Archivierter Artikel vom 20.08.2013, 07:00 Uhr

Projekt „Wahlzeit!“: Das ist unser Programm

Warum eigentlich die „Wahlzeit!“? Unsere Zeitung hat dieses Projekt entwickelt, weil mehrere Studien zwei interessante Ergebnisse zutage gefördert haben. Erstens können junge Leute mit den üblichen Ritualen der Parteien immer weniger anfangen.

Foto: Svenja Wolf

Zweitens aber, und das ist spannender, sind Jugendliche keineswegs uninteressiert an politischen Vorgängen. Sie wollen sie aber verstehen, und sie wollen das Gefühl haben, dass man sie ernst nimmt, wenn sie sich dazu äußern. Genau das ist der Ansatzpunkt für unser Projekt „Wahlzeit!“. Unser Motto lautet: Wir machen eine Wahlberichterstattung, die junge Leute verstehen und die junge Leute in die Lage versetzt mitzureden.

Foto: Svenja Wolf

Das Wahlpaket in der Zeitung

Tausende Schüler bekommen von heute an die Rhein-Zeitung und ihre Heimatausgaben in die Klasse geliefert. Und zwar so lange, bis die neue Koalition feststeht, die Deutschland künftig regieren wird. So erleben sie hautnah die heiße Phase des Wahlkampfs, die Wahl am 22. September und – je nach Ergebnis – die Verhandlungen darüber, ob das Land weiter von CDU/CSU-FDP, SPDGrüne oder zum Beispiel von einer Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD geführt wird.

Das Wichtigste: Verständlichkeit

Mehrere Studien belegen: Viele Jugendliche finden die Politikersprache oft abgehoben. Politikern wird gar unterstellt, dass sie oftmals mit Absicht so unverständlich reden. Deswegen haben wir mithilfe der sozialen Netzwerke junge Lektoren gesucht, die unsere Wahlberichterstattung auf Verständlichkeit prüfen.

23. August: Rund um die Wahl

Die Ausgabe am Freitag hat es in sich. Dort finden Sie ein dickes Informationspaket zum Start in die Schlussphase des Wahlkampfs. So stellen wir die Spitzenkandidaten vor – im Bund und in Rheinland-Pfalz. Außerdem erfahren Sie, welche Parteien zur Bundestagswahl antreten und wie der Bundestag gewählt wird. Wir erklären die Wahl: Welche Wahlkreise gibt es und wer sind die Kandidaten für die Direktmandate, also jene Kandidaten, die bei einer Mehrheit direkt in den Bundestag einziehen.

Die politischen Inhalte

Jugend und Familie, Bildung und Ausbildung, Arbeit und Soziales: Auf insgesamt zehn Extra-Seiten werden wir in den kommenden Wochen vor der Wahl politische Problemfelder beleuchten, die die nächsten Jahre bestimmen werden. Die Bundesinitiative U18-Wahlen hat die jeweilige Haltung der Parteien zu diesen Themen jugendgerecht aufbereitet, dazu haben wir Reportagen vorbereitet über Aspekte, die junge Leute besonders interessieren dürften.

Die Promi-Interviews

Ein wichtiger Baustein sind insgesamt zehn multimedial aufbereitete Interviews mit prominenten Bundespolitikern, an denen immer auch zwei Schülerreporter einer Schule teilnehmen werden. Zugesagt haben bereits Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), und Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) oder Grünen- Parteichef Cem Özdemir.

Die Interviews sind nicht nur in der Zeitung nachzulesen, sondern werden per Livestream auch im Internet übertragen und per Video dokumentiert. Weitere Details dazu finden Sie auf dieser Doppelseite unten links.

Juniorwahl

Mehr als 50 Schulen im RZLand nehmen an dieser bundesweiten Aktion teil. Wie sich die Schulklassen dort auf den „Wahlakt“ vorbereiten und was sie im Unterricht alles mit dem Thema Wahl anstellen, bietet reichlich Stoff für unsere Zeitung.

Schüler in Aktion

Schüler und Lehrer sind aufgefordert, sich auch mit außerschulischen Aktionen der Wahl zu nähern. Viele Anregungen bietet die in Berlin ansässige Bundesinitiative U18-Wahlen. Details dazu: siehe Text ganz rechts.

Das Extra-Journal

Am Samstag, 14. September, erscheint ein„Wahlzeit!“-Journal, das wir komplett den Aktionen der teilnehmenden Schulen widmen wollen.

„Wahlzeit!“ online

Schulen haben auch die Möglichkeit, ihre Aktionen per Fotostrecke und Video auf Rhein-Zeitung.de zu dokumentieren.