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    Oberwesterwaldbahn soll schneller werden

    Die Gleise der Oberwesterwaldbahn, die von Limburg über Westerburg und Hachenburg nach Altenkirchen führt, sind seit ihrer grundlegenden Erneuerung zwischen 2001 und 2006 nicht nur für schwerste Zuglasten, sondern auch für eine Geschwindigkeit von bis zu 90 Stundenkilometern ausgelegt. Dennoch dürfen die Regionalzüge der Vectus Verkehrsgesellschaft aufgrund der vielen lediglich mit Andreaskreuzen gesicherten Überwege nur mit maximal 60 Kilometer in der Stunde fahren. Das soll sich bis Mitte 2015 ändern.

    Oberwesterwaldbahn soll schneller werden
    Vor allem im Bereich zwischen Hachenburg und Ingelbach gibt es eine Vielzahl von Übergängen an Feldwegen, die nur mit Andreaskreuzen gesichert sind. Voraussetzung für eine höhere Reisegeschwindigkeit der Züge ist eine Reduzierung der Überwege und die technische Sicherung der verbleibenden mit Lichtzeichen und Schranken.
    Foto: Hans-Peter Günth

    Westerwaldkreis - Die Gleise der Oberwesterwaldbahn, die von Limburg über Westerburg und Hachenburg nach Altenkirchen führt, sind seit ihrer grundlegenden Erneuerung zwischen 2001 und 2006 nicht nur für schwerste Zuglasten, sondern auch für eine Geschwindigkeit von bis zu 90 Stundenkilometern ausgelegt.

    Dennoch dürfen die Regionalzüge der Vectus Verkehrsgesellschaft aufgrund der vielen lediglich mit Andreaskreuzen gesicherten Überwege nur mit maximal 60 Kilometer in der Stunde fahren. Das soll sich bis Mitte 2015 ändern. Zwischen Altenkirchen und Diez-Ost soll die Ausbaugeschwindigkeit auf fast allen Teilabschnitten auf 70 bis 80 Kilometer in der Stunde erhöht werden.

    Für die 65 Kilometer lange Strecke zwischen den beiden Kreisstädten benötigen die Fahrgäste im günstigsten Fall 90 Minuten und erreichen daher nur eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von rund 43 Kilometern in der Stunde. "Mit einer solch unattraktiven Reisezeit ist der ÖPNV auf der Schiene nicht konkurrenzfähig", meint Thomas Nielsen, stellvertretender Direktor des rheinland-pfälzischen Zweckverbands SPNV-Nord in Koblenz. Sein Verband bestellt die Zugleistungen auf den Westerwaldstrecken.

    Landesbahn übernimmt

    Bereits Ende Oktober war die Entscheidung bekannt gegeben worden, wer ab August 2015 die Nachfolge für die Vectus VG antritt. Ab diesem Zeitpunkt soll die Hessische Landesbahn die Regionalzüge mit einem im rheinland-pfälzischen Teil erweiterten Angebot betreiben.

    An allen Tagen der Woche ist ein Stundentakt zwischen Westerburg und Siegen geplant. Die meist von Limburg kommenden Züge fahren zukünftig über den derzeitigen Endbahnhof Au/Sieg hinaus und stellen dadurch eine umsteigefreie Verbindung über Betzdorf bis nach Siegen beziehungsweise Kreuztal her. Verbessert werden sollen in Au auch die Anschlüsse zur Siegstrecke in und aus Richtung Köln. Bereits seit vielen Jahren gibt es Planungen, um die Höchstgeschwindigkeit auf der eingleisigen Westerwaldstrecke zu erhöhen. Voraussetzung dafür ist aber die technische Sicherung zahlreicher Bahnübergänge und die Umrüstung der bestehenden Anlagen.

    Alle bislang unternommenen Versuche, die an der Strecke liegenden Kommunen sowie Land- und Forstwirte zu einem Verzicht dicht aufeinander folgender Überwege zu bewegen, sind bislang gescheitert. Die DB hatte angeboten, neue Feldwege parallel der Gleise anzulegen, um beispielsweise aus bislang drei Überwegen einen zentralen, auf die vorgeschriebene Breite ausgebauten und mit Lichtsignal- und Halbschranken ausgerüsteten Bahnübergang zu schaffen. Doch alle Nutzer beharrten bisher auf ihren alten Wegerechten. Der an europäische Vorschriften gebundene Ausbau sieht bestimmte Fahrbahnbreiten bei der Querung von Eisenbahnstrecken vor, der für die DB und die Baulastträger verbindlich ist.

    Signaltechnik bleibt

    Entlang der Strecke wurden von der DB zahlreiche hohe Funkmasten aufgestellt, über deren Sender in naher Zukunft eine lückenlose Kommunikation zwischen den Zügen und den Stellwerken und Bahnhöfen möglich sein wird. Entgegen früherer Planungen wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit vor 2020 aber zu keiner Umstellung der Signaltechnik auf ein zentral gesteuertes elektronisches Stellwerk für die gesamte Oberwesterwaldbahn kommen. Bis dahin müssen die Stationen noch mit Personal besetzt werden.

    Von unserem Mitarbeiter Hans-Peter Günther

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