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Neuwied

Gestank im Distelfeld: Kopfschütteln über Kleemann bei Landrat und Oberbürgermeister

Ulf Steffenfauseweh

Im Distelfeld stinkt's, und die SGD Nord tut nichts. Diesen Vorwurf wollte die Kontrollbehörde nicht stehen lassen und präsentierte ihre Sicht der Dinge in einer Pressemitteilung (die RZ berichtete). Die jedoch scheint zum Bumerang zu werden. Das zeigen nicht nur Kommentare im Internet, wo von einem „Scherz“, „altbekannten Ausreden“ und „Vera...“ die Rede ist. Auch Oberbürgermeister Jan Einig und Landrat Achim Hallerbach haben mit Erklärungen reagiert. Tenor: Kopfschütteln über Ulrich Kleemann, den SGD-Chef.

Das Suez-Kompostwerk gilt nahezu allen Betroffenen als Verursacher der Gerüche. Die SGD allerdings sieht sich bislang nicht in der Lage, das zu beweisen.
Das Suez-Kompostwerk gilt nahezu allen Betroffenen als Verursacher der Gerüche. Die SGD allerdings sieht sich bislang nicht in der Lage, das zu beweisen.
Foto: Lukas Kurpjuhn

Landrat Hallerbach ist dabei vor allem über den Hinweis auf den Wertstoffhof des Kreises sauer. „Von dem kommt der Gestank ganz sicher nicht“, unterstreicht er. Der Hinweis entbehre jeder Grundlage und die SGD Nord wisse das auch ganz genau, betont er und führt aus, dass er bestrebt ist, die Diskussion sachlich und fachlich zu führen.

„Mit Verwunderung“, „Perplex“, „Gänzlich unverständlich“, „Nicht erklären kann sich“: So beginnen die Absätze in der Erklärung von OB Einig. Und sie zielen auf Äußerungen Kleemanns. Unter anderem stellt der OB klar, dass die Initiative zum Gespräch eben nicht vom SGD-Chef ausgegangen ist, sondern dass Stadt- und Kreisverwaltung eingeladen haben. Einig bedauert, dass es nach der Absage Kleemanns zwei Stunden vor dem Termin nun erst Ende September zum Treffen kommen kann.

Für „im höchsten Maße irritierend“ hält es der OB, wenn Kleemann der Neuwieder Bauleitplanung eine Mitverantwortung dafür gibt, dass die Luft nicht richtig zirkuliert. „Es war die SGD, die die Fortschreibung unseres Flächennutzungsplanes genehmigt hat“, stellt er fest und kritisier, dass Kleemann die Zukunft des Gewerbegebietes infrage stellt und ein Klimagutachten für eine Gewerbeerweiterung im 80 Meter höher liegenden Gladbach fordert.

Die Geruchsprobleme seien seit Jahren bekannt, schließt er. „Warum man nun so tut, als sei dies nicht schon seit Längerem Diskussionsthema, entzieht sich meinem Verständnis. Wir können unseren Bürgern jedenfalls nicht zumuten, noch weitere Monate zu warten, bis definitive Resultate präsentiert werden“, schreibt Einig

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