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Antweiler

RZ-Adventskalender: Regionale Leckereien fürs Weihnachtsfest

In diesem Jahr verbirgt sich hinter jedem Türchen unseres kulinarischen RZ-Adventskalenders eine regionale Leckerei. Zum 1. Dezember starten wir mit dem Eierlikör der Familie Haberecht aus Antweiler.

Bei Guido (von links), Irene, Gerd und Jörg Haberecht dreht sich alles um das Ei: Auf ihrem Geflügelhof in Antweiler legen sie großen Wert auf die Frische ihrer Produkte.
Bei Guido (von links), Irene, Gerd und Jörg Haberecht dreht sich alles um das Ei: Auf ihrem Geflügelhof in Antweiler legen sie großen Wert auf die Frische ihrer Produkte.
Foto: Dreschers

Heute ist es so weit: Das erste Türchen des Adventskalenders darf geöffnet werden. Aber dieses Türchen bedeutet auch, dass es nur noch 23 Tage bis Heiligabend sind. Und dem ein oder anderen dürfte bange werden, weil nicht mehr viel Zeit bleibt, um alle Geschenke zu besorgen. Deswegen haben wir uns in diesem Jahr gedacht, dass auch wir einen Adventskalender starten. Einer, der Ihnen hilft, wenn Sie noch Geschenke suchen. Oder wenn Sie nicht wissen, was es als Weihnachtsmenü geben soll. Hinter jedem unserer Türchen verbirgt sich eine weihnachtliche Leckerei aus dem Kreis. Los geht's mit Türchen Nummer eins: dem Eierlikör der Familie Haberecht.

Irgendwann hatte Irmgard Haberecht im wahrsten Sinne des Wortes eine Schnapsidee. Sie betrieb mit ihrem Mann seit 1956 einen Geflügelhof in Antweiler. Ideale Voraussetzungen, um aus den im Überfluss vorhandenen frischen Eiern einen eigenen Eierlikör herzustellen. Sie griff zum Handmixer und kreierte aus Doppelkorn, Milch, Zucker und etwa acht Eigelben pro Liter kleine Mengen der Spezialität, die sie Pensionsgästen, Freunden und Bekannten kredenzte. Die private Produktion geriet irgendwann in Vergessenheit. Erst nach Jahren hat Schwiegertochter Irene Haberecht die Idee wieder aufgegriffen, die inzwischen mit ihrem Mann Gerd den Geflügelhof führt. „Der Eierlikör ist ein Projekt meiner Frau“, sagt Geflügelzüchter Gerd Haberecht.

Inzwischen gehören die süßen Tropfen des 18-prozentigen Ahr-Eierlikörs, die auch als Geschenk zum Fest gerne gekauft werden, zum Sortiment des eigenen Hofladens. „Die Kunden loben vor allem den frischen und natürlichen Geschmack des Likörs“, erzählt Irene Haberecht. Das ist kein Zufall, denn auf Frische legt das Ehepaar bei der Herstellung viel wert. Der Likör wird nicht in großen Vorratsmengen produziert, sondern je nach Nachfrage alle paar Wochen neu abgefüllt. Dafür haben die Haberechts einen speziellen Produktions- und Kühlraum eingerichtet. Hier werden die Eier frisch aufgeschlagen, die Eigelbe in einem großen Industriemixer mit den anderen Zutaten vermischt und einige Tage in Ruhe gelassen, bis sich der Schaum in der Masse gelegt hat. Dann füllen die Haberechts den Likör in verschieden große Flaschen ab, die etikettiert, verschlossen und verschweißt werden.

Irene Haberecht macht es auch Spaß, mit neuen Rezepten zu experimentieren. Das Besondere des Haberechts-Eierlikörs: Die Konsistenz ist nicht zu cremig – es soll schließlich ein Getränk und keine Soße sein. „Es ist wichtig, den Likör dunkel und kühl zu lagern“, empfiehlt Gerd Haberecht. Ungeöffnet hält er sich so ein Jahr lang. Das erzählt er auch dem festen Kundenstamm aus der Region oder Gästen, die den Eierlikör gerne als Mitbringsel kaufen. Schließlich löst Omas Klassiker bei vielen Kindheitserinnerungen an jene Momente aus, in denen man ausnahmsweise ganz vorsichtig zur Feier des Festtages mal am Likörgläschen nippen durfte. bea

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