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    Kommentar: Die Farce von der Transparenz

    Die schlichte Wahrheit lautet vermutlich: Am liebsten wäre es der Landesregierung, KPMG würde in Demut zu der Causa Hahn schweigen. In der ersten Phase des Skandals schoben Staatskanzlei und Innenministerium das Gros der Schuld für den gescheiterten Verkaufsprozess auf ihre teuer bezahlten Berater. Das war nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig. In der zweiten Phase sucht man fieberhaft nach einer Lösung für den taumelnden Hunsrück-Airport. Das ist schwer genug. Da kann man kein Störfeuer von KPMG brauchen – und sei es noch so berechtigt.

    Dietmar Brück kommentiert.
    Dietmar Brück kommentiert.
    Foto: Jens Weber

    Dietmar Brück zu KPMG und dem Gebot der Geheimhaltung

    Das Land will keine Transparenz, sondern einfach nur Ruhe. Im Innenministerium und in der Staatskanzlei wird man wissen, dass KPMG noch Pfeile im Köcher hat. Damit sie diese nicht auf die Sehne legen kann, bleibt es bei der Verschwiegenheitspflicht. Alle anderen Argumente dürften vorgeschoben sein. Als würde KPMG über etwas reden wollen, das den Verkaufsprozess gefährdet? Für dessen Erfolg ist das Beratungsunternehmen doch selber mitverantwortlich.

    Das Markenzeichen Transparenz ist zur Farce geworden. Es gilt nur, wo es der Landesregierung nützt. Daran konnte wohl auch die FDP nichts ändern. Nur ihr Ehrenvorsitzender Rainer Brüderle prangert den Maulkorb offen an – als Vorstandschef des Steuerzahlerbundes.

    E-Mail an: Dietmar.Brueck@rhein-zeitung.net

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