Archivierter Artikel vom 29.01.2013, 08:00 Uhr
Berlin

Brüderle schweigt weiter: Fraktionschef bittet FDP-Führung um Zurückhaltung in Sexismus-Affäre

Ungeachtet der massiven Sexismus-Debatte, will sich FDPFraktionschef Rainer Brüderle weiter nicht zu den Vorwürfen äußern, er sei einer Journalistin zu nahe gekommen. Nach Informationen unserer Zeitung bat Brüderle die FDP-Führung darum, die Debatte mit Äußerungen nicht zu verlängern.

Er steht unter Druck, schweigt aber weiter: Rainer Brüderle.
Er steht unter Druck, schweigt aber weiter: Rainer Brüderle.
Foto: DPA

Ins Visier nahm Brüderle den schleswig-holsteinischen FDPFraktionschef Wolfgang Kubicki. Brüderle wünscht sich, dass „auch im hohen Norden“ einmal einen Tag lang nichts erklärt wird. Das würde ihm am meisten helfen. Kubicki hatte Brüderle zwar in Schutz genommen, aber auch erklärt, dass er Brüderle geraten habe, keine rechtlichen Schritte gegen die „Stern“-Journalistin einzuleiten.

„Rainer Brüderle hat beschlossen, dass er die Sache nicht kommentiert, und wir unterstützen ihn darin“, sagte FDP-Generalsekretär Patrick Döring. Zugleich betonte er, die FDP stehe „aus vollem Herzen und voller Überzeugung“ hinter Brüderle.

Die Veröffentlichung des Artikels sei „unfair und auch nicht gerechtfertigt“, sagte Döring. Die Jungen Liberalen Rheinland- Pfalz fordern vom „Stern“ eine Entschuldigung für den teils verletzenden und unfairen Artikel über Brüderle. Gleichzeitig fordern sie eine offene Diskussion über Sexismus gegen Frauen und Männer ohne Denkverbote.

brö