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    Westerwaldkreis

    Nach Unfällen: Ortsumgehung Vielbach ist abgefräst

    Immer wieder kommt es auf der Ortsumgehung Vielbach zwischen Mogendorf und Selters zu schweren Verkehrsunfällen mit Toten und Verletzten. Zuletzt kam am 7. Juni eine 24-jährige Autofahrerin bei einem tragischen Unfall auf der viel befahrenen L 307 ums Leben. Immer wieder haben besorgte Bürger, unsere Zeitung sowie auch die evangelische Kirchengemeinde Nordhofen bei Behörden, Politikern und in der Öffentlichkeit darauf hingewiesen, wie gefährlich die Umgehung ist. Inzwischen hat sich etwas getan: Der zuständige Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Diez hat die Ortsumgehung Vielbach jüngst auf einer Länge von mehr als einem Kilometer abfräsen lassen, um den Straßenbelag griffiger zu machen und dadurch die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Das hat der LBM jetzt auf Anfrage mitgeteilt.

    Damit Autofahrer sicherer unterwegs sind. Der LBM in Diez hat die Ortsumgehung Vielbach auf einer Länge von 1300 Metern abfräsen lassen. Dadurch ist die Fahrbahn griffiger, zumindest für zwei Jahre. Foto: Verena Hallermann
    Damit Autofahrer sicherer unterwegs sind. Der LBM in Diez hat die Ortsumgehung Vielbach auf einer Länge von 1300 Metern abfräsen lassen. Dadurch ist die Fahrbahn griffiger, zumindest für zwei Jahre.
    Foto: Verena Hallermann

    „Im Zuge eines Streckenbereiches mit aufeinanderfolgenden, lang gezogenen Kurvenbereichen sollten gleichmäßige Fahrbahnoberflächenstrukturen angestrebt werden. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, die L 307 auf einer Gesamtlänge von ca. 1300 Metern fein zu fräsen“, bestätigt Jürgen Will, Fachgruppenleiter Betrieb beim LBM. Mit den Fräsarbeiten wurde rund 100 Meter oberhalb des Friedhofs von Vielbach begonnen. Das Ende der Maßnahme befinde sich im Bereich der beiden Bushaltstellen in Höhe der Fachklinik Vielbach, führt Will weiter aus. Im Zuge der Arbeiten mit einer sogenannten Asphaltfeinfräse wurden nach LBM-Angaben zwischen 0,5 und 1,5 Zentimeter der Fahrbahndecke (Asphaltdeckschicht) abgetragen. Für Motorradfahrer birgt das Abfräsen keine Gefahren, so die Behörde. Denn die Fräswalze habe sehr feine Meißelabstände von 6 Millimetern gehabt, erklärt Will.

    • Dieses Video stammt wohl von einem niederländischen Lkw-Fahrer. Er hat es auf Facebook gepostet.

    Das Fazit des Experten: Die Griffigkeit der L 307 konnte durch das Abfräsen erhöht werden – allerdings nur für einen begrenzten Zeitraum. Abhängig von Faktoren wie Verkehrsbelastung und Zusammensetzung des Asphaltmischgutes halte die Maßnahme in der Regel nur für bis zu zwei Jahre an, räumt Will ein. Zudem werde die gesamte Nutzungsdauer der Asphaltdeckschicht – und damit der Straße – durch das Anfräsen der Fahrbahnoberfläche „um mindestens vier bis fünf Jahre reduziert“, so Will weiter. Die Baukosten für die im Juli durchgeführten Arbeiten betragen laut LBM 24.500 Euro.

    Die Kreisverkehrsbehörde hatte in einem Antwortschreiben an eine besorgte Bürgerin im Jahr 2015 eingeräumt, dass eine mögliche Unfallursache in einer langsam nachlassenden Griffigkeit der Fahrbahn liegen könnte (die WZ berichtete). Weitere Unfallursachen seien überhöhte Geschwindigkeit und die Tatsache, dass viele Autofahrer auf nasser Fahrbahn die Kurvensituation unterschätzen und die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren. Durch die LBM-Maßnahme sind Autofahrer auf der L 307 nun etwas sicherer unterwegs – zumindest bis Sommer 2019.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

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