• Herzkammer der IT

    So kämpft VG Kirchen mit Preisexplosion auf Weltmarkt

    Was haben die Anschaffung eines neuen Verwaltungsservers in Kirchen und der Kauf Ihres nächsten Smartphones gemeinsam? Beide sind Opfer eines globalen „Hardware-Schockers“ geworden. Der Notstand auf dem internationalen Markt für Arbeitsspeicher hat die Preise explodieren lassen – mit Folgen für die IT-Systeme der Kirchener Verbandsgemeindeverwaltung und letztlich für den Steuerzahler. Er spürt die Preisentwicklung für Hardware im Portemonnaie damit nicht nur bei der Anschaffung neuer Notebooks oder Spielekonsolen. Selten habe er eine so abenteuerliche Marktsituation wie in diesem Bereich beobachtet, kommentiert der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Andreas Hundhausen, in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses des VG-Rats. Doch warum musste sich das kommunalpolitische Gremium mit weltumspannenden Entwicklungen in der IT-Branche beschäftigen? Im Zentrum der Debatte steht ein Bericht von dem Leiter des Fachgebiets Informationstechnik der VG Kirchen. Marcus Feist verdeutlicht darin den Ausschussmitgliedern anhand konkreter Zahlen, warum die IT-Planung derzeit einer Lotterie gleicht. So berichtet der Verwaltungsmitarbeiter, dass ein Terabyte Arbeitsspeicher (RAM) im Dezember 2025 noch rund 12.000 Euro netto kostete. Nur einen Monat später war bei demselben Anbieter lediglich noch die Hälfte der Kapazität verfügbar – und das zum doppelten Preis. Laut Feist war die Beschaffung eines neuen Backup-Servers ein regelrechter Kraftakt: „Der Arbeitsspeicher war nicht mehr in der gewünschten Konfiguration lieferbar, was durch die doppelte Anzahl kleinerer Module ersetzt werden konnte.“ Selbst bei den Prozessoren musste die Verwaltung Abstriche machen und aus einer stark eingeschränkten Liste ein deutlich schwächeres Modell wählen, da die gewünschte Technik schlicht nicht mehr im Angebot war.

  • Kabarett am Gelbach

    Blözinger läutet letzte Runde der Kleinkunstbühne ein

    Großes Kino, keine Leinwand, zwei Stühle und zweimal rund 150 Zuschauer im abgedunkelten Saal. Das hat die Kleinkunstbühne Mons Tabor am Wochenende gleich doppelt in Szene gesetzt. „Kabarett am Gelbach“ heißt das Kulturformat, das die Veranstalter mit Uli Schmidt an der Spitze seit einem Jahrzehnt auf die Beine, sprich auf die Bühne der Gelbachhalle gestellt haben. Apropos Bühne. Puristischer kann eine Szenerie kaum sein: Zwei Stühle, eine schwarze Rückwand, sanft illuminiert, darauf zwei österreichische Schauspieler und Kabarettisten, die als Duo Blözinger sozusagen das Kopfkino-Kabarett erfunden haben. Doch zunächst zur Kleinkunstbühne Mons Tabor: Für die läuteten am Samstag und Sonntag die Abschiedsglocken. Die werden zwar das ganze Jahr immer wieder mal klingeln, denn das Jahresprogramm der Kleinkunstbühne steht bis in den November. Doch die Kleinkunstbühne, die fast vier Jahrzehnte die Kultur in der Region – wie wohl keine andere kulturelle Institution weit und breit – geprägt hat, wird definitiv am Jahresende aufgelöst. Zumindest der Verein, das hat Uli Schmidt bei der Begrüßung der Gäste am Sonntagabend definitiv erklärt.

  • Vier Personen leicht verletzt

    B260 bei Bad Ems nach Unfall stundenlang voll gesperrt

    Zu einem Verkehrsunfall im Begegnungsverkehr ist es am Montagnachmittag gegen 15.40 Uhr in der Lahnstraße in Bad Ems gekommen. Das teilte die Polizeidirektion Montabaur in einer Pressemeldung mit. Der Unfallverursacher fuhr auf der B260 aus Dausenau kommend in Richtung Lahnstein und geriet aus ungeklärter Ursache im Verlauf einer Rechtskurve in den Gegenverkehr. Dabei kollidierte er mit zwei entgegenkommenden Fahrzeugen. Der Unfallverursacher war für kurze Zeit im Fahrzeug eingeschlossen. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Ems konnte ihn jedoch schnell aus dem Auto befreien. Insgesamt wurden bei dem Unfall vier Personen leicht verletzt. Für weitere Untersuchungen wurden sie in ein Krankenhaus gebracht. An den drei beteiligten Fahrzeugen entstand ein Sachschaden, zwei der Autos waren nicht mehr fahrbereit. Während der Unfall aufgenommen wurde, musste die B260 für rund eineinhalb Stunden voll gesperrt werden.

  • Sicherheit und Ordnung 

    Wie ein Gemüsestand in Betzdorf die Gemüter spaltet

    Nur wenige Tage nachdem Stadtbürgermeister Johannes Behner (CDU) deutliche Worte fand über Sicherheitsmängel und Probleme mit „arabischen Jugendgruppen“ in der Betzdorfer Innenstadt, sorgt nun ein Facebook-Beitrag des Kommunalpolitikers, der auch Landtagskandidat seiner Partei ist, für eine kontroverse Diskussion auf Facebook. Dort hatte Behner am Sonntagmittag Fotos eines chaotisch hinterlassenen Gemüsestand hochgeladen und den Betreiber, der schon mehrfach auf „diese Missstände“ hingewiesen worden sei, an den Pranger gestellt. Wieder wird Behner deutlich, wenngleich er keine Nationalitäten nennt: „Und dann fragen wir uns ernsthaft, warum unsere Innenstadt immer weiter verwahrlost und sich die Menschen nicht mehr wohl fühlen?!“ Er freue sich über jeden Einzelhändler und jede neue Idee für die Stadt, aber auf solche Zustände und Betreiber könne er gerne verzichten. Innerhalb weniger Stunden sammelte der öffentliche Post 109 Gefällt-mir-Angaben und provozierte 68 Kommentare. Während viele Bürger den „Klartext“ des Stadtbürgermeisters feiern, werfen ihm andere eine öffentliche Bloßstellung von Einzelhändlern vor.

  • Ladies Talk Ransbach-Baumbach

    Stagniert die Entwicklung der Gleichberechtigung?

    Zum Ladies Talk – Frauen im Gespräch über Gleichberechtigung und Haltung – hatte SPD-Landtagskandidatin Caroline Albert-Woll nach Ransbach-Baumbach eingeladen. Eintritt nur für Frauen war das Credo. Als Gesprächspartnerin eingeladen war Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz außer Dienst. Der Schlondes, alte Möbelmanufaktur und Ausstellungsraum des Ateliers von Künstlerin Susanne Boerner, bot an dem besonderen Abend einen ebenso originellen wie auch urigen Rahmen und war auch rasch von über 60 interessierten Frauen und regen Unterhaltungen erfüllt. Durch den Talk führte Beate Ullwer, die ihre fast 25-jährige Berufserfahrung als Gleichstellungsbeauftragte des Westerwaldkreises mit in die Moderation einbrachte. Im Mittelpunkt des Abends standen Fragen rund um Gleichberechtigung und Feminismus heute: Wofür stehen sie, welche Herausforderungen bestehen weiterhin – und wie können Frauen ihren Weg selbstbewusst und mutig gehen.

  • Ein Jahr nach seinem Tod

    Wie „Tortys“ Geist in der Koblenzer Politik weiterlebt

    Bis zuletzt machte sich Torsten Schupp Gedanken um die Zukunft seiner Heimatstadt und, damit eng verbunden, um den weiteren Weg „seiner“ Wählergruppe Schängel (WGS). „Torty hat viele Weichen gestellt“, sagt Manfred Diehl, „da ist bis zuletzt Einiges besprochen worden.“ Anna Maria Plato erinnert sich ebenfalls an jene letzten Tage Ende Januar im Marienhof. „Es ging zu wie in einem Taubenschlag“, sagt sie. „Viele Menschen wollten Torsten besuchen, mit ihm sprechen. Ihn noch einmal sehen.“ Doch für sein politisches Vermächtnis habe er sich noch Zeit genommen, ergänzt sie. Zuletzt wurde er gar noch WGS-Ehrenvorsitzender. Doch die Zeit verrann zum Schluss immer schneller, bis die Kraft vollends fehlte. Genau ein Jahr ist es nun her, dass Torsten „Torty“ Schupp an den Folgen seines Krebsleidens starb. Koblenz verlor mit ihm am 3. Februar 2025 einen streitsamen und doch beliebten Lokalpolitiker, einen, der viele Menschen in seiner Stadt kannte und sie fast alle duzte, ein waschechtes Schängelchen im besten Sinne. „Manchmal dachte ich, die Kommunalpolitik wäre sein Hauptberuf, und nachts legte er eben noch auf“, sagt Plato heute über Torty, der sein Geld als DJ verdiente.

  • Feuerwehreinsatz in Brücken

    Rauchentwicklung aus dem Heizungskeller

    Bei einem Kellerbrand in Brücken musste ein Haus im Keltenweg am Sonntagabend evakuiert werden. Um 21 Uhr alarmierte die Leitstelle Trier die Wehren aus dem Ausrückebereichen 6, 7 und 1 (Ellweiler, Achtelsbach, Brücken, Abentheuer, Börfink und Birkenfeld). In den Dörfern gingen die Sirenen los, die Wehrleute wurden zusätzlich über die Piepser alarmiert. Die Wehr aus Brücken traf natürlich als erste ein. Ein Trupp unter Atemschutz erkundete die Lage, der Rest der Mannschaft stellte die Wasserversorgung her. Schnell wurde klar, dass die Ursache der Rauchentwicklung von der Pelletheizung ausging. Nach einer Verpuffung der Heizung stand der Keller komplett unter Rauch, sodass man zunächst von einem Brand ausgehen musste.

  • Stimmung im Bürgersaal

    In Berglangenbach wird die Dorfhymne gefeiert

    Die kleine, aber fein herausgeputzte Saalfastnacht war eine gemütliche und kurzweilige Sitzung, die ganz traditionell von Bläsern des Musikvereins Bleibtreu, der in 2026 100 Jahre alt wird, begleitet wurde. Sie spielten mit ihren Instrumenten den Narrhallamarsch jeweils zum Ein- und Ausmarsch der Programmteilnehmer. Pünktlich um 20.11 Uhr ging es los, und wie immer stürmte Obernarr Kurt Jenet gemeinsam mit der neu gestalteten Gruppe von acht Gardemädchen die Bühne. Die Jugendgruppe präsentierte gekonnt zum Titel „Bella Napoli“ ihren Gardetanz. Auf der Bühne standen Amina Römer, Aimee Kliemas, Lilly Meier, Lotta Nied, Ella Müller, Lenja Bach und Emma Nied.

  • Keine Lösung in Sicht

    Wie geht es mit K7 und K5 in der VG Birkenfeld weiter?

    Bei dem rund 5 Millionen teuren Neubau einer Umgehungsstraße der K5, K5 neu genannt, um die Ortsgemeinde Ellenberg gibt es weiterhin keine Fortschritte. „Am bisherigen Planungsstand für die K5 neu hat sich nichts geändert“, teilt die Birkenfelder Kreisverwaltung mit. Dabei hatte der Landrat des Kreises Birkenfeld Miroslaw Kowalski (CDU) während seiner Kreisbereisung im vergangenen Sommer in den betroffenen Gemeinden Ellenberg, Gollenberg und der Stadt Birkenfeld angekündigt, dass noch im Jahr 2025 ein Vorschlag zum weiteren Vorgehen erarbeitet und dem Kreistag zur Entscheidung vorgelegt werden solle. Die „K5 neu“ genannte Umgehung sollte nach der ursprünglichen Planung, die bereits seit Jahren vorliegt, zwischen Ellenberg und Birkenfeld von der B269 abzweigen und über eine Wiese zum Steinbruch der Basalt-Actien-Gesellschaft (BAG) bei Ellenberg führen. Damit sollte die Ellenberger Dorfstraße, über die die K5 aktuell geleitet wird, entlastet werden. Anschließend, so sah es der Plan vor, sollte die K5 hinter dem Steinbruch Ellenberg bis zum Anschluss an die K7 bei Gollenberg verbreitert werden. Das Problem: Rechtlich besteht kein Anspruch auf beide Kreisstraßen, K5 und K7, wenn die K5 neu realisiert wird. Denn Kreisstraßen müssen zu Gemeindestraßen abgestuft werden, wenn sie ihre Funktion als überörtliche Verbindungsstraße verlieren und überwiegend dem innerörtlichen Verkehr oder nur noch der Erschließung von Ortsteilen dienen. Das heißt, bei einer Umsetzung der K5 neu müsste wohl die K7 zwischen Gollenberg und Birkenfeld zur Gemeindestraße abgestuft werden. Auch eine Abstufung der K5 wäre zumindest rechtlich möglich. Ebenfalls ist der Rückbau der K7 eine Möglichkeit.

  • Männer nun doch verurteilt

    Kupfer im Wert von 25.000 Euro im Kirner Land gestohlen

    In zweiter Instanz verurteilte das Landgericht Bad Kreuznach zwei 50 und 24 Jahre alte Angeklagte aus dem Kreis Südliche Weinstraße, weil sie im Juli 2022 zweimal in einen Metallbetrieb im Kirner Land eingebrochen waren. Damit sind der Freispruch, den der 50-Jährige, und der Teilfreispruch, den der 24-Jährige im ersten Verfahren vor dem Amtsgericht Bad Kreuznach erzielten, zumindest vorläufig vom Tisch. Die Angeklagten haben noch die Möglichkeit, Rechtsmittel einzulegen. In der Nacht zum 1. Juli 2022 verschwand Kupfer im Wert von etwa 25.000 Euro aus der Firma. Schon vier Tage später gab es einen weiteren Einbruchsversuch nach dem gleichen Muster. Gefasst wurden dabei aber zwei 24-Jährige, die beim Eintreffen der Polizei die Flucht ergriffen. Eine Verbindung zu dem 50-jährigen Angeklagten ergab sich unter anderem durch einen Pkw-Transporter, der in der Nähe des Tatorts sichergestellt wurde. Das Fahrzeug, mit dem er Altmetall sammelte, war auf ihn zugelassen. Von den Einbrüchen gab es Aufzeichnungen der Überwachungskamera, die drei tatverdächtige Personen zeigten.

  • Haushalt für das Jahr 2026

    Linz schreibt endlich wieder schwarze Zahlen

    Linz. Der Haushalt der Stadt Linz für 2026 kann sich sehen lassen. Der Etat weist ein Plus von mehr als 300.000 Euro auf. „Wir planen mit Steuereinnahmen von gut 7 Millionen Euro. Allerdings gleicht die Schätzung der künftigen Steuereinnahmen einem Blick in die Glaskugel“, erläuterte Stadtbürgermeister Helmut Muthers in seiner Haushaltsrede. Dennoch stimmten vier von sechs Mitgliedern der FWG/FDP gegen das Zahlenwerk. Ralf Kirschbaum (FWG) begründete das Veto damit, dass der Rat dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt ist und sich gegen die Einführung differenzierter Hebesätze bei Grundsteuer B ausgesprochen habe. Seiner Ansicht nach eine Entscheidung zum Nachteil der Bürger. Die übrigen Fraktionen gaben dem Haushalt grünes Licht.

  • Drei angezündete Transporter

    Polizei sucht weiterhin Zeugen des Brandanschlags 

    Auf dem umzäunten Gelände der Firma Thales im Koblenzer Industriegebiet kam es vergangene Woche, am Dienstagmorgen, zu einem Brandanschlag: Drei Transporter wurden angezündet. Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen. „ Der oder die Täter konnten vor Eintreffen von Polizei und Feuerwehr unerkannt fliehen. An den drei Firmenfahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden“, heißt es in der jüngsten Pressemitteilung zu diesem Fall. „ Die Polizei sucht nach Zeugen, welche die Tat, verdächtige Personen oder verdächtige Fahrzeuge im Bereich des Tatorts gesehen haben oder weitere sachdienliche Angaben machen können.“  Hinweise nimmt das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz unter der Telefonnummer 06131/6565517 entgegen. Besondere Brisanz bekommt der Fall dadurch: Bei der Firma handelt es sich um die Rüstungsfirma Thales. Im Internet tauchte kurz nach der Brandstiftung ein Bekennerschreiben auf, mutmaßlich verfasst von Linksextremisten. Dies bestätigt Oberstaatsanwalt Christopher do Paço Quesado auf Anfrage unserer Zeitung. Das Bekennerschreiben ist den Ermittlern bekannt und wird derzeit auf seine Echtheit geprüft.

  • Kirchen und Hachenburg genug? 

    FDP stellt eine Regioklinik in Altenkirchen infrage

    Rund um die Kreisstadt wird der Ruf nach einem Mehr an medizinischen Leistungen lauter. Ist eine Regioklinik, also nach der theoretischen Definition aus dem Mainzer Gesundheitsministerium eine Verzahnung von ambulantem, stationärem und pflegerischem Angebot, der Stein der Weisen? „Nein“, sagt die FDP im AK-Land und verweist auf eine geänderte Faktenlage, nachdem die Krankenhäuser in Kirchen und Hachenburg von neuen Trägern übernommen wurden und vor millionenschweren Investitionen stehen. „Die Diskussion über eine Regioklinik zum jetzigen Zeitpunkt enthält von allen Seiten viel Wahlkampfgetöse“, so Klaus Kohlhas, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion, im Gespräch mit unserer Zeitung. „Jetzt werden Hachenburg und Kirchen jeweils solitär mit unterschiedlichen Trägern weiterentwickelt. Sowohl in Hachenburg (plus 50 Betten) als auch in Kirchen (plus 70 bis 100 Betten) wird viel Steuergeld in die Hand genommen“, argumentiert der Mediziner. Für ihn stelle sich deshalb die Frage: „Wofür dann noch eine Regioklinik?“

  • Diakonie legt Berufung ein

    Hilfe für Heilig Geist Boppard: Gericht weist Klage ab

    Die Klage der Stiftung Kreuznacher Diakonie gegen den Rhein-Hunsrück-Kreis hatte am Verwaltungsgericht Koblenz keinen Erfolg. Das Gericht wies die Klage als unzulässig zurück. Die Diakonie hat Berufung beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz eingelegt. Das Verwaltungsgericht Koblenz berichtet nun in einer Pressemitteilung über die Entscheidung, der eine mündliche Verhandlung Anfang Dezember vorausging. Der Rhein-Hunsrück-Kreis betraute von Juli 2024 bis Ende 2025 das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GKM) mit dem Betrieb des Heilig Geist Krankenhauses in Boppard und sicherte im Gegenzug die Übernahme der Defizite bis zu einer maximalen Höhe von 2,025 Millionen Euro in diesem Zeitraum. Das GKM als Träger des Bopparder Krankenhauses hatte zuvor beabsichtigt, das Haus wegen des defizitären Betriebs zu schließen, wie das Gericht die Vorgeschichte kurz zusammenfasst.

  • Obergeschoss der Gaststätte

    Saal im Niederelberter Dorfbrunnen erhält neuen Boden

    Die Ortsgemeinde Niederelbert lässt den Boden im Saal des Dorfbrunnens erneuern, damit dieser künftig wieder für Veranstaltungen genutzt werden kann. Das hat der Ortsgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Ortsbürgermeisterin Carmen Diedenhoven kann nun den entsprechenden Auftrag in Höhe von circa 11.000 Euro vergeben. Die um das Jahr 1910 erbaute Dorfkneipe befindet sich seit 2017 im Eigentum der Ortsgemeinde. Sie verfügt über eine Gesamtnutzfläche von etwa 520 Quadratmetern. Im Jahr 2020 investierte die Gemeinde etwa 70.000 Euro in die Sanierung der Gasträume im Erdgeschoss. Die vorübergehende Schließung des Gasthauses nutzte die Kommune nun, um die Statik des Saalbodens zu untersuchen, da dieser sich inzwischen durchbiegt. Zudem wurde von Schwingungen berichtet.

  • Seismograf schlägt aus

    Und wieder bebt die Erde bei Mörsdorf – und das zweimal

    Die Mörsdorfer sind es mittlerweile gewohnt, wenn die Erde bebt. Wie das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz am Montag auf seiner Internetseite bekannt gibt, hat die Erde innerhalb von nicht einmal 27 Sekunden am Sonntagmorgen, 1. Februar, zweimal gebebt. Das erste Beben mit einer Magnitude von 1,0 in neun Kilometer Tiefe wurde dabei um 6.06 Uhr verzeichnet. Das zweite folgte innerhalb von 27 Sekunden und hatte eine Magnitude von 1,1. Das zweite Beben hatte ebenfalls tektonische Ursachen und hatte seinen Ursprung in neun Kilometern Tiefe.

  • Weitere Gemeinden betroffen

    Serie von Autodurchsuchungen im Rhein-Hunsrück-Kreis

    In sozialen Netzwerken kursieren derzeit Videos, die tatsächliche Durchsuchungen von Autos im Vorderhunsrück zeigen. Das bestätigte die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung. Zuvor hatten sich Autobesitzer aus Bickenbach, Emmelshausen und Beltheim bei den örtlichen Polizeistellen gemeldet und entsprechende Taten angezeigt. Auch in den sozialen Medien meldeten sich immer mehr Menschen aus dem Hunsrück, die ähnliche Vorfälle festgestellt hatten. In der Facebook-Gruppe „Spotted Kirchberg Hunsrück“ berichten Nutzer, dass Autodurchsuchungen bereits seit mehreren Wochen auftreten sollen. Dies betreffe nach aktuellem Stand mehrere Gemeinden, mit dabei Peterswald, Laufersweiler, Ney, Ohlweiler, Reisweiler, Sulzbach und Sohren. In den Kommentaren melden sich zudem Betroffene aus Kirchberg, Gödenroth, Keidelheim, Niedersohren und Weiden. Aus einigen Orten gebe es Videos, die die Tat aufzeichnen.

  • Bahnhofstraße wieder frei

    Einsatz wegen Gasgeruch in der Koblenzer Vorstadt

    Die Koblenzer Bahnhofstraße war am Montagnachmittag zwischen Roonstraße und Rizzastraße für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt. Grund war ein Feuerwehreinsatz, weil Gasgeruch auf Höhe der Hausnummern 24–26 gemeldet wurde. Dies erklärte eine Sprecherin der Berufsfeuerwehr Koblenz auf Nachfrage unserer Redaktion. Feuerwehr und Polizei waren am Ort. Ein Rettungswagen hielt sich für alle Fälle bereit. Auch der Gasnetzbetreiber ENM war am Ort, um den Gasanschluss zu überprüfen. Wie ein Sprecher am späten Nachmittag auf Anfrage unserer Redaktion berichtet, wurden aber weder Gasgeruch noch Gasaustritt festgestellt. „Es handelte sich wohl um einen Fehlalarm.“

  • Von Netflixserie bis Musikclip

    Was und wo im Kreis Neuwied schon gedreht wurde

    Ein Teil von Leutesdorf ist im Sommer 2021 filmreif. Gedreht wird dort für die ARD-Miniserie „Bonn – alte Freunde, neue Feinde“. In diesem politischen Thriller geht es um rivalisierende Geheimdienste, Seilschaften im immer noch aktiven Nazi-Milieu und eine junge Frau, die sich ihren Platz in einer von Männern dominierten Welt erkämpft. An historischen Originalschauplätzen und originalgetreu ausgestatteten Sets wird der Zeitgeist der 50er-Jahre wieder lebendig. Zentrale Location war in Leutesdorf das historische Wirtshaus Leyscher Hof, der für die Dreharbeiten auch an zwei Tagen geschlossen wurde. Mit dabei waren damals auch Mitglieder des Musikvereins Blau-Weiß Leutesdorf, die kostümiert die Gäste einer Karnevalsfeier mimten.

  • Zukunftsatlas vorgestellt

    Keine ermutigenden Zahlen für den Landkreis Birkenfeld

    Deutschlands Wirtschaft steckt in der Krise, vor allem die Automobilzulieferer geraten immer mehr unter Druck. Das sind keine guten wirtschaftlichen Vorzeichen für den abgelegenen Nationalparklandkreis Birkenfeld, wo bereits die ersten Unternehmen ihre Pforten schlossen. Weil aber gleichzeitig noch immer Facharbeitermangel herrscht, konnten viele Arbeitnehmer, die jetzt ihren Job verloren haben, schnell wieder untergebracht werden – unter anderem dank der von der Wirtschaftsförderung des Kreises initiierten Jobbörse in Birkenfeld. Wie lange der Effekt anhalten wird und ob weitere Schließungen drohen, weiß derzeit niemand zu sagen. Sicher ist: Es müssen neue, attraktive Jobs her. Aber woher soll man die nehmen? Einen Anhaltspunkt dazu, wo der Landkreis aktuell steht und wo es hingehen könnte, liefert jedes Jahr der sogenannte „Zukunftsatlas“ des Analyse- und Beratungsunternehmens Prognos, den die IHK seit vielen Jahren erstellen lässt. Die aktuelle Ausgabe wurde jetzt beim „Zukunftsforum“ im Klosterhotel Marienhöh vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Banken vorgestellt. Das Zahlenwerk, das die Prognos-Mitarbeiterin Dr. Anna Heugel präsentierte, hat wie jedes Jahr damit zu kämpfen, dass es auf teils veralteten Zahlen der Statistischen Landes- und Bundesämter fußt und die genaue Gewichtung der Analyse von 31 Teilbereichen nur unpräzise kommuniziert.

  • Frühere Waldgruppe aufgelöst

    Umbau der Kita Kördorf bald abgeschlossen?

    Besucher der Ausschuss- und Ratssitzungen der Verbandsgemeinde (VG) Aar-Einrich im vergangenen Frühjahr und Sommer hatten es mitbekommen – der Umbau der Kita Kördorf nahm damals Fahrt auf. Denn die Aufträge für gleich mehrere Gewerke, wie zum Beispiel Fliesen- und Plattenarbeiten, wurden in dem Zeitraum vergeben. Und noch wird gebaut, jedoch scheint das Vorhaben nun offenbar in die Schlussgerade einzubiegen. „Die Baumaßnahme wurde mit dem ersten Bauabschnitt (Bestandsgebäude) im August 2024 begonnen“, blickt der Leiter der Bauabteilung der VG, Markus Würmlin, auf die Anfänge zurück. „Der zweite Bauabschnitt mit dem neuen Anbau startete im Januar 2025 und wird im ersten Quartal 2026 abgeschlossen sein“, so die Vorhersage. Eine Verzögerung gibt es aber auch: „Der Einbau des geplanten Aufzugs erfolgt bis Mitte 2026“, ergänzt Würmlin noch. „Denn hierfür wird ein weiteres Förderprogramm genutzt.“ Die Kosten liegen bei rund 1,5 Millionen Euro. Gefördert wird die Maßnahme durch das Land Rheinland-Pfalz mit 150.000 Euro und vom Rhein-Lahn-Kreis mit 262.400 Euro. Was aber wird nun gebaut?

  • 40 Jahre Villa Musica

    Villa Musica: Von Nachwuchsförderung bis Weltelite

    In diesen Tagen gibt es im kulturellen Leben des Landes einiges zu feiern – wer den Eindruck hat, dass sich die Anlässe ein wenig ballen, liegt nicht ganz falsch. Das könnte auch mit den näher rückenden Wahlen zu tun haben: Die amtierende Landesregierung nutzt Gelegenheiten, um erfolgreiche kulturpolitische Projekte sichtbar zu machen. In dieses Bild fügt sich der festliche Auftakt zum 40-jährigen Bestehen der Landesstiftung Villa Musica ein, der bereits jetzt im Mainzer Landesmuseum begangen wurde, obwohl die eigentliche Gründung erst im November 1986 erfolgt ist. Das unrunde Jubiläum lässt sich dennoch gut ein ganzes Jahr lang feiern – zumal die Gründung der Stiftung noch in die Zeit einer CDU-geführten Landesregierung fiel und heute Kommunen aller politischen Couleur von der regen Konzerttätigkeit der Villa Musica profitieren. Ihre Strahlkraft reicht über Parteigrenzen hinaus – wie es Kunst und Kultur ohnehin gut zu Gesicht steht.

  • Karneval in Koblenz

    Narrenzunft Gelb-Rot lässt die Rhein-Mosel-Halle beben

    Fest in gelb-roter Narrenhand war am Sonntagabend die Rhein-Mosel-Halle. Kein Wunder, schließlich beging die Narrenzunft Gelb-Rot ihren ersten großen Sessionshöhepunkt: die eigene Sitzung in der Rhein-Mosel-Halle. Für die gut fünfstündige Show setzten die Narren auf eine bunte Mischung aus karnevalistischen Eigengewächsen und eigens engagierten Künstlern, zu denen teilweise langjährige närrische Bande bestehen. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass die Gelb-Roten es mit Bravour schaffen, ihre Wurzeln als ehemaliger Postverein zu pflegen und zugleich ein mitreißendes Programm auf höchstem Niveau zusammenzustellen. Ausgesprochen gut tut es dem Sitzungsprogramm auch, dass die Narrenzunft sich traut, im Karneval politisch zu sei n. Doch der Reihe nach. Noch vor dem offiziellen Auftakt zeigten die KK-Funken Rot-Weiß ihr Können und brachten den Saal so in Stimmung. Pünktlich um 16:11 Uhr startete dann das reguläre Programm, schmissig moderiert von Sitzungspräsident Edgar Friedrich. Ein gelb-rotes Meer von Uniformen, Narrenkappen und Fahnen zauberten die zahlreichen Aktiven der Narrenzunft bei ihrem Einmarsch zur Gelb-Rot-Hymne auf die Koblenzer Bühne, und die Tanzgarde zeigte zum ersten Mal ihr Können. Danach wurde es politisch. Edgar Friedrich schritt zum Protokoll und fand deutliche Worte für so manches gesellschaftliche Ungleichgewicht – und das alles standesgemäß gereimt. Den Dänen riet Friedrich, statt Grönland lieber Amerika zu beanspruchen, das ja bekanntlich von Wikingern besiedelt wurde. „Da waren bestimmt auch ein paar Dänen dabei.“ Klare Worte fand Friedrich auch gegen Schuldenpakete, die als Sondervermögen ausgewiesen würden, oder immer weitere Feindbilder innerhalb der Gesellschaft. „Miteinander schwätzen und Meinungen austauschen, das ist heute viel wert“, rief der Präsident der versammelten Narrenschar zu und erntete dafür viel Applaus.

  • Einsatz in Remagen

    Bewohner konnten nach Rauchentwicklung in Häuser zurück

    Nach einem Großeinsatz der Feuerwehr in Remagen am Sonntagmittag ist jetzt klar, dass die Bewohner der Mehrfamilienhäuser, die stark verraucht waren, schnell wieder in ihre Wohnungen zurückkonnten. Ein nicht sachgerecht angeschlossener Ofen war Auslöser für die starke Rauchentwicklung gewesen. Glück hatten die Bewohner der Mehrfamilienhäuser, dass die Blaulichtfamilie mit 35 Kräften der Freiwilligen Feuerwehr von Remagen und Kripp samt acht Fahrzeugen inklusive Drehleiter, der Rettungsdienst und die Polizei schnell zur Stelle war. Die zwölf Bewohner wurden durch die Rettungskräfte und eine Notärztin vor Ort betreut und konnten ohne gesundheitliche Schäden nach dem zweistündigen Einsatz wieder in ihre Wohnungen. Die Bergstraße musste in dieser Zeit voll gesperrt werden. Außer der Verschmutzung durch den Rauch entstanden im Inneren der Häuser keine Schäden. Der Bezirksschornsteinfeger und ein Vertreter des Energieversorgers waren zugegen. Die Feuerstelle wurde still gelegt. 

  • Tourneestation in Wissen

    Tenöre begeistern im Kulturwerk mit großer Bandbreite

    Als die 12 Tenors am Sonntagabend die Bühne des Kulturwerks in Wissen betraten, da jubelte das Publikum. Mitten unter den Künstlern der Liebling der Fans, der Nürnberger Alexander Herzog, Moderator und Bindeglied der Sänger aus verschiedenen Ländern. The 12 Tenors begeistern ihr Publikum mit einer Mischung aus Klassik, Pop und Rock. Sie sind bekannt für ihre kraftvollen Stimmen und energetischen Shows. Mit weit über 20 Welthits decken sie ein breites Repertoire ab und widerlegen eindrucksvoll die Meinung: „Tenöre, das ist Musik nur für Ältere oder Liebhaber von Arien“.

  • Rhein-Hunsrück – die Kolumne

    Auch KI weiß, was der Hunsrück alles zu bieten hat

    Fragte ich an dieser Stelle in der vergangenen Woche nach ein paar Tipps für gute regionale Krimis oder Thriller, bin ich nun bestens aufgestellt. Viele von Ihnen haben mir geschrieben und mir verschiedene Bücher empfohlen. Danke erst einmal dafür! Ich muss sagen, da fällt es mir gar nicht so leicht, mich zu entscheiden. Und was tut man heutzutage, wenn man eine Entscheidungshilfe braucht und gerade niemand da ist, der einen beraten kann? Na klar, man fragt die Künstliche Intelligenz, die einem natürlich sofort mit Rat und Tat zur Seite steht. Auch mir half sie ziemlich schnell bei der Entscheidung, welches Buch es denn werden soll. Bis ich es gelesen habe, bleibt dies aber erst einmal ein Geheimnis.

  • Festnahme eskaliert

    Haftstrafe für versuchten Totschlag im Kreis Neuwied

    Im Januar 2025 soll die Festnahme eines 35-Jährigen im Kreis Neuwied so aus dem Ruder gelaufen sein, dass der Mann letztlich versucht haben soll, zwei Polizisten zu töten. Laut Anklage habe der Mann die Waffe eines Beamten entwenden wollen, und auch einen Hund soll der Angeklagte auf die Polizisten gehetzt haben. Am Koblenzer Landgericht fiel nun am zweiten Prozesstag das Urteil gegen den 35-Jährigen, der während der Tat unter Drogeneinfluss gestanden haben soll. Wegen des zweifachen versuchten Totschlags, dem Angriff sowie dem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und der schweren versuchten Körperverletzung muss der Angeklagte nun für vier Jahre und sechs Monate in Haft. Der Mann wurde von der Kammer als voll schuldfähig erachtet – obwohl er nachweislich Gras, Amphetamin und Kokain im Blut gehabt haben soll. Dass der Angeklagte dennoch Herr seiner Sinne gewesen sein soll, bestätigte unter anderem die Analyse einer Gutachterin, die am zweiten Prozesstag thematisiert wurde.

  • 60 Millionen Euro bis 2030

    Das sind die neuen Pläne für den Flughafen Hahn

    Es wird gehämmert, gebohrt, gestrichen, erneuert und aufpoliert: Seit einigen Wochen wird das Terminal am Flughafen Hahn umfangreich saniert und fit für die Zukunft gemacht – und das während des laufenden Flugverkehrs. Ein Kraftakt fürs Personal und eine Voraussetzung für mehr Passagiere und Fracht. Denn bis zum Jahr 2030 will der Betreiber, die Trierer Triwo AG, rund 60 Millionen Euro in den ehemaligen US-amerikanischen Militärflugplatz investieren und Passagier- und Frachtzahlen gesteigert haben. Schritt für Schritt wollen wir ein gesundes und nachhaltiges Wachstum erreichen“, sagt Peter Adrian, Vorstandsvorsitzender der Triwo AG. „Perspektivisch sehen wir ein Potenzial von drei Millionen Passagieren und mehr“, sagt er. Das sei aber nur durch die neue und umgebaute Infrastruktur möglich.

  • Gastro-News aus dem Ahrkreis

    Diese Restaurants hat Bad Neuenahr-Ahrweiler zu bieten

    „Saisonal ist im Januar alles sehr eingeschränkt“, so Günther Uhl, Kreisvorsitzender des Dehoga-Kreisverbands Ahrweiler. Diese Einschätzung bestätigt Christos Tsepidis vom Grill-Imbiss Kouzina in der Ahrhutstraße 27: „Im Januar haben wir klar weniger Kundschaft, doch sind wir sehr zufrieden. Der Tourismus hat nicht nachgelassen. Vielleicht kommen sogar etwas mehr Gäste als vor der Flut. Man muss mit den Preisen normal bleiben“, erklärt er, der die teilweise überhöhten Preise in der Gastronomie nicht nachvollziehen kann. Denn: „Die Preise haben sich ja nicht verdoppelt.“ In diesem Sinne wünscht sich auch Günther Uhl ergänzend ein paar günstigere Lokale, die das Angebot in der Kreisstadt abrunden. Er sagt: „Nach der Flut sind die Angebote noch lange nicht vollständig. Wir brauchen einen Zuwachs innovativer Gastronomen. Touristisch fehlt einiges. Und das Ahrufer ist noch nicht fertig.“

  • Sammelstelle eröffnet

    In Bendorf gibt’s einen neuen Platz für Grünabfall

    Wer in Bendorf seine Gartenabfälle loswerden will, muss ab sofort nicht mehr so weit fahren. Denn der gemeinsame Grünabfallsammelplatz „Rheinhelle” der Verbandsgemeinde (VG) Vallendar, Stadt Bendorf und des Abfallzweckverbandes Rhein-Mosel-Eifel (AZV) ist nun offiziell eröffnet. Der Platz ist von der Vallendarer Straße aus erreichbar. Bei der offiziellen Eröffnung waren Adolf Schneider, Bürgermeister der VG Vallendar, und Christoph Mohr, Stadtbürgermeister Bendorf, sowie der erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong als Verbandsvorsteher des AZV vor Ort. Auch Beigeordnete der VG Vallendar, der Stadtverwaltung Bendorf und die Bauamtsleiter waren zur Eröffnung vor Ort.

Herzkammer der IT

So kämpft VG Kirchen mit Preisexplosion auf Weltmarkt

Was haben die Anschaffung eines neuen Verwaltungsservers in Kirchen und der Kauf Ihres nächsten Smartphones gemeinsam? Beide sind Opfer eines globalen „Hardware-Schockers“ geworden. Der Notstand auf dem internationalen Markt für Arbeitsspeicher hat die Preise explodieren lassen – mit Folgen für die IT-Systeme der Kirchener Verbandsgemeindeverwaltung und letztlich für den Steuerzahler. Er spürt die Preisentwicklung für Hardware im Portemonnaie damit nicht nur bei der Anschaffung neuer Notebooks oder Spielekonsolen. Selten habe er eine so abenteuerliche Marktsituation wie in diesem Bereich beobachtet, kommentiert der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Andreas Hundhausen, in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses des VG-Rats. Doch warum musste sich das kommunalpolitische Gremium mit weltumspannenden Entwicklungen in der IT-Branche beschäftigen? Im Zentrum der Debatte steht ein Bericht von dem Leiter des Fachgebiets Informationstechnik der VG Kirchen. Marcus Feist verdeutlicht darin den Ausschussmitgliedern anhand konkreter Zahlen, warum die IT-Planung derzeit einer Lotterie gleicht. So berichtet der Verwaltungsmitarbeiter, dass ein Terabyte Arbeitsspeicher (RAM) im Dezember 2025 noch rund 12.000 Euro netto kostete. Nur einen Monat später war bei demselben Anbieter lediglich noch die Hälfte der Kapazität verfügbar – und das zum doppelten Preis. Laut Feist war die Beschaffung eines neuen Backup-Servers ein regelrechter Kraftakt: „Der Arbeitsspeicher war nicht mehr in der gewünschten Konfiguration lieferbar, was durch die doppelte Anzahl kleinerer Module ersetzt werden konnte.“ Selbst bei den Prozessoren musste die Verwaltung Abstriche machen und aus einer stark eingeschränkten Liste ein deutlich schwächeres Modell wählen, da die gewünschte Technik schlicht nicht mehr im Angebot war.