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Bad Breisig

Ertrunkener Dreijähriger an Bad Breisiger Kita: Staatsanwaltschaft klagt Erzieherin an

Sechs Monate hat die Koblenzer Staatsanwaltschaft ermittelt im Fall des getöteten Dreijährigen in der Bad Breisiger Kita Regenbogen. Jetzt hat sie gegen eine Verantwortliche der Kita Anklage erhoben wegen fahrlässiger Tötung.

Anfang Mai ist ein dreijähriger Junge nahe der Kita Regenbogen in Bad Breisig ertrunken. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft eine Verantwortliche wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.
Anfang Mai ist ein dreijähriger Junge nahe der Kita Regenbogen in Bad Breisig ertrunken. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft eine Verantwortliche wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.
Foto: Jan Lindner

Bei einer Verurteilung drohen ihr bis zu fünf Jahre Haft. Der Prozess findet am Sinziger Amtsgericht statt. Wann, steht noch nicht fest. Der dreijährige Junge war am 8. Mai aus der Kindertagesstätte weggelaufen und dann in einem Gartenteich auf einem Nachbargrundstück ertrunken. Rettungskräfte hatten noch versucht, das Kind aus Tschetschenien wiederzubeleben – ohne Erfolg.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Kita-Verantwortlichen vor, den Tod des Jungen durch Fahrlässigkeit verursacht zu haben. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der Junge den Turnraum der Kindertagesstätte in einem unbeobachteten Moment verlassen habe und durch eine unverschlossene Tür in den Personalflur der Tagesstätte gelangt sei. Von hier aus soll er sich durch eine ungesicherte Außentür auf den Mitarbeiterparkplatz und von dort auf das Nachbargrundstück begeben haben, auf dem sich ein Gartenteich befindet. In diesen stürzte der Junge laut den Ermittlern aus nicht mehr aufzuklärenden Gründen und verlor das Bewusstsein. Erst nach mehreren Minuten wurde er aufgefunden und zunächst reanimiert. Er verstarb jedoch noch am selben Tag in einer Kinderklinik.

Als Verantwortliche der Kindertagesstätte sei die Angeschuldigte rechtlich zum Schutz der Kinder vor Gefahren verpflichtet. Die Anklage geht davon aus, dass sie zwar Anordnungen zu einer Aufsicht über die Kinder getroffen hatte, diese jedoch nicht ausgereicht haben, um deren rechtlich gebotenen Schutz zu gewährleisten.

Insbesondere sei es nach dem Ergebnis der Ermittlungen nicht ausgeschlossen gewesen, dass Kinder unerkannt in den erwähnten Personalflur und von dort ins Freie gelangen konnten. Die Ermittlungen hätten indes keine Anhaltspunkte ergeben für ein strafrechtlich relevantes Verschulden weiterer Erzieherinnen.

Von unserem Redakteur Jan Lindner

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