Archivierter Artikel vom 20.12.2011, 07:00 Uhr

Der Diktator als Witzfigur

Kim Jong Il war in Nordkorea gefürchtet – doch die Propagandafotos des verstorbenen Machthabers gelten im Internet als Lacher. Zu sehen: Kim, wie er Dinge anschaut, ob Maschinen, Computer, Büstenhalter, Würstchen, Kaugummmi oder Reis. Meist trägt er dabei eine graue Jacke mit fliederfarbenem Revers, fast immer eine riesige Sonnenbrille, dazu nicht selten eine Pelzmütze.

Kim Jong Il war in Nordkorea gefürchtet – doch die Propagandafotos des verstorbenen Machthabers gelten im Internet als Lacher. Zu sehen: Kim, wie er Dinge anschaut, ob Maschinen, Computer, Büstenhalter, Würstchen, Kaugummmi oder Reis. Meist trägt er dabei eine graue Jacke mit fliederfarbenem Revers, fast immer eine riesige Sonnenbrille, dazu nicht selten eine Pelzmütze.

Die Bilder stammen aus staatlichen Quellen und sollen offenbar dokumentieren, was im bettelarmen Nordkorea alles hergestellt wird. Im Netz haben sie sich zu einem „Mem“ entwickelt, einem Witz, der sich von selbst weiterverbreitet. Als Ursprung gilt der Blog „kim jong il looking at things“, der seit Oktober 2010 online ist. Danach haben sich zahlreiche Blogs und Medien über die Bilder amüsiert. Auch im Netz tritt Kim Jong Un die Nachfolge seines Vaters an. Wenige Stunden, nachdem der Tod des „geliebten Führers“ im Westen die Runde machte, waren bereits zwei Blogs „zu Ehren“ des Erben online, beide mit dem Titel „kim jong un looking at things“.