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    Birkenfeld

    Rangerstützpunkt im Bunker Börfink soll noch im Herbst bezogen werden

    Allerhand Neues hatte Amtsleiter Dr. Harald Egidi der Nationalparkversammlung (die NZ berichtete) aus dem Nationalparkamt zu berichten. Unter anderem wird derzeit die künftige Unternehmensform hinter den Kulissen eifrig diskutiert und der Umzug der Ranger in ein gemeinsames Domizil vorbereitet.

    Die Führungen durch den ehemaligen Nato-Bunker waren der Renner bei der Nationalparkeröffnung im vorigen Jahr. Jetzt sollen die Ranger hier einziehen. Foto: Reiner Drumm (Archiv)<br>
    Die Führungen durch den ehemaligen Nato-Bunker waren der Renner bei der Nationalparkeröffnung im vorigen Jahr. Jetzt sollen die Ranger hier einziehen.
    Foto: Reiner Drumm (Archiv)

    So seien drei neue Stellen besetzt worden, unter anderem die der Assistenz für die Geschäftsleitung mit der Zertifizierten Nationalparkführerin Anja Eckhardt, auch eine Sachbearbeiterin und ein EDV-Fachmann sind eingestellt worden. Dafür wurde die wissenschaftliche Mitarbeiterin Sabine Hornung, Professorin für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie an der Uni Mainz, die im Nationalparkamt eine halbe Stelle bekleidet, wie geplant für drei Jahre freigestellt, um ihre Ausgrabungen am wahrscheinlich ältesten römischen Militärlager in Deutschland bei Hermeskeil fortsetzen zu können. Ihre Aufgabenfelder werden von Honorarkräften der Uni Mainz abgedeckt.

    Zurzeit arbeiten im Nationalparkamt knapp 50 Personen einschließlich des saarländischen Personals, die meisten davon in Vollzeit. Hinzu kommen zahlreiche Praktikanten und 450-Euro-Stellen sowie drei Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) – eine davon teilt man sich mit dem Offenen Kanal Idar-Oberstein. Cindy-Lu Theis wird in den kommenden Monaten mit ihrer HD-Kamera alles festhalten, was so passiert – zum Beispiel bei der Moorrenaturierung – und damit den neuen YouTube-Kanal des Nationalparks bestücken. Dort läuft auch der neue Werbetrailer, der – so Egidi – "sehr sehr attraktiv" ist.

    Als Praktikumsplatz ist der Nationalpark bei Schülern und Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen inzwischen so beliebt, dass Anfragen aus Platzgründen abgelehnt werden müssen. Die Commerzbank finanziert zum 1. Januar 2017 zwei Umweltpraktika. Auf 450-Euro-Basis kümmern sich meist Studenten des Umwelt-Campus Birkenfeld oder der Uni Koblenz um EDV und die Pflege der Homepage oder helfen bei diversen Kartierungen oder Monitoring-Vorhaben. Seit September bildet das NLP-Amt auch aus: Eine angehende Informatikkauffrau verstärkt das Team.

    gGmbH oder Stiftung?

    Auch beim geplanten Rangerstützpunkt Börfink sei man weit gediehen, berichtete Egidi: Wenn alles gut gehe und der Raumbedarfsplan genehmigt werde, könne man vielleicht noch in diesem Herbst einziehen. Geplant ist, auf dem Gelände des ehemaligen Nato-Bunkers Börfink nicht nur alle Ranger zentral unterzubringen, sondern auch den Fuhrpark sowie Kfz- und Schreinerwerkstatt. Derzeit sind die Ranger noch auf das provisorische NLP-Amt in Birkenfeld und das alte Forsthaus Dreieich bei Thalfang verteilt. Die Verwaltung soll in einem weiteren Schritt auf den Umwelt-Campus verlegt werden – an diesem Plan will man laut Egidi auf jeden Fall festhalten.

    Daneben habe man derzeit viel Arbeit mit der anstehenden Regelbesteuerung ab 2017 und beschäftige sich intensiv mit der Unternehmensform. Im Gespräch seien dabei vor allem die gemeinnützige GmbH oder eine Stiftung. Hintergrund sei die Möglichkeit, dann Gewinne etwa aus dem Merchandising vor Ort behalten und wieder in den Nationalpark fließen lassen zu können. Derzeit gehen alle Einnahmen (etwa bei der Holzwirtschaft) in den allgemeinen Landeshaushalt – das ist nicht nur dem NLP-Versammlungsvorsitzenden Bernhard Alscher ein Dorn im Auge.

    Egidi berichtete vom möglicherweise nächsten EU-Life-Projekt im Nationalpark: Bei "Zenapa" geht es darum, die Großregion Rheinland-Pfalz/Saarland/Luxemburg in einer Vorreiterrolle beim Ziel "Zero Emission" zu positionieren. Das Konzept des Nationalparks sei europaweit in der engeren Wahl, berichtete Egidi.

    Aus dem Themenbereich "Umweltbildung/Naturerleben" gebe es tolle Zahlen: In vier Standardprogrammen seien bereits mehr als 600 Kinder an die Nationalpark-Themenbereiche herangeführt worden, zum Teil in Kooperation mit dem Nabu. Für die Ausweisung der Nationalparktore habe man eine Arbeitsgruppe gebildet. Als erstes soll sie ein Konzept für das Hunsrückhaus am Erbeskopf erarbeiten. Allerdings müsse die Umsetzung (unter anderem der Ausstellung) europaweit ausgeschrieben werden, was Zeit brauche. Parallel beschäftigt sich Egidis Team mit der Weiterentwicklung der Homepage, der Flyer und der Starterkarte. Die Auflage 2.0 (jetzt mit allen NLP-Traumschleifen) ist seit einigen Tagen erhältlich. Die erste Auflage in Höhe von 100 000 Stück war binnen eines guten Jahres vergriffen. Das zeige, wie begehrt diese hochwertige Karte sei: "Anders als bei den Flyern wirft die niemand weg." Auch das "kleine, aber feine" Projekt Kirche im Nationalpark gehe voran, auch die katholische Kirche habe Mittel zugesagt. Ein Netzwerk soll sich mit dem Thema "Schöpfung" im Nationalpark beschäftigen. Barrierefreiheit st ein weiterer Dauerbrenner auf der To-do-Liste.

    Beim Themenfeld Tourismus/ Regionalentwicklung habe man 700 Gastbetriebe angeschrieben und über den NLP und die Möglichkeiten einer Kooperation unterrichtet, gut 50 haben sich daraufhin als Partnerbetriebe beworben. Etwa 30 sollen im ersten Schritt zertifiziert werden. Ein Vorteil für die Partnerbetriebe: eine direkte Verlinkung auf der Homepage des Nationalparks. Es gebe mittlerweile zahlreiche Kooperationen mit heimischen Unternehmen, berichtete Egidi. In Nohfelden entstehe derzeit sogar ein Nationalpark-Café.

    Austausch mit den USA

    Der Amtsleiter wies auf das Bürgerforum, das das Amt gemeinsam mit dem Freundeskreis am Samstag, 12. November, im Umwelt-Campus Birkenfeld veranstaltet, und auf das zweite Nationalparkfest hin, das am 11. Juni am Bostalsee stattfinden wird. Auch ein Rangeraustausch mit den USA sei geplant – Ausfluss der sehr engen Kontakte zum US-Generalkonsulat in Frankfurt und zur US-Army. Zudem habe man – ebenfalls mit dem Freundeskreis – enge Kontakte zu den Nationalpark-Fördervereinen in den NLP-Regionen Schwarzwald und Steigerwald (geplant) geknüpft.

    Von unserem Redaktionsleiter Stefan Conradt

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