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Koblenz

Stadtbad Koblenz: Entscheidung könnte 2014 fallen

Eigentlich sollte der Beginn des neuen Jahres zumindest ein wenig Klarheit bringen in die Frage, ob Koblenz ein neues Stadtbad bekommt oder nicht.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

Nun ist es Ende Februar, und noch scheint alles offen zu sein. Ob die Gespräche mit einem potenziellen privaten Investor, die seit weit über einem Jahr laufen, zu einem – positiven oder negativen – Abschluss gebracht wurden, wird nicht offiziell kommuniziert. Auf Anfrage gibt sich die Stadt zugeknöpft, zwischen den Zeilen kann man aber lesen, dass mittlerweile ein Bau in Eigenregie wahrscheinlicher zu sein scheint als ein gemeinsames Projekt mit einem Investor.

In einem Schreiben wird wieder auf den Beschluss des Stadtrats von 2010 verwiesen, nach dem ein neues Hallenbad in Eigenregie zu errichten ist. Und: Einer der nächsten Schritte soll sein, "die Finanzierbarkeit dieser Investition darzustellen", wobei auch der Zuschuss, den das Land zugesagt hat, berücksichtigt wird.

Im Gespräch mit der RZ erklärt Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig zwar, dass ein Projekt mit einem Investor weiter geprüft wird, "aber wir stehen vor der Entscheidung, ob es sinnvoll ist, dieses weiterzuverfolgen". Parallel laufen die Prüfungen, wie ein Bau in Eigenregie finanziert und umgesetzt werden könnte.

Zumindest eines ist mittlerweile klar: Sowohl die Stadtspitze als auch die Politik wollen einen Neubau. Eine breite Mehrheit der Fraktionen hat sich mittlerweile dafür ausgesprochen. Allein die FDP hält einen Bau in Eigenregie aus Kostengründen für unmöglich, sie hofft auf die Zusammenarbeit mit einem Investor. Hofmann-Göttig fasst zusammen: "Ob wir ein neues Bad bauen sollen, ist nicht mehr strittig, es geht um das Wie und Wann."

Er hofft, dass im Laufe dieses Jahres ein Konzept fertig wird, wie ein Neubau realisiert werden kann, und dass dieses der Politik zum Beschluss vorgelegt wird. Fest steht bereits, dass eine städtische Gesellschaft bis Ende 2014 das Grundstück am Moselbogen kaufen wird, das bereits seit einer Weile für ein neues Bad reserviert ist.

Gespräche mit der Aufsichtsbehörde ADD und dem Infrastrukturministerium laufen bereits. In puncto Genehmigung rechnet der OB mit "kollegialen Verhandlungen", die Sparbemühungen der Stadt hätten bei der ADD für einen gewissen Vertrauensvorschuss gesorgt. Den Zuschuss von bis zu 3 Millionen Euro, den das Land am 21. Januar in Aussicht gestellt hatte, will die Stadt weiter verhandeln. "Wir freuen uns über die Zusage, aber wir halten den Betrag nicht für ausreichend", so Hofmann-Göttig.

Ein einfaches Hallenbad würde um die 10 Millionen Euro kosten, mit Saunabereich 15 bis 18 Millionen. Dieser soll kein Wellnesstempel werden, betont der OB, sei aber wichtig, um Geld einzunehmen. "Das wäre der Luxus, der die Pflicht – also das Bahnenschwimmen – finanziert."

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