Archivierter Artikel vom 14.06.2011, 08:51 Uhr

RZ-EINWURF: Lust aufs Land: Duchroth macht vor, wie es geht

Stefan Munzlinger zum Bemühen, Menschen in die Gemeinde zu holen

Duchroth lebt. 1992 standen 50 Häuser im Kern des 560 Einwohner kleinen Dorfs auf den Nahehöhen leer, heute sind es gerade noch 10.

Ortsbürgermeister Manfred Porr und seine konzeptionellen Mitstreiter um Planer Bernhard Backes haben ganze Arbeit geleistet. Und es geht weiter. Ständig dranbleiben, fast täglich neue Bauinteressenten überzeugen, dass man auch im Kern sein neues Heim, seine neue Heimat finden kann.

Die grüne Wiese verteufeln? Das wollen die Duchrother nicht. Weil durch den Baugrund Geld in die Dorfkasse fließt und Familien bleiben, die sonst abwandern. Deren Kinder wiederum bauen sich idealerweise eines Tages eine Scheune mittendrin aus.

Allein mit Worten läuft jedoch nichts. Das ganze Paket muss stimmen, wenn einer sich für ein Plätzchen im Dorf erwärmen soll. Das geht bei der Gemeinschaft, beim Atmosphärischen, los. In Duchroth trifft man auf jede Menge gut gelaunte Menschen, die gern erzählen und sich über das Interesse an ihrem Dörfchen freuen. Es gibt eine Metzgerei, Weingüter mit Straußwirtschaften, einen historischen Ringpfad, eine Kooperation mit Kunststudenten, ein Getreidelabyrinth, Vereine ... All das macht es reizvoll, Wurzeln zu schlagen – in Rheinland-Pfalz und seinen vielen kleinen Duchroths.