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Kona

Rückkehr mit großen Zielen: Markus Fachbach hat mit dem Ironman Hawaii noch eine Rechnung offen

Markus Fachbach weiß, was ihn erwartet. Er kennt Hawaii, er kennt den Ironman auf der Insel der Triathlon-Träume. Doch vielleicht ist der gebürtige Kadenbacher, der inzwischen von Koblenz nach Lahnstein gezogen ist, erst jetzt wirklich reif für das wichtigste und zugleich härteste Rennen des Jahres. Jetzt, bei seinem dritten Start auf Big Island. Jetzt, mit 36.

Zurück auf Hawaii: Markus Fachbach.  Foto: Pro Team Mohrenwirt
Zurück auf Hawaii: Markus Fachbach.
Foto: Pro Team Mohrenwirt

Es ist viel Zeit vergangen seit Fachbachs Debüt in Kailua-Kona. 2006, als Jungprofi, kam er auf Anhieb unter die besten 25 – ein vielversprechender Anfang. Doch das große Hawaii-Märchen wollte nicht folgen. 2009 lief beim zweiten Start nicht viel zusammen, der Westerwälder stieg vorzeitig aus. Vor einem Jahr hatte er sich andere sportliche Ziele gesetzt und verzichtete trotz Qualifikation auf einen Start bei der Langdistanz-Weltmeisterschaft. Doch in dieser Saison sollte es noch mal klappen. Es klappte auch, nur wurde die Qualifikation zur Hängepartie. Erst bei der Ironman-Premiere in Hamburg, auf den allerletzten Drücker also, löste Fachbach das Ticket.

Mit Platz zwei auf Mallorca hatte er in einem der ersten Quali-Rennen eine gute Grundlage gelegt. „Danach war der eigentliche Plan, beim Ironman South Africa die noch fehlenden Punkte für die Qualifikation zu sammeln“, sagt Fachbach. „Leider bin ich dann wenige Tage vor dem Rennen krank geworden.“ In Hamburg war nun eine Podiumsplatzierung Pflicht, was „allerdings auch unabhängig von Hawaii meiner Zielsetzung für das Rennen entsprach“, so Fachbach. Er wurde Dritter, trotz einer Tagesform, die „nicht ideal“ war. „Dass es an einem Tag, an dem es nicht zu 100 Prozent läuft, für das Podium reicht, ist die gute Seite der Geschichte.“ Ein Nachteil: Zwischen der Qualifikation in der Hansestadt und dem Rennen auf Hawaii liegen gerade mal neun Wochen. „Wichtig war, sich nach Hamburg schnell zu erholen, um wieder frühzeitig ins richtige Training einsteigen zu können“, sagt Fachbach. „Dies ist mir eigentlich ganz gut gelungen.“ Auch in der Vergangenheit habe er mit kurzen Abständen zwischen Rennen „gute Erfahrungen gemacht“. Auch daher ist Fachbachs Erwartungshaltung an sich selbst hoch. „Als Profi muss das Ziel eine Top-Ten-Platzierung sein“, sagt er.

Hawaii sei aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen und der Dichte des Profi-Feldes ein Rennen mit eigenen Gesetzen und nicht vergleichbar mit anderen Wettkämpfen über die Langdistanz, ist ihm bewusst. Das mache eben auch den Mythos Hawaii aus.

„Von den 57 startenden Profi-Männern haben alle das Potenzial, in die Top Ten zu kommen“, meint Fachbach. Vielleicht fünf, sechs davon hätten die Chance, das Rennen auch zu gewinnen. „Der Kopf wird daher eine entscheidende Rolle spielen“, ist ihm bewusst. „Es ist wichtig, sich nicht zu sehr von der Konkurrenz beeinflussen zu lassen und sich stattdessen auf sein eigenes Rennen zu konzentrieren.“ Mit diesem Plan will Markus Fachbach die Rechnung begleichen, die er seit 2009 noch offen hat mit Hawaii. Marco Rosbach

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