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Bad Kreuznach

Frühling auf dem Kuhberg – und noch kein Pächter für das Freizeitgelände

Mit dem Frühling rückt der Bad Kreuznacher Kuhberg in den Mittelpunkt des Interesses. Die ehemalige Schießanlage der US-Amerikaner wird derzeit saniert. Doch was passiert drumherum, etwa auf dem Freizeitgelände, wo vor einem Jahr das Hauptgebäude durch ein Großfeuer völlig zerstört wurde, oder dem angrenzenden Campingplatz?

Wo die Brandruine stand, soll das neue Funktionsgebäude entstehen.
Wo die Brandruine stand, soll das neue Funktionsgebäude entstehen.
Foto: Archiv, Oeffentlicher Anzeiger

Von unserem Redaktionsleiter Gustl Stumpf

Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer äußerte sich im Gespräch mit dem "Oeffentlichen" zum Stand der Dinge. Das Wichtigste vorweg: Einen neuen Pächter gibt es noch nicht, allerdings einen Interessenten, der vorübergehend die Pflege des Geländes übernehmen und für die Vermietung der Grillplätze verantwortlich zeichnen will. Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben, soll aber am 1. April in Kraft treten und den Betrieb sichern.

Das einst militärisch genutzte Areal ist neben dem Salinental die grüne Lunge der Stadt und bei den Bürgern beliebt als Freizeit- und Erholungsfläche. Das weiß Kaster-Meurer. Deshalb soll noch in diesem Jahr mit dem Wiederaufbau des Multifunktionsgebäudes begonnen werden.

Die Planungen laufen, doch im Hochbauamt sind die Kapazitäten begrenzt, erklärt die OB, warum sich der ganze Prozess so lange hinzieht. Bald aber könne der Bauausschuss das Projekt absegnen. In der Zwischenzeit setzt Kaster-Meurer auf eine endgültige Lösung in der Pächterfrage. Der Neue sollte ein Nutzungskonzept im "niederschwelligen Bereich" vorlegen, so die offizielle Sprachregelung, damit auch noch Wünsche in der Grundausstattung des Gebäudes berücksichtigt werden können.

"Im Sommer 2017 wird dann eröffnet", ist Kaster-Meurer sicher. Auch für die Nutzung des Campingplatzes gibt es offensichtlich Interessenten, allerdings dämpft die OB allzu große Hoffnungen auf eine schnelle Lösung. Die Anlage verfügt über keine Kanalisation und muss aufwendig angeschlossen werden. Eine große Investition, lässt Kaster-Meurer durchblicken und unterstreicht: "Deshalb ist dieser Platz nicht einfach zu vermarkten."

Ein paar Hundert Meter weiter laufen zurzeit die Sanierungsarbeiten am ehemaligen Schießstand des US-Militärs. Der durch unzählige Bleigeschosse verseuchte Boden wird abgetragen und dekontaminiert. Danach ist eine naturnahe Nutzung vorgesehen, vielleicht eine Mountainbikestrecke, bringt die Oberbürgermeisterin eine interessante Variante ins Spiel.

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