus diesem Grund wird die Stadt das lange reservierte Grundstück nun wohl doch nicht in diesem Jahr kaufen, sondern im Laufe des nächsten Jahres. Die Verhandlungen mit dem Verkäufer sind aber schon abgeschlossen.

Eins jedenfalls ist klar: Bis die Bagger auf dem neuen Hallenbadgelände anrollen, wird noch einige Zeit vergehen: Im Mai hatte es geheißen, dass der Bau nach der Auftragsvergabe noch rund fünf Jahre dauern könnte. Auf einen genauen Zeitplan will sich der OB bei diesem Großprojekt mit all seinen Unwägbarkeiten aber nicht festlegen. "Das Projekt hat aber eine hohe Priorität, und sobald die Finanzierung klar ist, werden wird alles danach zügig entscheiden", sagt Hofmann-Göttig.

Verschiedene Finanzierungsmodelle sind denkbar

Der Stadtrat soll am Donnerstag, 2. Oktober, über das wirtschaftlich optimale Finanzierungsmodell für das neue Hallenbad entscheiden. Verantwortlich für das Projekt werden die Stadtwerke Koblenz sein – egal ob sie das Hallenbad selbst bauen und betreiben, eine hundertprozentige Tochter zu diesem Zweck gründen, das Bad bauen und dann an die Stadt oder einen externen Partner verpachten oder ein anderes Modell verfolgen. Die Stadt würde jährlich wie bislang 600.000 bis 650.000 Euro zu den Betriebskosten zuschießen, das Land hat einen einmaligen Zuschuss von bis zu 3 Millionen Euro in Aussicht gestellt. sem

Koblenz
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

epaper-startseite
Wetter
Dienstag

16°C - 30°C
Mittwoch

15°C - 28°C
Donnerstag

16°C - 30°C
Freitag

17°C - 29°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Bildergalerie: Fotos unserer Leser
Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

Mit der Kamera an Rhein und Mosel unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

Serie: Koblenzer Stadtgeschichte
Koblenzer Stadt-Geschichten

Redakteur Reinhard Kallenbach greift historische Begebenheiten der Stadt auf