• Weltwirtschaftsforum

    Trump will Selenskyj treffen

    Davos (dpa) - US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj im Schweizer Alpenort Davos treffen. Zunächst sprach er von einem Treffen noch am heutigen Mittwoch, korrigierte die Aussage später aber vor Journalisten und erklärte, das Treffen werde am Donnerstag stattfinden, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete.  Er glaube, dass der ukrainische Präsident einen Deal machen wolle, behauptete Trump in Davos, wo er am Weltwirtschaftsforum teilnahm. «Ich denke, ich kann sagen, dass wir einigermaßen nah dran sind.» Der Republikaner wiederholte seine Forderung, dass der seit fast vier Jahren andauernde Ukraine-Krieg enden müsse.

  • Verbraucher

    EU-Abgeordnete für Recht auf freies Handgepäck bei Flügen

    Straßburg (dpa) - Fluggäste sollen nach dem Willen des Europäischen Parlaments ein Recht auf ein freies Handgepäckstück erhalten. Dafür sprachen sich die Abgeordneten mit großer Mehrheit fraktionsübergreifend aus. Bevor neue Regeln in Kraft treten können, muss allerdings noch ein Kompromiss mit den EU-Staaten gefunden werden.  Fluggäste sollen dem Vorschlag des Parlaments zufolge künftig ohne zusätzliche Kosten einen persönlichen Gegenstand (etwa eine Handtasche, einen Laptop oder einen Rucksack) sowie ein kleines Handgepäckstück mit an Bord nehmen dürfen. Das Handgepäckstück soll nicht mehr als sieben Kilogramm wiegen und alle drei Kantenmaße (Länge, Breite und Tiefe) zusammengerechnet nicht mehr als 100 Zentimeter lang sein. Bisher erlauben manche Airlines als kostenloses Handgepäck nur einen sehr kleinen Gegenstand, für alles andere muss extra gezahlt werden. 

  • Gutachten

    Europaparlament bringt Mercosur-Abkommen vor Gerichtshof

    Straßburg (dpa) - Das Europäische Parlament hat beschlossen, das EU-Freihandelsabkommen mit Ländern des südamerikanischen Staatenbunds Mercosur dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) vorzulegen. Eine sehr knappe Mehrheit der Abgeordneten stimmte in Straßburg für eine Überprüfung durch die Richterinnen und Richter in Luxemburg.  Das Parlament zeigte sich gespalten bei der Entscheidung: 334 Stimmen gab es für eine Überprüfung, 324 dagegen. 11 Abgeordnete enthielten sich. Das Parlament fordert mit dem Beschluss seine Präsidentin auf, den EuGH anzurufen und um ein Gutachten zum Mercosur-Abkommen zu bitten. Durch das Warten auf das EuGH-Gutachten könnte sich der Ratifizierungsprozess des Abkommens mit den vier Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay erheblich verzögern. Theoretisch könnte es allerdings schon zuvor vorläufig angewandt werden, wenn die EU-Kommission eine entsprechende Entscheidung trifft.

  • Großbritannien

    Klage gegen «Daily Mail»: Angespannter Harry im Kreuzverhör

    London (dpa) - Royal im Kreuzverhör: Prinz Harry ist am dritten Tag des Verfahrens in seiner Zivilklage gegen den Verlag der Boulevardzeitung «Daily Mail» überraschend vorzeitig in den Zeugenstand getreten. Harry und andere Prominente, wie Popstar Elton John (78), werfen den Journalisten des Verlags vor, über Jahre illegale Recherchemethoden angewandt zu haben, um Schlagzeilen zu generieren. Der Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) weist die Vorwürfe entschieden zurück. Eigentlich sollte der jüngere Sohn von König Charles III. (77) erst am Donnerstag aussagen. Dass ein Royal überhaupt vor Gericht auftritt, ist ein außergewöhnliches Ereignis. «Never explain, never complain» («nie erklären, nie beschweren») sei die Vorgabe des Palasts gewesen, sagte der 41-Jährige gleich zu Beginn des Kreuzverhörs, in dem er zunächst dem Anwalt der Gegenseite Rede und Antwort stehen musste. Deswegen habe er sich nicht über die teils lange zurückliegende Berichterstattung beschweren können. 

  • Digitalisierung der Verwaltung

    Kabinett bringt digitales Führungszeugnis auf den Weg

    Berlin (dpa) – Ein Führungszeugnis zur Vorlage etwa beim künftigen Arbeitgeber oder für eine ehrenamtliche Tätigkeit soll künftig auch digital verfügbar sein. Nach Angaben der Bundesregierung hat das Kabinett einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedet. Das neue Digitale Führungszeugnis kann allerdings nur erhalten, wer ein sogenanntes BundID-Konto eingerichtet hat, das Zugang zu Online-Verwaltungsdienstleistungen bietet. Ein Führungszeugnis ist ein Auszug aus dem Bundeszentralregister und gibt Auskunft darüber, ob jemand vorbestraft ist. Online beantragt werden kann das Führungszeugnis schon seit einigen Jahren. Bisher muss es allerdings auch dann auf einem speziellen Papier ausgedruckt und per Post aus Bonn an die Antragsteller verschickt werden. Das soll nun für diejenigen, die sich für den digitalen Weg entscheiden, wegfallen. Um Fälschungen vorzubeugen, soll es einen Barcode geben, mit dem die Echtheit des Dokuments mittels einer Smartphone-App von jedem überprüft werden kann. Für die Einrichtung des erforderlichen BundID-Kontos ist etwa ein Personalausweis mit Online-Funktion erforderlich.

  • BDI

    Noch im «freien Fall»? Industrie sucht Weg aus der Krise

    Berlin (dpa) - Weiter abwärts - oder endlich aufwärts? Die deutsche Industrie mit Millionen von Beschäftigten hofft nach Jahren der Krise auf eine Trendwende. «2026 entscheidet sich, ob wir nach Jahren der Stagnation die Basis für einen nachhaltigen Aufschwung legen und damit den Industriestandort Deutschland sichern und retten», sagte Peter Leibinger, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), in Berlin. Die Aussichten für dieses Jahr bleiben aber verhalten. Der BDI rechnet damit, dass die Industrie schwächer wächst als die Gesamtwirtschaft. Für zusätzliche Belastungen könnten mögliche neue US-Zölle sorgen.  US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, ab dem 1. Februar Strafzölle auf Waren aus Deutschland und anderen europäischen Nato-Ländern zu verhängen. Damit will er den Widerstand gegen einen Verkauf Grönlands an die USA brechen. Die EU berät über mögliche Gegenmaßnahmen. Die Bundesregierung will eine Eskalation vermeiden.

  • Weltwirtschaftsforum

    Baerbock sieht Angriff auf die UN

    Davos (dpa) - Die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, macht sich Sorgen um die Zukunft der Vereinten Nationen. «Die UN steht nicht nur unter Druck, sondern wird regelrecht angegriffen», sagte die frühere deutsche Außenministerin beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Seit Jahresbeginn werde immer klarer, dass nicht mehr alle Mitglieder «an einem Strang ziehen». US-Präsident Donald Trump hatte die UN zuletzt mehrfach als dysfunktional kritisiert, sie nutzten ihr Potenzial nicht aus und seien «nicht sehr hilfreich».  Dabei sei die UN-Charta «die gemeinsame Lebensversicherung der Welt», betonte Baerbock. Die Gründer der UN seien sich darüber bewusst gewesen, dass es in einer Welt, in der das Recht des Stärkeren gelte, Chaos und Krieg gebe. Baerbock erinnerte daran, dass alle 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen bei der Generalversammlung jeweils einen Sitz und eine Stimme hätten - «unabhängig von Reichtum oder Macht».

  • Silvesternachtsbrand

    Brand in Crans-Montana – Mängel beim Brandschutz ignoriert

    Crans-Montana (dpa) – Jahre vor dem verheerenden Brand in der Silvesternacht in Crans-Montana wurden bei Inspektionen in der betroffenen Bar nach Informationen des Schweizer Senders RTS mehrere Brandschutzmängel festgestellt. Es sei aber nie geprüft worden, ob die Mängel beseitigt wurden. Die Frau des in U-Haft sitzenden Barbesitzers, Jessica Moretti, ist unterdessen erneut zu einer Aussage bei der Staatsanwaltschaft in Sitten eingetroffen. Ihr Mann war am Dienstag befragt worden. Er soll ausgesagt haben, dass alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten wurden, berichten italienische Medien unter Verweis auf Informationen von dabei anwesenden Anwälten von Opfern.

  • Künstliche Intelligenz

    Top-Beraterin: Große Wahrnehmungslücke bei KI in Unternehmen

    Davos (dpa) – In vielen Unternehmen gehen Wahrnehmung und Realität beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz nach Ansicht einer Top-Beraterin deutlich auseinander. Während Führungskräfte überzeugt seien, dass ihre Firmen gut vorbereitet sind, fühlten sich viele Mitarbeitende weder ausreichend geschult noch einbezogen, sagte die Deutschland-Chefin der Beratungsgesellschaft Accenture, Christina Raab, der Deutschen Presse-Agentur. Genau diese Lücke sei ein zentrales Hemmnis für den erfolgreichen Einsatz von KI. «Es geht nicht um „Human in the Loop“, sondern um „Human in the Lead“», sagte Raab – und meint damit, dass Beschäftigte nicht nur kontrollierend eingebunden sein sollen, sondern eine aktive Rolle bei Einordnung, Bewertung und Entscheidungsfindung übernehmen müssen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssten befähigt werden, KI einzuordnen, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.

  • 5G-Ausbau und Co.

    Wie die EU-Kommission ein schnelleres Netz schaffen will

    Straßburg/Brüssel (dpa) - Mehr Glasfaser, mehr 5G, weniger Bürokratie: Die EU-Kommission will Verbrauchern und der Industrie in Deutschland und anderen Mitgliedsländern schnellere Internetverbindungen ermöglichen. Dafür schlägt sie vor, den Internetmarkt neu aufzustellen, das Ende von DSL endgültig einzuläuten und sich für die Einführung von 6G zu wappnen. Wie soll das funktionieren und warum äußern Verbraucherschützer Kritik?  Da in die Jahre gekommene DSL-Verbindungen über dünne Telefonleitungen aus Kupfer laufen, können sie mit zukunftsträchtiger Glasfaser-Technologie nicht mithalten. Um also schnelleres und stabileres Internet zu ermöglichen, soll der Übergang zu modernen Netzen dem Vorschlag zufolge zwischen 2030 und 2035 in der gesamten EU geschafft sein. Die Brüsseler Behörde bezieht dabei auch Alternativen wie Internetverbindungen per Satellit mit ein.

  • Transatlantische Beziehungen

    Von der Leyen sieht EU und USA wegen Grönland am Scheideweg

    Straßburg (dpa) – EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht die transatlantischen Beziehungen wegen des Grönland-Konflikts an einem kritischen Punkt. «Wir stehen an einem Scheideweg», sagte von der Leyen im Europäischen Parlament in Straßburg. Europa bevorzuge Dialog und Lösungen, aber sei uneingeschränkt bereit zu handeln, sollte das nötig sein. «Geeint, schnell, entschlossen», betonte von der Leyen. Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zusatzzölle gegen europäische Alliierte seien schlichtweg falsch. Wenn man jetzt in eine gefährliche Abwärtsspirale innerhalb des Bündnisses gerate, würde dies eben jene Gegner ermutigen, die man so eindeutig aus der strategischen Landschaft fernhalten wolle.

  • Unwetter

    Vier Tote bei Überschwemmungen in Tunesien

    Tunis (dpa) – Bei schweren Regenfällen in Tunesien sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Das Land sei «durch tödliche Stürme paralysiert», meldete die tunesische Staatsagentur TAP gestern am Abend. Das ungewöhnlich schwere Unwetter habe zu Straßensperrungen geführt und auch Verkehr, Bildungseinrichtungen und die öffentliche Versorgung massiv beeinträchtigt. Vor allem im Norden und Osten des kleinen Lands am Mittelmeer kommt es seit Montag zu schweren Regenfällen.

  • Maßnahmen gegen Adipositas

    Leopoldina: Deutschland würde von Zuckersteuer profitieren

    Halle (dpa) – Die Besteuerung von stark zucker- oder fetthaltigen Lebensmitteln und Getränken ist der Leopoldina zufolge auch in Deutschland zu empfehlen. Abgaben auf zuckergesüßte Getränke hätten in anderen Ländern wie Großbritannien den Konsum von Zucker und zuckergesüßten Getränken nachweislich reduziert, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Halle. Auch in Deutschland sei mit positiven Effekten auf die Bevölkerungsgesundheit und weniger krankheitsbedingten Versorgungskosten zu rechnen. Die Wirksamkeit der bisherigen politischen Anstrengungen und Strategien gegen Adipositas sei fraglich, so die Leopoldina. Trotz zahlreicher Präventionsbemühungen gehe die Erkrankungshäufigkeit nicht zurück. Im Gegenteil: «In Deutschland gibt es eine Adipositas-Epidemie.» Fast jedes sechste Kind im Alter von 3 bis 17 Jahren hat demnach Übergewicht oder starkes Übergewicht (Adipositas). Bei den Erwachsenen sind zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen übergewichtig, etwa ein Viertel der Erwachsenen hat starkes Übergewicht.

  • Cybersicherheit

    EU-Pläne zu Cybersicherheit: Peking warnt vor Konsequenzen

    Peking (dpa) – China hat die Pläne der Europäischen Union, umstrittene Anbieter von Netzwerktechnik in EU-Staaten verbieten zu können, scharf kritisiert und mit Konsequenzen gedroht. Ohne Beweise Unternehmen davon abzuhalten, am Markt teilzunehmen, verletze die Regeln des fairen Wettbewerbs und sei offensichtlicher Protektionismus, sagte Chinas Außenamtssprecher Guo Jiakun in Peking. Brüssel ignoriere, dass chinesische Firmen sichere und qualitativ hochwertige Produkte anböten. Die Volksrepublik sei ernsthaft besorgt, sagte Guo. China fordere die EU auf, den «falschen Weg des Protektionismus» nicht weiterzugehen. Sonst werde China notwendige Maßnahmen ergreifen, um die Rechte und Interessen chinesischer Unternehmen zu schützen, warnte er.

  • Edelmetalle

    Rekord beim Goldpreis: Feinunze über 4.800 Dollar

    London (dpa) - Der Goldpreis ist weiter gestiegen und steuert nach einem weiteren Rekordhoch die Marke von 5.000 Dollar an. Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) des gelben Edelmetalls kostete am Mittwoch im frühen Handel in der Spitze 4.878 Dollar und damit so viel wie noch nie.  Zuletzt legte der Kurs 2,2 Prozent auf 4.867 Dollar zu und baute damit das Jahresplus auf fast 13 Prozent aus. Gold war bereits im vergangenen Jahr eine der gefragtesten Anlageklassen. Der Preis war um 65 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1979 nicht mehr. Preistreiber im vergangenen Jahr waren unter anderem die vielen Konfliktherde weltweit. 

  • Eurovision

    Noam Bettan vertritt Israel beim ESC in Wien

    Tel Aviv/Wien (dpa) – Der Sänger, der Israel beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) in Österreich vertreten wird, steht fest. Der 27 Jahre alte Noam Bettan setzte sich in der Nacht im Finale der Fernsehshow «Hakochav Haba» («Der nächste Star») gegen weitere Kandidaten durch. Über die ESC-Teilnahme Israels hatte es eine monatelange Debatte gegeben. Aus Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen boykottieren Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien den kommenden 70. ESC in Wien. Auslöser des Gaza-Kriegs war das Massaker der islamistischen Hamas und anderer Terroristen in Israel am 7. Oktober 2023.

  • Weltwirtschaftsforum

    Trump und «das große, schöne Stück Eis»

    Davos (dpa) - Ein «großes, schönes Stück Eis»: Das ist es, was Donald Trump will. Immer wieder kommt der US-Präsident auf den Kern der jüngsten Aufregung zurück - er verlangt Grönland. Nur so seien die USA, nur so sei die Welt sicher, sagt Trump im verschneiten Schweizer Alpenort Davos vor den Einflussreichen und Mächtigen der Welt. Von einer gewaltsamen Übernahme Grönlands wolle er zwar absehen. Aber über einen Deal will er unverzüglich verhandeln. Der Druck auf Europa, dem Trump wegen Grönland mit neuen Zöllen droht, ist nach seiner Rede weiter gewachsen.  Rund 70 Minuten springt der US-Präsident auf der Bühne des Weltwirtschaftsforums durch die Themen, teilweise wirkt es ein wenig leiernd, wenn er vom Teleprompter abliest. Er keilt in bekannter Manier aus, er degradiert die Europäer, die aber doch stets vor ihm einknicken würden. Zwischendurch sagt er, dass er Europa liebe.

  • Urteil nach Attentat

    Lebenslange Haft für Attentat auf Japans Ex-Premier Abe

    Nara (dpa) - Dreieinhalb Jahre nach dem tödlichen Anschlag auf den japanischen Ex-Regierungschef Shinzo Abe ist der Attentäter zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das zuständige Bezirksgericht in Nara folgte mit dem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft. Der heute 45 Jahre alte Yamagami war gleich nach dem Attentat vor laufenden Kameras überwältigt und festgenommen worden. Er hatte Japans am längsten amtierenden Ministerpräsidenten der Nachkriegszeit mit einer selbstgebauten Schusswaffe bei einer Wahlkampfrede in Nara auf offener Straße erschossen.  Er habe aus Hass auf die umstrittene Vereinigungskirche gehandelt, hatte Yamagami während seines aufsehenerregenden Gerichtsprozesses Medienberichten zufolge ausgesagt. Seine Mutter sei der religiösen Organisation verfallen und habe ihr hohe Summen gespendet, was die Familie zerrüttet und in den finanziellen Ruin getrieben habe. Abe sei für ihn zum Ziel geworden, weil er in dem erzkonservativen früheren Ministerpräsidenten die zentrale Figur in der Verbindung zwischen der Sekte und Japans Politik sah. Abes gewaltsamer Tod im Juli 2022 hatte weltweit für Entsetzen gesorgt. 

  • Show an Australiens Ostküste

    Dschungelcamp droht Hitzewelle – 36 Grad erwartet

    Murwillumbah (dpa) – Sanfter Auftakt, harte Prüfung: Nach einer kurzen wettermäßigen Schonfrist wird es für die Dschungelcamper an der australischen Ostküste schnell ernst. Wenn am Freitag die RTL-Show «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» in ihre 19. Staffel startet, erwarten die Teilnehmer zunächst Sonne und vereinzelte Schauer bei angenehmen Höchstwerten um 29 Grad, wie die australische Wetterbehörde mitteilte. Am Samstag soll es rund um Murwillumbah, in dessen Nähe die Sendung produziert wird, sogar noch etwas kühler werden. Dann jedoch zeigt der australische Sommer sein unerbittliches Gesicht. Bereits am Sonntag soll das Thermometer in der rund 850 Kilometer nordöstlich von Sydney gelegenen Region auf 34 Grad steigen, am Montag werden sogar tropische 36 Grad erwartet. Dabei wird den Prognosen zufolge die Sonne scheinen bei nur wenig Wolken.

  • Welthandel

    EU-Parlament stoppt Arbeit zu Umsetzung von Zolldeal mit USA

    Straßburg (dpa) - Das Europäische Parlament hat die Arbeiten zur Umsetzung des im vergangenen Jahr vereinbarten Zollabkommens zwischen den USA und der EU formell auf Eis gelegt. «Mit der Androhung von Extrazöllen im Zusammenhang mit Grönland hat der US-Präsident den Bogen endgültig überspannt», teilte der Vorsitzende des Handelsausschusses, Bernd Lange (SPD), in Straßburg mit. In den Handelsbeziehungen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten droht damit erneut eine Eskalation. Die jetzt gestoppten Arbeiten sollten eigentlich dazu führen, dass Industriegüter aus den USA künftig zollfrei in die EU eingeführt werden können. Zudem sollten sie einen verbesserten EU-Marktzugang von bestimmten Meeresfrüchten und Agrarprodukten ermöglichen.

  • Frankreich

    Macrons Sonnenbrille löst Hype um Luxusmodell aus

    Davos/Paris (dpa) - Mit seiner beim Weltwirtschaftsforum am Rednerpult getragenen Sonnenbrille hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sich zwar den Spott von US-Präsident Donald Trump eingehandelt. Viele Zeitungen aber hoben ein Foto von Macron mit Pilotenbrille - die er wegen einer Augenentzündung trug - auf die Titelseite. Und der kleine französische Hersteller der Luxusbrille kann sich vor Anfragen inzwischen kaum noch retten. Der Online-Shop der Marke Henry Jullien war zeitweise überhaupt nicht mehr erreichbar. «Unsere Freunde und Kunden haben angefangen, uns zu fragen, ob das unsere Brille ist, das macht uns wirklich stolz», sagte Stefano Fulchir, der Chef von iVision Tech, der italienischen Muttergesellschaft der Brillenmarke, dem Sender RTL. Hunderte an Mails und Anfragen seien bereits eingegangen. «Im Durchschnitt stellen wir jährlich 100 dieser Pacific-Modelle her, aber angesichts der großen Aufmerksamkeit, die sie erhalten, müssen wir dieses Jahr vielleicht 1.000 Stück produzieren. Wir haben bereits Kunden, die nach dem gleichen Modell fragen», sagte Fulchir. Auf Instagram wirbt die Marke Henry Jullien bereits mit einem Foto, das Macron in Davos mit der Brille zeigt, für das Modell zum Preis von 659 Euro.

  • Verkehr

    In Berlin, Essen und Hamburg fließt der Verkehr am zähesten

    München/Berlin (dpa) – In keiner anderen großen Stadt bremsten Staus den Verkehr im vergangenen Jahr so stark wie in Berlin. Das geht aus Zahlen des Verkehrsdatenspezialisten TomTom hervor. Betrachtet man den weiteren Stadtbereich, floss der Verkehr dort im Schnitt 40 Prozent langsamer, als er das bei freier Fahrt täte. Das zweithöchste Staulevel der 29 untersuchten Städte gibt es in Essen und Hamburg mit je 39 Prozent. Kassel und Karlsruhe am anderen Ende der Skala kommen dagegen nur auf 23 Prozent. In den allermeisten Städten stieg das Staulevel vergangenes Jahr an. In Berlin um ganze sieben Prozentpunkte, in Bremen sogar um neun. Die Hansestadt sprang damit auf Rang 6 im Ranking. Auch in Dresden und Leipzig verschlechterte sich die Situation mit Anstiegen um je sieben Punkte deutlich. Klar sinkende Werte gab es dagegen nur in zwei Städten: Kiel mit minus drei Prozentpunkten und Bochum mit minus fünf.

  • Konsumgewohnheiten

    Der Trend geht zu alkoholfrei

    Köln (dpa) – In Deutschland trinken immer weniger Menschen Alkohol. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov haben im vergangenen Jahr 68 Prozent alkoholische Getränke konsumiert. 2015 waren es noch 78 Prozent gewesen. Die Gründe für den Rückgang sind vielfältig. 38 Prozent der Befragten, die ihren Konsum in den vergangenen fünf Jahren reduziert oder ganz eingestellt haben, nennen als Hauptgrund, dass Alkohol grundsätzlich ungesund ist. 26 Prozent sagen, auch ohne Alkohol Spaß haben zu können. 25 Prozent verzichten aus konkreten gesundheitlichen Gründen wie Krankheit und 21 Prozent möchten häufiger nüchtern sein.

  • Erhalt von Arten

    Auch Zoos haben ein Problem mit Überalterung

    Zürich (dpa) – Nicht nur Gesellschaften, auch Zoos haben einer Studie zufolge Probleme mit Überalterung. Das gefährde die Erhaltung gefährdeter Arten, warnt das Team um Marcus Clauss von der Universität Zürich. Gezielte Tötungen seien nötig, um Platz für Jungtiere zu schaffen und so die weitere Fortpflanzung zu garantieren. «Wenn ich permanent neue Gehege bauen könnte, wäre diese Maßnahme vermutlich nicht nötig», sagte Clauss der Deutschen Presse-Agentur. «Aber wenn ich in einer Welt mit begrenzten Gehegeplätzen alle Tiere bis ins hohe Alter halte, habe ich keinen Platz für die nächste Generation.»

  • Video-Streaming

    Netflix will stärker bei Hochkant-Videos mitmischen

    Los Gatos (dpa) – Bei Netflix denkt man vor allem ans TV-Format – aber der Streaming-Marktführer will auch Hochkant-Videos auf dem Smartphone nicht komplett Rivalen wie Tiktok oder Instagram überlassen. Co-Chef Greg Peters verwies darauf, dass der Dienst bereits seit Monaten einen Feed mit Senkrecht-Clips aus seinen Filmen und Serien teste. In Zukunft könnten Ausschnitte aus Video-Podcasts dazukommen. Das Format solle Teil einer Erneuerung der Smartphone-App von Netflix in diesem Jahr werden. Der Vertikal-Feed soll Nutzern helfen, Netflix-Sendungen zu entdecken, die sie sich ansehen möchten. Aktuell werden Ausschnitte aus Netflix-Serien im Senkrecht-Format oft zum Beispiel bei Tiktok verbreitet – dem Dienst wäre aber lieber, wenn das auf seiner eigenen Plattform stattfinden würde.

  • Schwere Vorwürfe

    US-Schauspieler Busfield kommt aus Untersuchungshaft frei

    Albuquerque (dpa) – Der US-Schauspieler und Regisseur Timothy Busfield, der sich vorige Woche nach Vorwürfen des Kindesmissbrauchs der Polizei stellte, kommt aus der Untersuchungshaft frei. Ein Richter im US-Bundesstaat New Mexico entschied bei einer Anhörung, dass der 68-Jährige bis zum Beginn des Prozesses gegen ihn auf freiem Fuß bleiben könne. Die Staatsanwaltschaft hatte seinen Verbleib in Untersuchungshaft gefordert. Busfields Ehefrau, die US-Schauspielerin Melissa Gilbert («Unsere kleine Farm»), wohnte dem Gerichtstermin bei. Gegen Busfield lag ein Haftbefehl wegen Vorwürfen strafbarer sexueller Kontakte mit Minderjährigen und Kindesmissbrauchs vor. Zwar stellte er sich vergangene Woche der Polizei, zugleich wies er die Vorwürfe aber vehement zurück. Er werde diesen «schrecklichen» Lügen entgegentreten, sagte der aus TV-Serien wie «Die besten Jahre» und «The West Wing» bekannte Schauspieler in einer Video-Stellungnahme. Er habe sich nicht an kleinen Jungen vergangen und werde sich gegen die Vorwürfe wehren.

  • Weltwirtschaftsforum

    Palantir-Chef: KI wird Einwanderung unnötig machen

    Davos (dpa) – Künstliche Intelligenz wird nach Einschätzung des amerikanischen Software-Anbieters Palantir breit angelegte Einwanderung zur Stützung der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts westlicher Industrienationen unnötig machen. Es werde mehr als genug offene Jobs für Bürger eines Landes geben, «insbesondere solche mit einer Berufsausbildung», sagte Firmenchef Alex Karp beim Weltwirtschaftsforum in Davos. «Diese Trends machen es schwer vorstellbar, warum wir Einwanderung in großem Maßstab haben sollten», sagte Karp – außer wenn jemand sehr spezielle Fähigkeiten besitze. Im Westen gebe es das «unglückliche» Narrativ, dass Künstliche Intelligenz Menschen die Jobs wegnehmen werde.

  • Trumps Zölle

    Amazon-Chef: Zölle lassen US-Preise allmählich steigen

    Davos (dpa) – Die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trumps lässt Amazon-Chef Andy Jassy zufolge die Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten allmählich steigen. Der weltgrößte Online-Händler und die auf der Plattform aktiven Händler hätten im vergangenen Jahr zwar erhebliche Warenbestände aufgebaut, bevor die Zölle in Kraft traten, sagte Jassy dem TV-Sender CNBC beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Diese Reserven seien jedoch im Herbst ausgegangen. Damit «kriechen» die Zölle nun auch in die Preise einiger Waren, wie er es formulierte. Zugleich gingen einzelne Händler auf unterschiedliche Weise mit den Folgen der Zölle um, schränkte Jassy ein. Einige reichten sie in Form höherer Preise an die Verbraucher weiter, andere schluckten die Zusatzkosten selbst, um die Nachfrage nach ihren Produkten anzukurbeln.

  • Katastrophe im Urlaubsland

    Wieder Zugunglück in Spanien - Banges Warten auf Gewissheit

    Adamuz/Barcelona (dpa) - Nur gut zwei Tage nach dem verheerenden Zugunglück mit mindestens 43 Todesopfern im Süden Spaniens erschüttert ein neuer tödlicher Unfall das Land. In Katalonien stürzte am Dienstagabend eine Stützmauer nahe Gelida östlich von Barcelona während eines heftigen Sturms auf die Gleise und traf dabei einen Nahverkehrszug. Einer der Lokführer, ein 28-Jähriger, der noch in der Lernphase war, kam dabei ums Leben. 37 Passagiere wurden laut Rettungsdienst verletzt, 5 davon schwer. Erst am Sonntagabend waren im beliebten Urlaubsland beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge nahe der Ortschaft Adamuz in der Provinz Córdoba mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden. Nach amtlichen Angaben wurden zuletzt neun Verletzte auf Intensivstationen behandelt. Keiner von ihnen schwebt mehr in Lebensgefahr.

  • Angeschaut und ausprobiert

    Lenovos Thinkbook Rollable: Bildschirm wächst auf Knopfdruck

    Berlin (dpa/tmn) – «Bssssssss – aaaah, stark – irre!» So klingt es für gewöhnlich, wenn man Menschen zum ersten Mal das Thinkbook Plus G6 Rollable von Lenovo vorführt. Der Grund ist einfach: Drückt man einen Knopf oben rechts auf der Tastatur, fährt der Bildschirm mit einem leisen Surren nach oben. In knapp sieben Sekunden wächst der Bildschirm in die Höhe, gewinnt gut die Hälfte der ursprünglichen Fläche dazu. Verrückt, oder? Aber was haben die bei Lenovo sich eigentlich dabei gedacht? Kurz gesagt, löst das Thinkbook Rollable das klassische Notebookproblem. Genug Leistung ist da, aber der Platz auf dem Bildschirm reicht nicht. Also muss man ständig hin- und herschalten zwischen Browser, Mails oder Schreibprogramm. Das kostet Zeit und Nerven.

Weltwirtschaftsforum

Trump will Selenskyj treffen

Davos (dpa) - US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj im Schweizer Alpenort Davos treffen. Zunächst sprach er von einem Treffen noch am heutigen Mittwoch, korrigierte die Aussage später aber vor Journalisten und erklärte, das Treffen werde am Donnerstag stattfinden, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete.  Er glaube, dass der ukrainische Präsident einen Deal machen wolle, behauptete Trump in Davos, wo er am Weltwirtschaftsforum teilnahm. «Ich denke, ich kann sagen, dass wir einigermaßen nah dran sind.» Der Republikaner wiederholte seine Forderung, dass der seit fast vier Jahren andauernde Ukraine-Krieg enden müsse.