Archivierter Artikel vom 11.09.2012, 07:57 Uhr
Nieder-Olm

Fleißig Hand angelegt: DRK hat jetzt Platz für alle Einsatzfahrzeuge

Mit der Professionalisierung des Rettungsdienstes und dem Auszug der Rettungswache hat sich der Ortsverein Nieder-Olm des Deutschen Roten Kreuzes auf den Sanitätsdienst verlegt. Da brauchte es für die Fahrzeuge eine Unterkunft.

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Die neue Wagenhalle des Nieder-Olmer Roten Kreuzes ist im Rohbau fertiggestellt. Foto: Bernd Eßling
Die neue Wagenhalle des Nieder-Olmer Roten Kreuzes ist im Rohbau fertiggestellt.
Foto: Bernd Eßling

Nieder-Olm – Mit der Professionalisierung des Rettungsdienstes und dem Auszug der Rettungswache hat sich der Ortsverein Nieder-Olm des Deutschen Roten Kreuzes mit seinen mehr als 1000 Mitgliedern, 60 Aktiven und einem regen Jugendrotkreuz auf den Sanitätsdienst verlegt und hält zudem das Equipment für den Katastrophenfall vor.

Da brauchte es für die Fahrzeuge eine Unterkunft. Der Entschluss zum Bau einer neuen Wagenhalle am Strandort in der Alfred-Delp-Straße war schnell gefasst und in wenigen Monaten umgesetzt. Nur Türen, Tore und ein Verputz fehlen noch. Jetzt konnte Richtfest gefeiert werden.

Vor allem auf den „GW San“, den Lkw mit Notfallequipment, den der Bund dem Verein zur Verfügung gestellt hat, ist die Fahrzeughalle in den Maßen ausgerichtet. Er enthält die komplette Ausstattung für einen Behandlungsplatz mit 20 Patienten. Für Krankentransportfahrzeuge und den Mannschaftstransportwagen ist noch Raum in der Riesengarage und auch in der alten umgebauten Wagenhalle auf den anderen Seite des Geländes.

Vorsitzender Ralph Albrecht sagte: „Wenn wir fertig sind, was ich hoffentlich noch erlebe, haben wir 100 000 Euro ausgegeben.“ Die stemmt der Ortsverein aus eigener Kasse – mit Mühe. „Wir können immer nur nach und nach weiterarbeiten.“

Irgendwo zwischen Katastrophenschutz und dem täglichen Wahnsinn der Rettungsdienste lägen die Aufgaben der Ehrenamtler, so Albrecht weiter. Dazu gehören die Bereitschaft mit der Planung und Durchführung von Sanitätsdiensten, Altkleidersammlungen, Ausbildung der Helfer, Einsätze mit der Feuerwehr und die Mitarbeit in der Schnelleinsatzeinheit des Kreises Mainz-Bingen. Die Verpflegung von Betroffenen und Einsatzkräften und der Arbeitskreis Notfallnachsorge sind ebenfalls Bestandteil der Arbeit.

„Wir können froh sein, dass wir eine so gut funktionierende Bereitschaft haben“, sagte Albrecht noch. Er appelliere an die Politik, das Ehrenamt nach Möglichkeiten zu unterstützen und nichts zu tun, was es weiter einschränke. Der Verein habe auch soziale Funktion: „Hier lernt man nicht nur zu helfen, sondern auch soziale Kompetenz, man lernt, Staatsbürger zu sein. Immer mehr bürokratische Hindernisse würden den Ehrenamtlichen in den Weg gelegt. Dabei sei klar: “Ohne das Ehrenamt geht es nicht." Helene Braun