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Rhein-Lahn/Region

Über die Nöte der Notfallseelsorger

Von Till Kronsfoth
Die ehrenamtliche Notfallseelsorge funktioniert nur mit Spenden und Engagement.
Notfallseelsorger haben nicht selten feste Rituale, um mit dem Erlebten umzugehen. Bei einigen bleibt zum Beispiel die Einsatzjacke vor der privaten Haustür. Foto: Ralf Zwiebler/dpa
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„In Notfällen sind Menschen nicht nur körperlich auf Hilfe angewiesen. Ängste und Verzweiflung verlangen ebenfalls nach Zuwendung. Notfallseelsorge versteht sich also als die behutsame und unmittelbare Unterstützung in psychosozialen Ausnahmesituationen“, erklärt Ulrike Braun-Steinebach. Sie muss es wissen, leitete sie doch 20 Jahre lang die Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Westerwald und dem Rhein-Lahn-Kreis.

Bei der Notfallseelsorge Limburg-Weilburg übernahmen kürzlich Andrea Köhler und Kathrin Tuchscherer das Zepter. „Wir begleiten Menschen in Ausnahmesituationen. Sie sind oft in sich gekehrt, wissen nicht, was zu tun ist. Wir helfen ihnen dabei, wieder ins Handeln zu kommen“, sagt sie. Das könne bedeuten, einfach nur mit den Betroffenen zusammen ...