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Kreis Birkenfeld

Hilfsbereitschaft nach der Flut ist ungebrochen: Ein Besuch in den Sammellagern

Der Einsatz ist großartig, am Sonntag brauchten die Helfer im EKW-Lager in der Weierbacher Straße aber tatsächlich mal eine Pause. Nahezu unermüdlich sind engagierte Frauen und Männer, auch Kinder, dabei, der Spendenflut nach dem Unwetter Herr zu werden: Das Lager füllte sich auch am Samstag, sodass im Laufe des Nachmittags deutlich wurde, dass die räumlichen Kapazitäten ein Ende haben. Nach einer neuen Lösung wird gesucht.

Mitinitiatorin Deborah Blum aus Weierbach berichtet: „Fast alle sind Vollzeit berufstätig, haben Familie – und trotzdem kommen sie, um zu helfen. Der harte Kern umfasst etwa zehn Leute.“ Probleme, wie es sie grundsätzlich in solchen Situationen gibt und die auch bei der spontanen Flüchtlingshilfe vor knapp drei Jahren eine Rolle spielten: Manche Menschen entsorgen ihren Müll bei den Helfern. Dreckige Wäsche, verschmutzte Matratzen, Deko-Artikel, die niemand braucht: Mit solchen Dingen schlagen sich die Helfer rum. „Und manche Leute werden dann auch noch frech, wenn wir sagen, dass wir das nicht annehmen können. Es gilt: Das, was man abgibt, sollte man selbst gern bekommen …

Dazu kommt: Einige Leute zweifelten am Freitag die Seriosität der privaten Hilfsaktion an. Das sorgte dafür, dass sich einige Akteure auf den Weg machten und in diversen Ortschaften darüber informierten, wer sie sind und was sie da tun.

Nicht mehr gebraucht werden Schlafzimmermöbel. Bedarf besteht vielmehr an technischen Geräten wie Waschmaschinen und Trocknern, ebenso gesucht sind Küchen- sowie Wohnzimmermöbel. Kleidung wurde nur ausnahmsweise angenommen, weil die DRK-Annahmestelle in der Schönlautenbach Idar-Oberstein phasenweise geschlossen hatte. Ein ganz wichtiger Mann ist Rolf Dreher: Er sitzt stundenlang am PC und koordiniert Fahrten, wenn etwas abgeholt werden muss. Unterdessen kamen einige Flutgeschädigte und holte erste Möbel ab: die Dankbarkeit sei groß, berichten die Helfer in Weierbach.

Auch im DRK-Lager in der Schönlautenbach in Idar-Oberstein wurde am Samstag wie auch am Sonntag fleißig gearbeitet. Tausende Anrufe gingen in den vergangenen Tagen ein, berichtet Markus Metzger, stellvertretender Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes. Mangelware waren vor allem Kisten. Annahmestopp ist am morgigen Dienstag, 12 Uhr. Vermutlich ab Dienstag werden die sortierten Kleider in der Halle von Elektro Adam in Georg-Weierbach abgegeben. Genutzt werden große Gitterkisten, die die Firma Fries zur Verfügung stellt. „Wir wünschen uns, dass es vonseiten der VG Herrstein Berechtigungsscheine für Bedürftige gibt, und haben diesbezüglich schon mit Bürgermeister Uwe Weber Kontakt aufgenommen. Es sollte alles seine Ordnung haben.“ Sehr zugute kam den DRK-Helfern ihre Erfahrung bei der Flüchtlingsankunft 2015. „Damals hatten wir fast 17 Tonnen Kleidung, mehr oder weniger auf einen Schlag“, berichten die Helfer. So viel sei es dieses Mal allerdings nicht. Vera Müller

Idar-Oberstein Birkenfeld
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