Archivierter Artikel vom 08.08.2022, 19:00 Uhr
Zollhaus

Open-Air in Zollhaus: Neue Klänge der Neuen Deutschen Welle

Bevor das Kreml-Kulturhaus in die kleine Sommerpause geht, gibt es auf der Open-Air-Bühne jetzt noch einmal ein richtiges Highlight. Zu Gast sind am Samstag, 13. August, die Radierer aus Limburg, die wahrscheinlich älteste Post-Punk-Band Deutschlands. 1978 von Jürgen Beuth und C. B. Bodenstein gegründet, gehören sie neben DAF, Palais Schaumburg, Der Plan und Fehlfarben zur Speerspitze der sogenannten Neuen Deutschen Welle.

Die Radierer: Die legendäre Band der Neuen Deutschen Welle kehrt mit einem Open-Air-Konzert im Kulturhaus auf die Bühne zurück.
Die Radierer: Die legendäre Band der Neuen Deutschen Welle kehrt mit einem Open-Air-Konzert im Kulturhaus auf die Bühne zurück.
Foto: Kreml-Kulturhaus

Mit „Gute Laune Land“, ihrem brandneuen Album, melden sie sich aus dem Corona-Zwangsurlaub zurück. Mehr noch, die „Radierer 2021“ präsentieren sich als die besten Radierer aller Zeiten. So zumindest die Aussage in einer Pressemitteilung des Kulturhauses. Jürgen Beuth, der musikalische Kopf der Band, zieht lässig eine fantastische Gitarrenpopnummer nach der nächsten aus dem Hut, programmiert die coolsten Loops und legt noch den verspielten herrlichen Popsong „Unsichtbare Freundin“ obendrauf. Harte Gitarren, verspielte Melodien, Catchy Hooks. Fans von Wire, Devo und den B-52s werden es lieben!

Songs sind bizarr und subversiv

Und dann gibt es noch den treibenden Knaller „ReInkarnation“ mit Gaststars, unter anderem von Östro 430, Black Heino, Strobocop und Annette Benjamin (Ex-Hans-A-Plast). Das „We are the world“ des deutschen Post-Punks. Die einzigartigen Texte der neuen Songs sind wie gewohnt streng minimalistisch, bizarr, drastisch, dezent subversiv und ganz nah dran am Puls der Zeit. Wettlauf zum Mars? Die Radierer sind schon da und ruinieren den Roten Planeten, wie sie es bereits mit Mutter Erde gemacht haben.

Und da ist noch Rangehn, die Nina-Hagen-Coverband, die beim Konzert im Kreml die Songs der ersten beiden Nina-Hagen-Band-Alben spielen. Hinzu kommen bekannte Spliff-Titel. „TV Glotzer“, „Auf’m Friedhof“, „Heiß“ und die anderen Hits von Nina Hagen klingen hier so stark und druckvoll wie damals. Die sechsköpfige Band aus dem Rhein-Main-Gebiet bringt den Hagen-Sound auf den zeitgemäßen Stand der Technik. Live liegt das Augenmerk der Fans auf der Sängerin: Alex Streck schafft es, den typischen Hagen-Sound so kraftvoll rüberzubringen wie das Original, setzt aber auch deutlich ihre eigenen Akzente.

Packende Bühnenpräsenz

Die Fans sind immer wieder fasziniert von ihrer temperamentvollen Bühnenpräsenz, eine tolle Bühnenshow – und die Band rockt tierisch ab. Das Publikum ist jedes Mal begeistert von der abwechslungsreichen und dynamischen Vorstellung. Das Konzert ist am Samstag, 13. August, ab 19 Uhr auf der Open-Air-Bühne im Kreml-Kulturhaus. Der Eintritt kostet 8 Euro, Kinder bis 14 Jahre sind frei. Der Eintritt gilt auch für Gäste im Biergarten. red

Tischreservierungen im Biergarten/Café unter Telefon 06430/929.720 ab 17 Uhr oder im Internet unter

www.kreml-kulturhaus.de