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    Kreis Birkenfeld/Alt Rehse

    Nach dem tragischen Tod: Sarah soll nach Hause geholt werden

    Sarah H. soll nach Hause zurückkehren und bei ihrer im Januar 2015 verstorbenen Mutter in einem Ruheforst im Kreis Birkenfeld bestattet werden. Das fordern Bekannte der 32-Jährigen, deren tragisches Schicksal seit einer Woche bundesweit für Schlagzeilen sorgt, im sozialen Netzwerk Facebook.

    Von unserer Redakteurin Vera Müller

    Sie argumentieren: Sarah hätte es so gewollt. Sie hatte eine gute Verbindung zu ihrer Mutter, litt sehr unter deren Tod. In den nächsten Tagen soll geklärt werden, wie Sarahs Verwandte, zu denen sie keinen intensiven Kontakt hatte, mit der Situation umgehen. Für eventuell entstehende Kosten wollen einige Facebook-Freunde sogar Geld sammeln und ein Spendenkonto einrichten.

    Sarahs Leiche war am 9. August in einem Wohnhaus im neubrandenburgischen Alt Rehse entdeckt worden. Erst am Mittwoch hatte die Staatsanwaltschaft die Identität der gefundenen Frauenleiche bestätigt. Sie war bereits in einem weit fortgeschrittenen Verwesungsstadium aufgefunden worden. Sarah H. erlangte 2011 einen relativen Bekanntheitsgrad, weil sie als Kandidatin der Sat.1-Kuppelshow "Schwer verliebt" die Praktiken der Produktionsfirma öffentlich gemacht hatte. Zuletzt lebte sie im besagten Haus in Alt Rehse mit einem Mann zusammen, der nun als Tatverdächtiger gilt und in Untersuchungshaft sitzt.

    Erst am Mittwochabend wurde die Facebook-Seite des 51-Jährigen gesperrt. Unzählige Videos mit größtenteils verstörenden Bildern und Aussagen, die Spekulationen im Todesfall Sarah Tür und Tor öffneten, kursieren mittlerweile im Netz. Es wird Kritik geübt: Hätte man diese Seite nicht schon vor einer Woche sperren müssen?

    Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler bestätigte unterdessen im Gespräch mit unserer Zeitung, dass der 51-Jährige sich zur Tat geäußert habe, aber weiter vernommen werde. Offenbar schildert er die Dinge so, dass ihm Körperverletzung mit Todesfolge vorzuwerfen wäre. Nach Einschätzung von Juristen könnte die Frage der Schuldfähigkeit in Anbetracht der psychischen Verfassung des Beschuldigten in einem Prozess eine große Rolle spielen. Auch der Nachweis von Drogenkonsum könnte Relevanz haben, sagt ein Jurist.

    Möchte die Staatsanwaltschaft dem Mann aus Alt Rehse Totschlag oder Mord nachweisen? "Kein Kommentar", sagt Oberstaatsanwalt Zeisler. Die Rechtsmedizin Greifswald untersucht Sarahs Leiche weiter, um Erkenntnisse zur Todesursache und zum Todeszeitpunkt zu erhalten - kein leichtes Unterfangen, wenn nur noch Knochenuntersuchungen möglich sind.

    Seltsam und befremdlich: Ein Mann, der vorgibt, ein guter Freund des Paares gewesen zu sein, äußert sich in einem von ihm selbst am Dienstag (da stand noch nicht fest, dass es sich um Sarah handelt) online gestellten Video. Er schaut sich einen TV-Beitrag zu Sarahs Geschichte an und offenbart Wissen, das in dem TV-Beitrag gar nicht zu sehen ist. Die Staatsanwaltschaft hat offenbar gute Gründe, aus ermittlungstaktischen Motiven noch keine weiteren Informationen zu liefern: Im Umfeld soll es weitere Untersuchungen geben.

    Unterdessen gibt es eine Flut an Kommentaren mit Trauerbekundungen. Auch eine Facebook-Seite "Im Gedenken an Sarah" wurde am Mittwochabend erstellt. Einige Kandidaten der 2011 ausgestrahlten Sendereihe "Schwer verliebt" meldeten sich bei unserer Zeitung: Unvergessen sei ihr Einsatz mit Blick auf die Offenlegung der unseriösen Machenschaften der TV-Branche. Und noch eine Reaktion auf den Fall Sarah kursiert im Netz: Man solle eine Stiftung gründen, die sich für junge Frauen aus benachteiligten Familien in der Hunsrück-Region einsetzt.

    Sarah H.: Chronik eines einsamen Lebens Drama geht weiter: Prozess um zu Tode gefolterte Sarah H. wird neu verhandelt  [Update]Fall Sarah: Anwalt Hötger setzt auf RevisionAuch Nebenkläger Hötger legt Revision ein - Wie es im Fall Sarah weitergehen kannZu Tode gefoltert: Nach Revision kommt Fall Sarah vor den Bundesgerichtshofweitere Links
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