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    Kommentar: Ein Präsident schwimmt sich frei

    Schade, dass der Besuch des Bundespräsidenten in Mainz ein Besuch für die politische Elite der Landespolitik blieb. Die Bevölkerung hatte offenbar keine Lust, Christian Wulff aus nächster Nähe zu erleben. Vielleicht lag es daran, dass er ohne seine glamouröse Frau Bettina erschien. Vielleicht war - anders als in Worms - auch zu wenig Zeit für die Begegnung des Staatsoberhaupts mit seinem Volk eingeplant. Es kann aber auch sein, dass der neue Mann in Bellevue noch immer mit den Resten eines Imageproblems kämpft.

    Dietmar Brück

    Von unserem Redakteur Dietmar Brück

    Schade, dass der Besuch des Bundespräsidenten in Mainz ein Besuch für die politische Elite der Landespolitik blieb. Die Bevölkerung hatte offenbar keine Lust, Christian Wulff aus nächster Nähe zu erleben. Vielleicht lag es daran, dass er ohne seine glamouröse Frau Bettina erschien. Vielleicht war - anders als in Worms - auch zu wenig Zeit für die Begegnung des Staatsoberhaupts mit seinem Volk eingeplant. Es kann aber auch sein, dass der neue Mann in Bellevue noch immer mit den Resten eines Imageproblems kämpft.

    Wulff galt lange als nett, aber auch glatt, als Lieblingsschwiegersohn und nicht als Leitfigur einer verunsicherten Nation. Doch spätestens seit seinem beherzten Eingreifen in die Integrationsdebatte und seinem gelungenen Türkei-Besuch hat er Boden gut gemacht. Als Niedersachse ist er große Windstärken gewohnt. Vielleicht hilft ihm das, dem Gegenwind zu trotzen, der ihm in der Berliner Politik zuweilen entgegenschlägt.

    Der Bundespräsident ist auf dem Weg, ein guter Präsident zu werden. Dazu gehört auch, dass er sich von der Parteipolitik freischwimmt. Natürlich hätte er in Mainz darauf verzichten können, die Beitragsfreiheit an Kindergärten und die Errungenschaften der rheinland-pfälzischen Bildungspolitik zu loben. Und selbstverständlich hätte er im inoffiziellen Teil nicht auch noch den muttersprachlichen Unterricht befördern müssen, den die CDU nicht weiter finanzieren will. Der wahlkämpfenden Opposition hat der Christdemokrat damit das Leben nicht leichter gemacht.

    Doch Wulff lässt sich von derartigen Einwänden nicht leiten. Er will ein modernes, weltoffenes Deutschland - und eher Bürgerpräsident als Staatsoberhaupt sein. Das macht ihn glaubwürdig und sympathisch zugleich.

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