Archivierter Artikel vom 20.12.2011, 07:00 Uhr

Peter Lausmann zum Machtwechsel in Nordkorea

Wie der Vater, so der Sohn – es klingt plump, doch in Nordkorea funktioniert so das Prinzip Macht. Kim Jong Un kann nur bestehen, wenn er den Personenkult um Vater und Großvater zur Basis seiner Politik macht und um die eigene Person erweitert. Allein Kontinuität ist seine Legitimation.

Wie der Vater, so der Sohn – es klingt plump, doch in Nordkorea funktioniert so das Prinzip Macht. Kim Jong Un kann nur bestehen, wenn er den Personenkult um Vater und Großvater zur Basis seiner Politik macht und um die eigene Person erweitert. Allein Kontinuität ist seine Legitimation.

Entsprechend wird es kein Umsteuern oder gar einen Bruch mit der Isolationsstrategie des Vaters geben. Als „großer Nachfolger“ ist er der Linie des Vorgängers verpflichtet und wird dies auch durch vermeintliche Stärke demonstrieren. Der Raketentest ist nur ein Beispiel dafür. Hoffnungen, dass sich Kim Jong Uns westliche Ausbildung in einer Öffnung zur restlichen Welt auswirkt, brauchen wohl einen sehr langen Atem. Denn zunächst geht es allein um den Machterhalt der Kim-Dynastie.

E-Mail an: peter.lausmann@rhein-zeitung.net