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Koblenz

Essen für die Seele: Bistro öffnet in alter Koblenzer Stadtbibliothek

Soulfood. Essen für die Seele: So heißt ein neues Bistro in Koblenz an einem besonderen Ort. Denn in der früheren Koblenzer Stadtbibliothek gibt es jetzt vegetarische und vegane Speisen. Am Samstag ist Eröffnung.

Alona Schiffmann (links) und Sandra Niebergall stehen hinter dem neuen Bistro „Soulfood“, das im Dreikönigenhaus eröffnet.
Alona Schiffmann (links) und Sandra Niebergall stehen hinter dem neuen Bistro „Soulfood“, das im Dreikönigenhaus eröffnet.
Foto: Stephanie Mersmann

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

Die Räume dürften viele Koblenzer noch kennen, nur ganz anders eben. Früher, als in der Kornpfortstraße 15 noch die Stadtbibliothek saß, reihten sich hier die Bücherregale aneinander – nun geht der Neustart in dem prominenten Altbau in der Koblenzer Altstadt weiter. An diesem Samstag, 31. Oktober, eröffnet im Erdgeschoss des Dreikönigenhauses das „Soulfood“, ein vegetarisch-veganes Bistro.

Monatelang wurde das historische Gebäude komplett saniert und verschönert, und schon vor einigen Wochen öffnete hier das Gründerzentrum ISSO lab (die RZ berichtete). Nun also geht auch die Gastronomie in dem Haus an den Start, in der sich die Koblenzer ein Bild von dem „neuen“ Dreikönigenhaus machen können. Und das „Soulfood“ knüpft direkt an das an, für was ISSO steht, das neue Institut für soziales und nachhaltiges Wirtschaften, das im Dreikönigenhaus und außerdem am Florinsmarkt aufgebaut wird.

„Wir wollen einfache, gesunde und nachhaltige Sachen machen“, sagt Sandra Niebergall, 38, die das Bistro zusammen mit Alona Schiffmann, 30, eröffnet. Regional und saisonal soll die Küche sein, mit Produkten vom Biobauern oder vom Familienbetrieb aus der Region, ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker, ohne Fleisch, aber auch ohne Fleischersatz. „Eine vegane Bratwurst wird es bei uns also nicht geben“, sagt Niebergall mit einem Lachen, stattdessen Salate und Quiches, Bratlinge und Suppen, Currys und andere vollwertige Mahlzeiten, die die Betreiberinnen selbst entwickeln, ausprobieren, kochen und servieren.

Dabei ist es den beiden Frauen – Niebergall war zuletzt im Catering tätig, Schiffmann als Leiterin der Koblenzer Kneipen „Mephisto“ und „Stilbruch“ – wichtig, immer etwas Neues zu machen. Das Angebot wechselt wöchentlich und manchmal auch täglich, wenn der Lieferant einmal doch keinen Feldsalat, sondern zum Beispiel Endivien liefern kann. Auch Studenten aus dem Fachgebiet Ernährungswissenschaften und Verbraucherbildung an der Uni steuern im Rahmen eines Projekts Ideen für Rezepte bei, und die Gäste können ebenfalls Vorschläge machen.

Mit ihrem Angebot richten sich die Frauen an Berufstätige, Studenten, Touristen – an alle, die tagsüber in der Stadt unterwegs sind. „Wir sind ein reiner Tagesbetrieb“, betonen sie, geöffnet hat das Bistro montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, jeden zweiten Samstag gibt es zudem einen vegetarisch-veganen Brunch. Es gibt Frühstück, Snacks und Mittagessen, das man je nach Hunger und Budget aus verschiedenen Komponenten zusammenstellen kann, die Salate etwa kann man auch löffelweise bestellen. In dem Bistro kann man dann sitzen oder die Gerichte mitnehmen.

Schiffmann und Niebergall sind überzeugt, dass sie mit ihrem Konzept eine Lücke schließen in der Stadt. „Bis jetzt ist die Vielfalt nicht sehr groß, als Vegetarier kriegt man mittags vor allem gebratenes Gemüse und Salat“, sagt Schiffmann, dabei könne man viel mehr machen mit Lebensmitteln. Einen Anfang wollen die „Soulfood“-Frauen an diesem Samstag machen: Von 10 bis 16 Uhr gibt es in ihrem Bistro den ersten Brunch.

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