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Ahrweiler

So duftet Weihnachten: Familie Schmitz backt ihre Printen selbst

Celina de Cuveland

Sie sind saftig, schmecken nach Honig, Gewürzen und herbem Rübenkraut: Die Printen der Bäckerei Schmitz in Ahrweiler verstecken sich hinter dem 5. Türchen unseres RZ-Adventskalenders. Seit diesem Jahr stellen Jürgen Schmitz und sein Sohn Jan-Philipp das weihnachtliche Gebäck selbst her.

Jürgen Schmitz und sein Sohn Jan-Philipp sind stolz auf die selbst gebackenen Printen.  Foto: Celina de Cuveland
Jürgen Schmitz und sein Sohn Jan-Philipp sind stolz auf die selbst gebackenen Printen.
Foto: Celina de Cuveland

Und das bedeutet einiges an Arbeit: Schon im Sommer hat der frischgebackene Bäckermeister Jan-Philipp den Teig vorbereitet, seither lagert er im Keller, rund 70 Kilogramm Teig, der durchziehen muss und nur so sein einmaliges Aroma erhält. Um so länger er liegt, desto besser wird schließlich der Teig, das wissen die beiden Bäcker. Wenn die Printen im Verkauf nun leer sind, holen Jürgen Schmitz oder sein Sohn eine kleine Teigmenge in die Backstube, fügen das Triebmittel hinzu, rollen den Teig aus, schneiden ihn in Printenform und verfrachten ihn für zehn Minuten in den heißen Ofen. Anschließend wird er mit dem sogenannten Printenstrich abgeglänzt.

Die Kunden danken es ihnen. „Man schmeckt den Unterschied zwischen den Printen, die industriell hergestellt sind und die wir bis jetzt immer zugekauft haben“, erzählt Jürgen Schmitz. „Bei unseren Kunden kommen die selbst gemachten Printen sehr gut an.“

Angefangen hatte alles mit der Meisterschule von Jan-Philipp. Während dieser hat der 22-Jährige nämlich gelernt, feinen Printenteig herzustellen und da das braune Gebäck im Sortiment der Familienbäckerei noch fehlte, entschloss er sich kurzerhand, ab sofort Printen zu backen. Aus dieser Idee sind nun Kräuterprinten, Honigprinten und Mandelhappen, Elisenlebkuchen und Baseler Leckerli entstanden. Drin stecken vor allem regionale Zutaten wie Honig, Grafschafter Rübenkraut und Mehl aus der Mosenmühle. Außerdem Piment, Ingwer, Zimt, Nelken, Koriander, Sternanis und Kardamom.

„Wir hätten nie mit so einem Ansturm gerechnet“, berichtet Jürgen Schmitz. „Nach Weihnachten sehen wir dann, ob unsere Teigmenge ausreichend war. Wir sind ja noch in der Testphase.“ Der Trend gehe aber immer mehr zu selbst gemachten Produkten, auch im Bereich der Backwaren. Industrieplätzchen? Nein, danke. Wenn es mit der Resonanz so weiter geht, soll es auch in den kommenden Jahren in der Bäckerei Schmitz in Ahrweiler selbst gebackene Printen in der Auslage geben.

Von unserer Reporterin
Celina de Cuveland

Bad Neuenahr-Ahrweiler
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