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Koblenz

Koblenzer Stadtrat soll Weg für Hallenbad frei machen

Dieser Tage werden endgültig die Weichen für das neue Hallenbad gestellt: Der Stadtrat soll grundsätzlich beschließen, dass die Verwaltung alle notwendigen Maßnahmen zu einem Neubau einleiten soll und das Konzept weiterverfolgt wird, das die Stadt mit der Beschlussvorlage ebenfalls vorlegt.

Direkt an der Mosel – zwischen Hotel Contel und Reha-Zentrum im Rauental – soll das neue Hallenbad entstehen. Wie es aussehen könnte, wurde inzwischen ausgearbeitet: Neben einem Sportbecken soll es auch ein Lehrschwimmbecken und einen Eltern-Kind-Bereich geben. Die Saunaanlage soll auch einen Außenbereich mit Saunen und Ruheflächen bieten.
Direkt an der Mosel – zwischen Hotel Contel und Reha-Zentrum im Rauental – soll das neue Hallenbad entstehen. Wie es aussehen könnte, wurde inzwischen ausgearbeitet: Neben einem Sportbecken soll es auch ein Lehrschwimmbecken und einen Eltern-Kind-Bereich geben. Die Saunaanlage soll auch einen Außenbereich mit Saunen und Ruheflächen bieten.
Foto: Reinhard Kallenbach

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

Schon jetzt gibt dieses einen detaillierten Eindruck davon, wie das neue Hallenbad am Moselbogen in einigen Jahren aussehen könnte.

Auf der Grundlage von Machbarkeitsstudien aus den Jahren 2008 und 2013 hat das Sport- und Bäderamt folgendes Raumprogramm vorgeschlagen:

1 Das Hallenbad soll ein 25 Meter langes Sportbecken mit sechs Bahnen umfassen, ein 1- und 3-Meter-Brett sowie einen 5-Meter-Sprungturm, ein Kurs- und Lehrschwimmbecken mit Hubboden und eventuell Attraktionen wie einer Kletterwand sowie einen Eltern-Kleinkind-Bereich mit niedrigem Becken, Spielgeräten, Babyrutsche, Wickelraum und Co. Außerdem soll es innen und außen Aufenthaltsflächen geben, etwa einen Lese- und Ruheraum, einen Wintergarten, Sonnenliegen außen oder Wärmebänke. Neben Umkleiden werden zudem Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter und Ähnliches gebraucht. Das Sportbecken soll wettkampfgerecht ausgestattet werden, und auch mit den Sprungbrettern und der entsprechenden Wassertiefe will man den Vereinen entgegenkommen: Die Vereinssituation in Koblenz mit zwei DLRG-Ortsgruppen und einem Tauchsportklub mache dies zwingend erforderlich, damit diese trainieren und ihre Leistungsprüfungen abnehmen können.

2 Die Saunaanlagen sollen nach bisheriger Planung drei Saunen innen für insgesamt 50 bis 60 Personen umfassen, inklusive einer Dampfsauna. Auch ein Tauch- und Fußwärmebecken ist vorgesehen sowie "großzügige Ruhe- und Aufenthaltsflächen innen und außen". Neu im Vergleich zum Stadtbad in der Weißer Gasse ist der Außenbereich: Draußen sollen zwei Saunen für 30 bis 40 Personen entstehen, ein Tauchbecken und ein kleines, abdeckbares Becken sowie ein "attraktiv angelegter, großzügiger Saunagarten". Eine Option ist es, die Saunaanlagen bei entsprechender Nachfrage zu erweitern. Ob man Schwimmbad und Sauna auch separat besuchen kann, steht noch nicht fest. Die Ratsfraktionen haben bislang oft betont, dass ein Schwimmbad mit kleinem Saunabereich ausreichen würde. Allerdings sind Sauna und Wellness häufig der Geldbringer in Bädern: Das Geld, das hier eingenommen wird, könnte helfen, den meist defizitären Schwimmbetrieb zu refinanzieren.

3 An allgemeinen Einrichtungen ist in dem Konzept Folgendes vorgesehen: ein Foyer mit Kasse, Kassenautomat und Bade- und Sportartikelverkaufsshop, ein zusammenhängender Bistrobereich im Foyer für Hallenbad und Sauna, 200 bis 250 Parkplätze und getrennt davon Fahrrad- und Motorradparkplätze. Die gesamte Anlage soll barrierefrei sein.

Noch geprüft werden soll, ob ein Cabriodach das Bad überdecken könnte. Auf diese Weise erhofft man sich eine bessere Auslastung gerade im März und April sowie September und Oktober. Dann hat das Freibad noch nicht beziehungsweise nicht mehr geöffnet, das Wetter ist aber trotzdem häufig gut. Ein Cabriodach könnte bei warmen Temperaturen und Sonnenschein geöffnet werden, was das Bad attraktiver machen würde. Die Planungen werden auch für ein Hallenbad im Passivhausstandard erstellt, die Ergebnisse fließen dann in die Wirtschaftlichkeitsberechnungen ein. Die Arbeitsgruppe der Stadt, die eine Analyse zum Hallenneubau erarbeitet hat, geht von nötigen Investitionen von 15 bis 20 Millionen Euro aus.

15-20 Millionen Euro soll das neue Koblenzer Hallenbad kosten. Den Neubau sollen die Stadtwerke oder eine noch zu gründende Tochtergesellschaft der Stadtwerke finanzieren. Einen Teil der Summe soll das Land übernehmen, bislang wurde eine Summe von bis zu 3 Millionen Euro in Aussicht gestellt. sem

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