Archivierter Artikel vom 26.06.2010, 09:09 Uhr

Genereller: Zusammenhang Tropenholz und Klimaschutz

Wälder bedecken mehr als 30 Prozent unserer Landfläche, sie speichern riesige Mengen an Kohlenstoff. Rund 75 Prozent des weltweit in der Vegetation gespeicherten Kohlenstoffs befindet sich in Wäldern.

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Daneben speichern die Böden selbst noch deutlich größere Mengen an Kohlenstoff, ungefähr fünfmal soviel wie die oberirdische Vegetation. Bei der Zerstörung oder Degradation von Wäldern kommt es zur Freisetzung von Kohlendioxid. Weltweit stammen rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen aus der Zerstörung von Wäldern. Dass ist mehr, als der gesamte Verkehrssektor weltweit emittiert (Straßen-, Luft- und Schiffsverkehr).

In den vergangenen 50 Jahren wurden in Indonesien über 74 Millionen Hektar Wald zerstört. Dadurch hält Indonesien den Weltrekord im Ausstoß von Treibhausgasen (THG) durch Abholzung. Nach den USA und China ist Indonesien der weltweit drittgrößte Emittent von Treibhausgasen. Hauptursache für die Waldzerstörung ist derzeit die Anlage von Palmölplantagen. Die Plantagen werden zum überwiegenden Teil in Torfgebieten angelegt, die weltweit mit die höchsten Kohlenstoffkonzentrationen aufweisen.

Von den 22,5 Millionen Hektar Torfland in Indonesien wurden 10 Millionen Hektar bereits gerodet und entwässert, was zu massiven und anhaltenden THG-Emissionen führt. Hält die prognostizierte Entwicklung an, werden die THG-Emissionen aus den degradierten Torfwäldern bis 2050 um mindestens 50 Prozent zunehmen.