Archivierter Artikel vom 08.04.2013, 06:00 Uhr
Frankfurt

Invasion – Aggressiver Beifuß breitet sich aus

Auf der Liste des Schreckens für Allergiker steht sie ganz weit oben: die Beifuß-Ambrosie. Das Gewächs belegt Platz fünf der aggressivsten neu eingewanderten Arten auf der Liste der 100 schlimmsten invasiven Arten. Für einige Pollenallergiker haben Wissenschaftler vom Frankfurter Biodiversität- und Klimaforschungszentrum und der Goethe- Universität mehrere schlechte Nachrichten.

Foto: DPA

Ihre Leidenszeit wird sich künftig in den Herbst hinein verlängern, denn Ambrosia artemisiifolia blüht erst im Spätsommer. Und mehr Menschen im Norden werden sie zu spüren bekommen: Das Verbreitungsgebiet verschiebt sich in den nächsten Jahrzehnten nach Norden – und damit in weite Teile Deutschlands. Schätzungen zufolge reagieren 12 bis 20 Prozent der Deutschen allergisch auf diese Art, die auch Aufrechtes Traubenkraut genannt wird.

Der Grund für die Ausbreitung ist demnach nicht allein das Klima. Das Wachstum wird zwar begünstigt durch die globale Erwärmung und die dadurch verlängerte Vegetationsperiode. Schuld ist aber der Mensch: Der Samen wurde und wird eingeschleppt durch kontaminiertes Saatgut und durch Vogelfutter aus Südosteuropa. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund rät, kein Vogelfutter zu kaufen, das Ambrosiasamen enthält, den Garten regelmäßig zu kontrollieren und jede dieser Pflanzen samt Wurzel auszureißen, in Tüten zu stecken und in den Hausmüll zu werfen.