Archivierter Artikel vom 26.06.2010, 09:10 Uhr

Woher kommt das Urwaldholz und warum ist es bei uns so billig?

Nach wie vor findet sich auf dem internationalen Markt sehr viel Raubbauholz aus den letzten Urwäldern der Erde.

Viel Holz wird nach wie vor illegal geschlagen und gelangt über oft sehr verschlungene Handelswege zu uns nach Deutschland. Viele der bei uns angebotenen tropischen Hölzer stammen aus südostasiatischen (z. B. Teak, Bangkirai bzw. Shorea-Arten, Keruing, Meranti, Merbau, Nyatoh) oder afrikanischen Ländern (Abachi, Wenge, Iroko, Sapelli, Afroromosia etc.). Dagegen ist das Angebot an südamerikanischen Tropenhölzern zurzeit eher noch gering (z. B. Massaranduba, Cumaru, Ipe, Jatoba).

Der deutschen Holzwirtschaft kommen durch den Handel mit illegal geschlagenem Holz, das den Preis drückt, Verluste zu. Nach Schätzungen erreicht der Anteil von illegal produziertem Rundholz am globalen Handelsvolumen zwischen 12 und 17 Prozent. Obwohl der überwiegende Anteil von illegal geschlagenem Holz auf Binnenmärkten gehandelt und verbraucht wird, ist der wirtschaftliche Schaden für Importländer nicht zu vernachlässigen. Simulationen aus dem Global Forest Products Model der UN-Ernährungsorganisation (FAO) ergaben zum Beispiel, dass Preise für weltweit gehandelte Holzprodukte durch illegalen Holzhandel um durchschnittlich 7 bis 16 Prozent gedrückt werden.