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    Der Countdown läuft: Das sind die Fakten zur Bundestagswahl 2017

    Jetzt haben Sie die Wahl! 61,5 Millionen Bundesbürger, darunter mehr als drei Millionen Rheinland-Pfälzer, können am Sonntag den neuen Bundestag wählen – und damit maßgeblich beeinflussen, wie die Politik in den nächsten vier Jahren gestaltet wird. Auch wenn Kanzlerin Angela Merkel und die Union laut Umfragen mit großem Vorsprung in die Wahl gehen, ist vieles offen. Wie stark wird die Alternative für Deutschland (AfD) werden? Laut Umfragen könnte sie bei ihrem zweiten Versuch, in den Bundestag einzuziehen, ein zweistelliges Ergebnis erzielen und damit nach Union und SPD die drittstärkste Kraft im Parlament bilden.

    Ich gehe wählen, weil...
    Ich gehe wählen, weil...
    Foto: RZ

    Völlig offen ist auch, mit welcher Koalition Merkel eine vierte Amtszeit als Kanzlerin antreten könnte. Neben einer Fortsetzung der Großen Koalition mit der SPD dürfte auch ein Jamaika-Bündnis aus Union, FDP und Grünen rechnerisch möglich sein. Ob es für eine Koalition nur aus CDU/CSU und FDP reicht, bleibt bis zuletzt ungewiss. Am Freitag boten die Parteien noch einmal ihr komplettes Spitzenpersonal zum Endspurt des Wahlkampfs auf.

    Im letzten ZDF-„Politbarometer“ vor der Bundestagswahl kommt die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz nur noch auf 21,5 Prozent – ein Minus von 1,5 Punkten im Vergleich zur Vorwoche. Die Union bleibt unverändert bei 36 Prozent. Die AfD kommt in der Umfrage auf 11 Prozent (plus 1), die Linke erreicht 8,5 Prozent (minus 0,5), die Grünen landen bei 8 und die FDP bei 10 Prozent (beide unverändert).

    Das ZDF betont, dass die Zahlen lediglich ein Stimmungsbild abbilden und keine Prognose für den Wahlausgang darstellen. Denn nach wie vor gibt es viele unentschlossene Wähler. Nur 63 Prozent aller Wahlberechtigten gaben an, sicher zu sein, wen sie am Sonntag wählen wollen. Das heißt: Deutlich mehr als 30 Prozent sind noch unentschlossen, welche Partei sie unterstützen werden – und ob sie überhaupt zur Wahl gehen.

    Bei der Bundestagswahl 2013 erzielte die Union 41,5 Prozent, die SPD 25,7 Prozent. Die Linke kam auf 8,6, die Grünen erreichten 8,4 Prozent. Sowohl die FDP (4,8) als auch die AfD (4,7) scheiterten vor vier Jahren an der 5-Prozent-Hürde.

    Der Machtkampf in den ParteienDie SPD hat ihre erste Bewährungsprobe mit der Wahl von Andrea Nahles als Fraktionschefin überstanden. Trotzdem gärt es in der Partei, wie der Mainzer Fraktionschef Alexander Schweitzer sagt. Außerdem: CSU-Chef Seehofer ist angezählt, AfD-Chefin Petry geht neue Wege. Mehr auf drei Seiten Tages-Thema
    Der Machtkampf in den ParteienDie SPD hat ihre erste Bewährungsprobe mit der Wahl von Andrea Nahles als Fraktionschefin überstanden. Trotzdem gärt es in der Partei, wie der Mainzer Fraktionschef Alexander Schweitzer sagt. Außerdem: CSU-Chef Seehofer ist angezählt, AfD-Chefin Petry geht neue Wege. Mehr auf drei Seiten Tages-Thema
    Foto: stockWERK – stoc

    Die Wahllokale sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Unmittelbar danach werden ARD und ZDF erste Prognosen zum Ergebnis veröffentlichen, anschließend folgen Hochrechnungen.

    Beim letzten Schlagabtausch im Fernsehen vor der Wahl machten Spitzenpolitiker von Union, SPD, Linkspartei, Grünen und FDP am Donnerstagabend gemeinsam Front gegen die AfD. Die AfD überschreite mit organisierten Störaktionen beim Wahlkampf anderer Parteien vor allem im Osten Grenzen und verbreite dabei Hass und Hetze, kritisierte Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt. „Man brüllt sich nur noch gegenseitig nieder.“ AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland wies die Anschuldigungen zurück: „Wir haben es nicht organisiert“, sagte er.

    FDP-Parteichef Christian Lindner machte in der Sendung klar, dass er von einer neuen Großen Koalition ausgeht. Sein Ziel: Dann müsse die FDP die Opposition anführen, nicht die AfD. Doch das wollen auch andere.

    Göring-Eckardt glaubt, ihre Partei werde „locker zweistellig“ und den dritten Platz machen. Die Umfragen aber sehen die Ökopartei mit etwa 8 Prozent als kleinste Fraktion. Klar ist immerhin: Wer immer auch drittstärkste Kraft wird, hat etwas zu sagen – als Koalitionspartner von CDU und CSU oder als laute Stimme in der Opposition. Symbolkraft hat es auch.

    Bei einem seiner letzten Wahlkampfauftritte konterte SPD-Herausforderer Schulz Merkels Vorwurf, es sei kein Geld für die Wahlversprechen der Sozialdemokraten da. In der ARD-Sendung „Kanzlercheck“ sagte er: „Frau Merkel hat unrecht.“ Sie kenne offensichtlich die Rücklagen ihres Finanzministers Wolfgang Schäuble (CDU) nicht. Die Union wolle bis zu 30 Milliarden Euro mehr pro Jahr für die Rüstung ausgeben, er wolle das Geld jedoch lieber in Bildung und Pflege investieren, sagte Schulz.

    Merkel beendete am Abend gemeinsam mit der CSU in München ihren Wahlkampf – und erhielt im Vorfeld unerwartete Schützenhilfe aus Ungarn. Trotz heftigen Streits um die Flüchtlingspolitik hofft der rechtsnationale Ministerpräsident Viktor Orban, dass die Kanzlerin die Wahl gewinnt: „Wir sprechen ein stilles Gebet dafür, dass das Mandat der jetzigen Kanzlerin verlängert wird, denn unter den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ist dies vom ungarischen Standpunkt aus unser Interesse.“

     

    Alles zur Bundestagswahl auf einen Blick - immer aktuell auf Rhein-Zeitung.de

    Die entscheidenden Stunden rund um die Bundestagswahl können unsere Leser am Sonntagabend auf Rhein-Zeitung.de mitverfolgen. Die wichtigsten Informationen und Eindrücke aus Rheinland-Pfalz und Berlin von unseren Korrespondenten und Reportern sammeln wir ab 17 Uhr in unserem zentralen Liveticker.

    Neben ersten Hochrechnungen präsentieren wir am Sonntagabend auch alle Ergebnisse der Bundestagswahl – bis in die kleinsten Gemeinden im Land. Wie hoch war die Wahlbeteiligung in Ihrer Kommune? Welche Partei bekam wie viele Stimmen? Antworten geben unsere regionalen Ergebnistabellen, sortiert nach Wahlkreisen und Verbandsgemeinden. Doch nicht nur die Bundestagwahl sorgt für großes Interesse bei den Bürgern: Gewählt werden am Sonntag in mehreren Landkreisen auch wichtige politische Ämter auf kommunaler Ebene, vom Ortsbürgermeister über Stadt- und Oberbürgermeister bis hin zum Landrat. Unsere Lokalredaktionen informieren in regionalen Livetickern über die neuesten Entwicklungen, Ergebnisse und Reaktionen – bis spät in die Nacht hinein. eck

    Weitere Informationen und Hintergründe zur Bundestagswahl sowie unsere Interviews mit Spitzenpolitikern finden Sie auch unter ku-rz.de/btw2017

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