Limburg

Trio bekräftigt tiefe Freundschaft: Bürger aus Limburg, Lichfield und Ste. Foy feierten gemeinsam

Am Montagmorgen hieß es um 8 Uhr dort Abschied nehmen, wo am Freitag zuvor auch das erste Willkommen stattgefunden hatte. Die Feuerwache war laut Nachbericht der Stadt Limburg Ankunfts- und Abschiedsort für die Gäste aus den Limburger Partnerstädten Lichfield und Ste. Foy und ihren Gastgebern aus der Domstadt.

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Das Orchester der Kreismusikschule begleitete den Auftakt des Treffens auf dem Europaplatz musikalisch.  Fotos: Stadt Limburg/Johannes Laubach
Das Orchester der Kreismusikschule begleitete den Auftakt des Treffens auf dem Europaplatz musikalisch. Fotos: Stadt Limburg/Johannes Laubach
Foto: Stadt Limburg/Johannes Laubach

Limburgs Bürgermeister Marius Hahn freute sich bei der Begrüßung auf dem Europaplatz, dass es nach der pandemiebedingten Pause nun im vierten Anlauf gelungen ist, wieder von Angesicht zu Angesicht zusammenzukommen, Freundschaften zu bekräftigen, zu erneuern oder gar neue Freundschaften zu knüpfen. Es gibt Freundschaften, die bestehen schon seit vielen Jahren.

Luc Daniel aus Ste. Foy war schon zum wiederholten Mal in Limburg. Diesmal, sagte er, freue er sich ganz besonders auf die Wanderung nach Dietkirchen und die Führung durch die dortige Basilika, denn die habe er sich bisher noch nicht angesehen. Gabriele Lasch-Burden gehörte zur Delegation aus Lichfield. Rund 50 Personen sind nach ihren Angaben auf unterschiedlichen Wegen aus der englischen Partnerstadt nach Limburg gereist. Als das Orchester der Kreismusikschule die englische Nationalhymne spielte, unterbricht sie kurz ihre Erläuterungen. „God save the King“ klingt doch noch recht neu. Natürlich wurden auch die französische und deutsche Hymne gespielt.

Freundschaften durch Sport

Dass aus den offiziellen Begegnungen oftmals tiefer gehende Freundschaften werden, dafür steht zum Beispiel das Ehepaar Zimmermann aus Ennerich. Sie haben während des Partnerschaftstreffens wieder ihre Freunde aus Lichfield zu Gast. Und dies nicht nur während des offiziellen Treffens: Nach dem Partnerschaftstreffen, erzählt Marlis Zimmermann, geht es gemeinsam in den Schwarzwald, wo noch einige Tage verbracht werden. „Das hat sich so eingebürgert, dass wir nach einem Partnerschaftstreffen immer noch ein paar Tage gemeinsam in dem Land der Gastgeber verbringen“, erzählt sie.

Freundschaften pflegen natürlich auch die Vereine. Der TTC Offheim zum Beispiel. Auch diesmal hat er ein Tischtennisturnier ausgerichtet. „Wir haben unseren Spielmodus jedoch geändert“, erklärt Mark Wies, Vorsitzender des Vereins. Die Mannschaften, die gegeneinander antreten, sind gemischt mit je einem Spieler aus Lichfield, Ste. Foy und Limburg beziehungsweise Offheim. In der Vergangenheit sind die Teams jeweils aus den einzelnen Partnerstädten gebildet worden und gegeneinander angetreten. Mit diesem Spielmodus gab es Gewinner aus allen drei Städten.

Auch die Tennisvereine Blau-Weiß und Rot-Weiß Limburg sind mit von der Partie und richten ein Turnier mit Spielern aus den Partnerstädten aus. Allerdings sind die Tennismatches auf zwei Nationen begrenzt, da Lichfield keine Teilnehmer stellt. Und diesmal war das heiße Wetter natürlich ein ernst zu nehmender Gegner auf der Anlage von Blau-Weiß.

Mehrsprachige Stadtführungen

Während die einen Tischtennis spielten oder mit einem größeren Schläger größere Bälle über das Netz beförderten, andere in der Stadt unterwegs waren, kamen Bürgermeister Hahn, Stadtverordnetenvorsteher Stefan Muth und Astrid Siegel, sie ist in der Stadtverwaltung für die Städtepartnerschaft zuständig, mit Bürgermeisterin Véronique Sarselli, Stadträtin Paola Boiron sowie die Stadträte Daniel Acknin und Nicolas Rodriguez aus Ste. Foy mit der neu gewählten Bürgermeisterin von Lichfield, Ann Hughes, ihrem Stellvertreter Samuel Schafer, Sheriff Adam Burns-Mace und Gabriele Lasch-Burden aus der Lichfielder Stadtverwaltung zu einem Arbeitstreffen zusammen, um weitere Treffen und Aktivitäten zu besprechen. Das nächste Partnerschaftstreffen wird 2026 stattfinden, Gastgeber ist dann Lichfield.

Zu dem Programm des Partnerschaftstreffens gehörten noch eine Schifffahrt auf der Lahn. Der Sonntag startete auf der Plötze mit mehrsprachigen Führungen durch die Altstadt, und es wurde eine Führung durch das Diözesanmuseum angeboten. Am Nachmittag führte eine kleine Wanderung vom Campingplatz nach Dietkirchen in die Lubentiuskirche, in der Bernhard Eufinger eine Führung anbot. Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Dom unter Beteiligung des Domchores sowie Sängern aus den Partnerstädten mit einem anschließenden Umtrunk im Mariengarten endete das offizielle Programm des Partnerschaftstreffens. red