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    Bad KreuznachBegrapscht und angetanzt: Zuwanderer machen in Bad Kreuznach Probleme

    Es waren unschöne Szenen am Rande einer gelungenen Veranstaltung. Bei der ersten Auflage des Bad Kreuznacher Stadtfestes kam es am zweiten Juliwochenende sonntags zu einem Polizeieinsatz, der sich gegen eine größere Gruppe afghanischer junger Männer richtete. Diese waren zuvor negativ aufgefallen.

    Beim Stadtfest herrschte gute Stimmung. Ein Zwischenfall mit afghanischen Jugendlichen am Sonntagabend trübte diese.  Foto: Marian Ristow
    Beim Stadtfest herrschte gute Stimmung. Ein Zwischenfall mit afghanischen Jugendlichen am Sonntagabend trübte diese.
    Foto: Marian Ristow

    „Mir haben mehrere Besucherinnen davon berichtet, belästigt worden zu sein“, erzählt Veranstalter Andreas Schnorrenberger. Frauen seien auf dem Kornmarkt von Mitgliedern der sichtlich betrunkenen und enthemmten, rund 15-köpfigen Gruppe, alle im Alter zwischen 16 und 30 Jahre, begrapscht und angetanzt worden, auch ein Handydiebstahl sei gemeldet worden,

    Nachdem der Veranstalter die Gruppe vom Platz verwiesen hatte, rotteten sich die Afghanen rund um die öffentlichen Toilettenanlage in der Turmstraße zusammen. „Vor allem Frauen fühlten sich auf dem Weg dorthin unsicher“, berichtet Schnorrenberger, der Geschäftsführer der Händlervereinigung „Meine Stadt Bad Kreuznach“. Klare Ansagen hätten nichts genutzt, er rief die Polizei. Diese kontrollierte die Afghanen, konnte ihnen aber keine Straftaten nachweisen. „Das Fest steht jedem offen, egal woher er kommt, aber gewisse Benimmregeln müssen gelten“, äußert sich Schnorrenberger im Gespräch mit dem „Oeffentlichen“.

    Nur ein paar Tage später kam es an der Kirschsteinanlage zu einer bewaffneten Auseinandersetzung mit gleich mehreren Geschädigten. Wieder beteiligt: junge Afghanen. „Wir haben seit ungefähr März dieses Jahres verstärkt Probleme mit Gruppen junger Migranten. Man muss sagen: da hat sich etwas zusammengebraut“, räumt Roland Maurer, Leiter der Kriminalinspektion Bad Kreuznach, ein.

    Bereits 2014 ging es zwischen rivalisierenden türkischen und afghanischen Jugendbanden im Gebiet zwischen Kirschsteinanlage und Neustadt brutal zur Sache: Bei einer Messerstecherei wurde damals ein junger Mann mit türkischem Pass schwer verletzt, ein afghanischer Flüchtling wurde dafür verurteilt. Seitdem schwelen die Konflikte weitestgehend unter der Oberfläche, Bewohner der Neustadt klagen dennoch schon länger vermehrt über laute und gewalttätige Auseinandersetzungen im Migrantenmilieu.

    Kripochef: Da hat sich etwas zusammengebraut

    Seit Anfang des Jahres treten diese Konflikte aber immer häufiger zu Tage. Kripochef Maurer berichtet von einem Mittwochabend Ende Juni, als es wieder an der Kirschsteinanlage zu Problemen kam. Bei Personenkontrollen, die die Polizei seit März öfter durchführt, kam es wieder zu Konflikten. Zuwanderer verschiedener Nationalitäten ließen sich nur mit erheblichem Aufwand kontrollieren und leisteten Widerstand. Ebenso registriert wurden Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. 30 junge Männer wurden insgesamt kontrolliert. „Wir haben die Situation bereinigt und die Lage im Moment gut im Griff“, zeigt sich Maurer optimistisch.

    Ein strenges Vorgehen der Polizei fordert auch Annette Bauer, seit vier Jahren Vorsitzende des städtischen Migrationsbeirates. Sie verurteilt das Verhalten der afghanischen Jugendlichen mit deutlichen Worten. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt sie ihre Sichtweise. „Ich stehe nicht im Verdacht rechts zu sein, deswegen kann ich mich klar äußern“, holt sie aus, „Gewalt und mangelnden Respekt vor Frauen verurteile ich auf das Schärfste. Dabei ist es egal, ob das von Deutschen und Afghanen kommt.“ Bei jugendlichen Migranten passiere dies aber in letzter Zeit deutlich häufiger. Bauer sagt klipp und klar: „Mir tut es sehr leid für die vielen gut integrierten Afghanen, deren Ruf darunter leidet.“ Für Bauer sind die Probleme nichts Neues: „Der Stadt sind diese Zustände bekannt.“

    Von unserem Reporter Marian Ristow

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