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Koblenz

Den Vulkan-Ladies gelingt ein Einstand nach Maß

Die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern haben in der 2. Handball-Bundesliga einen erfolgreichen Einstand in die neue Saison gefeiert. Beim 37:26 (21:11)-Erfolg gegen die FSG Mainz/Budenheim boten sie den 522 Zuschauern in der Koblenzer Conlog-Arena noch keine durchgängige Feinkost, aber doch schon einige Delikatessen, die beim eigenen Anhang Hunger auf weitere Erfolge geweckt haben dürften. Entsprechend gelöst bis heiter waren die Mienen der Verantwortlichen und Spielerinnen.

Foto: Andreas Walz

In der Abwehr ein Stabilitätsfaktor, im Angriff durchsetzungsstark: Die Isländerin Hildigunnur Einarsdóttir (rechts) hat bei ihrer Premiere bewiesen, dass sie die Vulkan/Ladies weiterbringen kann.  Fotos: Andreas Walz
In der Abwehr ein Stabilitätsfaktor, im Angriff durchsetzungsstark: Die Isländerin Hildigunnur Einarsdóttir (rechts) hat bei ihrer Premiere bewiesen, dass sie die Vulkan/Ladies weiterbringen kann. Fotos: Andreas Walz
Foto: Andreas Walz

Trainer Caslav Dincic war größtenteils zufrieden: "In der ersten Halbzeit war das zu 100 Prozent Handball nach meinem Geschmack. Wir haben schnell gespielt, unsere Tore nach guten Spielzügen erzielt und in der Abwehr sehr aufmerksam gearbeitet. So etwas wünsche ich mir allerdings über 20 Minuten pro Durchgang, dann sind wir nah dran, wo ich die Mannschaft haben will." Der Trainer der Vulkan-Ladies gab noch tieferen Einblick in sein Gefühlsleben: "Diesmal habe ich Grund zur Freude und zum Lachen. Letzte Saison gab es Spiele, für die ich mich gegenüber den Zuschauern und den Vereinsleuten geschämt habe. Wie sollte ich da lachen?"

Auffällig: Am Samstagabend konnten die Zuschauer eine echte Mannschaft anfeuern, in der Vorsaison hatten sich die Vulkan-Ladies meist eher als ein Haufen Einzeldarstellerinnen präsentiert. Nach fünf Minuten des Abtastens (3:2) starteten die Gastgeberinnen durch, angefangen bei den allesamt torgefährlichen Rückraumspielerinnen (zusammen 20 Treffer) bis hin zu einer Deckung, die auf die im Videostudium ausgemachten Mainzer Stärken sehr gut eingestellt war.

Vor allem Spielmacherin Barbara László war kaum zu bremsen, demonstrierte trotz geringer Körpergröße ihre Sprungkraft und Dynamik und erzielte am Ende knapp ein Viertel der Tore. Die nach der Partie zu Recht zur besten Akteurin des Abends gekürte Ungarin präsentierte sich deutlich stärker als in der Vorbereitungsphase und erklärte das so: "In der Vorbereitung waren wir alle nervöser, weil jeder zeigen wollte, dass er in die Startaufstellung will. Heute waren wir von unserem Trainerteam so gut auf den Gegner vorbereitet, dass wir alle sicher ins Spiel gingen und kaum erwarten konnten, dass es losgeht."

Diese Spielfreude war dann auch sichtbar, wobei es die Vulkan-Ladies gelegentlich schon mal übertrieben. Aber auch dafür ist schließlich Dincic da. Der erfahrene Trainer funkte mit gleich zwei Auszeiten binnen drei Minuten dazwischen, nachdem Mainz wieder etwas herangekommen war. "Wenn wir von einer auf zwei Kreisläuferinnen auflösen, muss der Rückraum den Spielerinnen die Zeit geben, die gegnerische Abwehr zu beschäftigen. In der ersten Auszeit habe ich das vom System her korrigiert, in der zweiten dann durch Wechsel", verriet Dincic. Wechsel, die deshalb möglich sind, weil der Kader ausgeglichener wirkt als im frustrierenden Abstiegsjahr. So reagierte Dincic beispielsweise, als im rechten Rückraum Franziska Ringleb nach tollen Treffern in der Anfangsphase mehrfach überhastet abschloss, mit Diana Sabljak brachte der Trainer eine überzeugende Alternative. Die als Abwehrchefin überzeugende Isländerin Hildigunnur Einarsdóttir konnte auch im Angriff am Kreis glänzen, nachdem sich Annika Ingenpaß sich ein wenig müde gespielt hatte.

Zufrieden war Dincic auch mit Evelien Grob. Die Torfrau durfte durchspielen, weil sie in wichtigen Phasen hervorragend hielt und erst ein wenig nachließ, als die Defensive schwächelte. Das war auch Dincic aufgefallen: "26 Gegentore waren natürlich etwas viel. Aber wir waren klar vorn, und dann lässt die Konzentration schon mal nach." Dincic wird seiner Mannschaft also aufzeigen können, wo sie sich noch steigern kann. Das zeigen die Worte von László: "Wir sind eine Mannschaft mit gutem Zusammenhalt. Aber wir müssen noch viel lernen und nach einer klaren Führung geduldig weiterspielen." Trainer Caslav Dincic wird das sehr gern gehört haben. Von unserem Mitarbeiter

Harry Traubenkraut

Vulkan-Ladies
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