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Koblenz

Weißer Gasse in Koblenz: Hotelbauer bleiben außen vor

Läuft im Investorenwettbewerb für die Weißer Gasse alles glatt, könnte schon im Herbst der Abbruch des alten Stadtbades beginnen. Der Weg wäre dann für den Bau neuer Wohnungen oder eines Hotels frei.

Die Tage des alten Stadtbades sind gezählt. Der Investorenwettbewerb steht kurz vor der Entscheidung.
Die Tage des alten Stadtbades sind gezählt. Der Investorenwettbewerb steht kurz vor der Entscheidung.
Foto: Reinhard Kallenbach

Eine Analyse von Reinhard Kallenbach

Die Art und Weise, vor allem aber das Tempo, mit dem das Großprojekt auf den Weg gebracht werden soll, ist allerdings umstritten. Denn es fehlt ein Bebauungsplan – und ein internationales Konsortium bleibt infolge des Zeitmangels außen vor, weil Bewerber nur von Januar bis März Zeit hatten, ihre Konzeption einzureichen.

Erst am Montag hatte der Rat in einer nicht öffentlichen Sitzung unter anderem über die Zukunft des alten Stadtbadareals gesprochen. Eine endgültige Entscheidung wird wohl erst nach der Kommunalwahl fallen. Wer Favorit des "alten" Stadtrats ist, war noch nicht zu vernehmen. Fest steht allerdings, dass vier Bewerber in die engere Wahl gekommen sind – Investoren mit großem regionalem Interesse, die wiederum mit stadtbekannten Architekten zusammenarbeiten. Es sieht so aus, dass die Bewerber das Kunststück geschafft haben, innerhalb von nur zwei Monaten Konzepte zu entwickeln, die nicht nur planerisch, sondern auch wirtschaftlich funktionieren. Ursprünglich war die Zahl der Interessenten größer, doch verzichtete mancher schon allein wegen des knappen Zeitbudgets. Fakt ist auch, dass zwei Großinvestoren, die gemeinsam in 50 deutschen Städten – darunter ursprünglich auch Koblenz – ein neuartiges Hotelkonzept für eine jüngere Zielgruppe entwickeln wollen, außen vor bleiben und der Stadt nun wohl endgültig den Rücken kehren.

Der Koblenzer Projektentwickler (sein Name und die Investoren sind der Redaktion bekannt) räumt zwar ein, dass er erst Anfang Mai bereit war, ein konkretes Angebot abzugeben, kritisiert aber, dass es noch nicht einmal den gewünschten Gesprächstermin mit der Verwaltung gab, um gemeinsam über Möglichkeiten und Alternativstandorte zu sprechen. Aus Sicht des Konsortiums, das übrigens Höchstpreise für das Gelände zahlen wollte, ist die wirtschaftlichste und die konzeptionell sinnvollste Lösung für das unter Umständen mit Altlasten gespickte Areal eben ein Hotelneubau. 100 Zimmer wollten sie in einer spektakulären Architektur nach Kölner und Frankfurter Vorbild einrichten. Den Mehrerlös hätte die Stadt, die in ihren Ausschreibungsunterlagen ausdrücklich die Möglichkeit eines Hotelneubaus einräumte, in andere Projekte investieren können. Ein Beispiel ist aus Sicht des Konsortiums die Entwicklung des Lützeler Bahnhofsareals. Dort ließen sich in strategisch günstiger Lage wirklich preiswerte Mietwohnungen errichten.

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