Archivierter Artikel vom 14.06.2011, 08:50 Uhr
Westerwaldkreis

Leben in der Dorfmitte erhalten – Wallmerod ist Vorreiter

Die Verbandsgemeinde Wallmerod im Westerwaldkreis beschloss im Jahr 2004, das Projekt „Leben im Dorf – Leben mittendrin“, mit dem sie eine Verödung der Dorfkerne verhindern will.

Westerwaldkreis. Die Verbandsgemeinde Wallmerod im Westerwaldkreis beschloss im Jahr 2004, das Projekt „Leben im Dorf – Leben mittendrin“, mit dem sie eine Verödung der Dorfkerne verhindern will.

Mit der Strategie hat die Verbandsgemeinde bundesweit Aufmerksamkeit erregt und ist jetzt außerdem an einem Projekt des „Nabu“ beteiligt, das dem hohen Flächenverbrauch begegnen will.

Auf kommunaler Ebene sind erste Erfolge sichtbar. Angefangen damit, dass in der Verbandsgemeinde Wallmerod seit 2004 ein restriktives Vorgehen bei der Ausweisung von Baugebieten verbindlich ist, bekommen Interessenten, die ein altes Objekt übernehmen wollen, nicht nur Rat und Hilfe, sondern auch finanzielle Förderung. 95 alte Häuser oder Baulücken in der Dorfmitte sind bereits zu neuem Leben erweckt worden. Die 100er-Marke wird sicher in diesem Jahr überschritten. Bisherige Gesamtinvestition: 15 Millionen Euro. In den Gemeinden Hundsangen (13 Objekte), Herschbach/Oww. (10 Objekte) und Hahn am See (5 Objekte) ist der Erfolg bereits mit bloßem Auge zu erkennen.

Vor allem junge Familien (77 Prozent) nutzen dieses Angebot, das die Verbandsgemeinde auf ihrer Homepage präsentiert. Dort sind auch die Objekte verzeichnet, die noch auf Interessenten warten. Zum Start des Projektes gab es eine Bestandsaufnahme, durch die 700 Objekte ermittelt wurden, die in das Konzept „Leben im Dorf“ passen. Demnächst wird auch die Nachbarverbandsgemeinde Westerburg mit ins Boot geholt.

Von unserer Redakteurin Susanne Willke