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    Rhein-Hunsrück

    Der schwierige Spagat der CDU am Flughafen

    Die prekäre Lage am Hahn betrachten Politiker im Hunsrück mit großer Sorge, auch jene von der CDU. Der Vorsitzende des Hahn-Zweckverbands und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kirchberg, Harald Rosenbaum (CDU), fordert: "Die Mitarbeiter auf dem Hahn brauchen eine Perspektive." Seine Mahnung, der Hahn müsse aus den Negativschlagzeilen heraus, geht auch an die Adresse seiner Partei.

    CDU-Abgeordneter Hans-Josef Bracht
    CDU-Abgeordneter Hans-Josef Bracht

    Der CDU-Vorsitzende im Rhein-Hunsrück-Kreis, Hans-Josef Bracht, hält nicht hinterm Berg mit seiner Kritik an der Landesregierung, doch derzeit setzt er andere Prioritäten: "Der Dilettantismus der Landesregierung ist zwar nicht mehr zu überbieten, aber momentan ist das nicht der entscheidende Punkt. Wir haben vielmehr große Sorge um die Arbeitsplätze und die Unternehmen am Flughafen Hahn. Wir brauchen jemanden mit einem vertrauenswürdigen Konzept, um dem Hahn eine Zukunft zu bieten. Wir als CDU standen und stehen zur Unterstützung bereit", bietet der stellvertretende Landtagspräsident an. In der öffentlichen Wahrnehmung hinterlässt das Hahn-Chaos bereits Spuren. Kunden, die für den Winter Flüge ab Hahn gebucht haben, fragen bei der Flughafengesellschaft schon offiziell nach, ob diese überhaupt noch stattfinden.

    Für Alexander Licht, den Wahlkreisabgeordneten der Verbandsgemeinde Kirchberg, zu welcher der Hahn gehört, ist die Situation nicht einfach. Dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU im Landtag liegen die Menschen seiner Heimatregion und deren Arbeitsplätze am Flughafen am Herzen, während er in Mainz seiner Aufgabe als Oppositionspolitiker gerecht werden muss - ein wahrlich nicht einfacher Spagat.

    Der Betriebsratsvorsitzende der Flughafengesellschaft, Thomas Dillmann, begrüßt, wenn Licht die Dinge kritisch hinterfragt, aber: "Ich wünsche mir mehr konstruktive Zusammenarbeit in Mainz." Eine Forderung, die hinter den Kulissen immer lauter wird - und angesichts der Lage dringend geboten scheint.

    Thomas Torkler

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