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    Trompetenstreit: Wirges will nun den Schlussakkord setzen

    In der seit Monaten zum Teil sehr emotional geführten „Trompeten-Debatte“ will die Stadt Wirges jetzt den Schlussakkord setzen.

    Kommt eine Riesentrompete auf das Dach des Wirgeser Bürgerhauses? Darüber soll der Stadtrat in seiner Sitzung am 28. August endgültig entscheiden.
    Kommt eine Riesentrompete auf das Dach des Wirgeser Bürgerhauses? Darüber soll der Stadtrat in seiner Sitzung am 28. August endgültig entscheiden.
    Foto: Stadt Wirges

    Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt hat in seiner jüngsten Sitzung mit sieben zu drei Stimmen dem Stadtrat empfohlen, einem überarbeiteten Trompeten-Entwurf für das Wirgeser Bürgerhaus zuzustimmen.  Der Rat der Stadt wird sich in seiner nächsten Sitzung am Montag, 28. August, um 19 Uhr im Bürgerhaus erneut mit dem Thema befassen und eine abschließende Entscheidung treffen, ob eine überdimensionale Trompete als Kunst-am-Bau-Projekt künftig die Lüftungsanlage auf dem Dach des Bürgerhauses verdecken soll oder nicht. „Wir wollen jetzt endlich einen Schlussstrich unter das Thema setzen“, betont Stadtbürgermeister Andreas Weidenfeller im WZ-Gespräch. Ob der Stadtrat aber der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses folge, das sei ungewiss, meint Weidenfeller. „Die Entscheidung kann auch ganz anders ausfallen. Die Fraktionen haben den Fraktionszwang in der Frage aufgehoben“, erklärt er. Allerdings habe die SPD im Ausschuss geschlossen für die überarbeitete Trompeten-Variante der Mainzer Künstlergruppe „conhereos“ gestimmt, während sich in der CDU Befürworter wie Gegner die Waage halten, so Weidenfeller. Der Stadtchef selbst macht keinen Hehl daraus, dass er die Trompeten-Lösung favorisiert. Die FDP hingegen lehnt den Entwurf „Festspielhaus“ auch weiterhin kategorisch ab. Damit könnte die Entscheidung im Rat knapp werden.

    Hintergrund: Das Land hatte bei der Sanierung des Bürgerhauses die Zusage für Fördermittel an die Auflage geknüpft, dass ein Kunst-am-Bau-Projekt für 40.000 Euro verwirklicht wird. Deshalb hatte die Stadt einen Wettbewerb ausgeschrieben – mit dem Ziel, die Lüftungsanlage auf dem Dach mit einem Kunstobjekt zu verkleiden. Der Trompeten-Entwurf der Mainzer Künstler setzte sich als Gewinnermodell durch, stieß aber im Rat wie in der Öffentlichkeit auf Kritik (unsere Zeitung berichtete). Im Zuge der aktuellen Diskussion hat die Wirgeser Stadtspitze jüngst erneut Rücksprache mit dem Mainzer Finanzministerium und der ADD gehalten. Die Rechtslage ist demnach eindeutig: Die Entscheidung der Jury für das Konzept „Festspielhaus“ ist bindend. Der Rat kann sich nicht nachträglich für einen anderen Entwurf entscheiden, will er keinen Widerruf des Mainzer Förderbescheides riskieren.

    Konsequenz: Die Ratsmitglieder haben am 28. August zwei Möglichkeiten. Sie können erstens für eine Überarbeitung des Trompeten-Entwurfs stimmen. Dies ist mit zusätzlichen Honorarkosten von 2500 Euro verbunden, wie die Mainzer Künstler im Gespräch mit dem Stadtbeigeordneten Walter van't Hoen signalisierten. Da zudem ein Absturzgeländer an der Lüftungsanlage installiert werden muss (dies ist mit 3000 bis 10.500 Euro veranschlagt), will die Künstlergruppe diese Arbeitsschutz-Vorgabe für weitere 3000 Euro in ihrem Entwurf erfüllen.

    Der Stadtrat kann zweitens das gesamte Verfahren „Kunst am Bau zur Verkleidung der Lüftungsanlage“ aufheben, muss dann aber einen neuen Wettbewerb für ein Kunst-am-Bau-Projekt an anderer Stelle des Bürgerhauses ausschreiben. Dies könnte beispielsweise eine Skulptur im Innenbereich oder auf dem Außengelände sein. Das neue Verfahren kostet erneut rund 5000 Euro. Auf eine Verkleidung der Lüftungsanlage wird verzichtet, bis ein günstiger Vorschlag gefunden wird. Denn alle im ersten Wettbewerb eingereichten Entwürfe, über die man nun frei entscheiden könnte, kosten 35.000 bis 40.000 Euro und sind damit für die Stadt zu teuer. Darüber hinaus fallen ebenfalls mindestens 3000 Euro für die Absturzsicherung an. Trompete ja oder nein – es bleibt spannend.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

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