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Bassenheim

HSG Bad Ems/Bannberscheid löst Pflichtaufgabe in Bassenheim – Umstrittene Rote Karte für Max Baldus

Einen geglückten Auftakt in die Rückrunde legten die Rheinlandliga-Handballer der HSG Bad Ems/Bannberscheid hin. Trotz diverser personeller Probleme setzte sich das Team von Veit Waldgenbach und Tim Schmitt beim Tabellenletzten TV Bassenheim deutlich mit 32:21 (15:12) durch und festigte seinen Platz in der Spitzengruppe der Tabelle, in der sich die HSV Rhein-Nette unterdessen im Derby beim abstiegsgefährdeten Nachbarn TV Welling eine überraschende 25:26-Pleite einhandelte. Die Wellinger sind übrigens am kommenden Samstag in der Bad Emser Silberauhalle zu Gast.

Benjamin Oster überzeugte beim klaren Sieg der HSG Bad Ems/Bannberscheid an alter Wirkungsstätte.  Foto: Andreas Hergenhahn
Benjamin Oster überzeugte beim klaren Sieg der HSG Bad Ems/Bannberscheid an alter Wirkungsstätte.
Foto: Andreas Hergenhahn

Die Kombinierten aus Kurstadt und Westerwald-Dorf, die in der Karmelenberghalle mit Paul Junker, Frank Schaust und Felix Manns drei Stammkräfte zu ersetzen hatten, kamen gut rein in die vermeintliche Pflichtaufgabe. „Unsere Abwehr stand gut, vorne haben wir unsere Angriffe konsequent abgeschlossen“, blickte Waldgenbach auf die überaus gelungene Anfangsphase zurück, in der seine Schützlinge über 5:0 (8.) und 10:5 (16.) einen klaren Vorsprung herausgeworfen hatte. Doch schnell schlich sich der so ungeliebte Mitspieler namens Schlendrian ins HSG-Spiel ein. Plötzlich ließen die Gäste Gelegenheiten liegen und erwiesen sich in der Abwehr auch nicht mehr so sattelfest. Das lag nicht unwesentlich an der aus Gästesicht völlig überzogenen Roten Karte gegen Abwehr-Chef Max Baldus, bei dessen unglücklicher Aktion nach einhelliger Meinung im HSG-Tross auch eine Zwei-Minuten-Strafe ausgereicht hätte.

Das Schlusslicht, das im Hinspiel noch mit 21:36 den Kürzeren gezogen hatte, fand sichtlich Gefallen, verkürzte gegen die zunächst noch um Abstimmung ringende 5:1-Deckung der HSG und lag zur Pause mit 12:15 in Reichweite. Waldgenbach nordete seine HSG-Recken in der Kabine nochmals ein. Der Plan, sich auf eine kompakte Deckung zu stützen und schnell nach vorne zu kommen, ging auf. Die Bad Emser und Bannberscheider nahmen dem Abstiegskandidaten mit Tempogegenstößen schnell den Wind aus den Segeln und hatten beim Stand von 13:21 nach gerade einmal 37 gespielten Minuten fast schon für eine frühe Vorentscheidung gesorgt. Die Bassenheimer zeigten zwar ungebrochen Moral, waren aber nicht mehr in der Lage, an eine Überraschung heranzukommen.

Die mit lediglich neun Feldspielern angetretenen Gäste spulten hingegen ihr Spiel ruhig und sachlich herunter und hatten die Führung zwischenzeitlich in zweistellige Dimensionen geschraubt. Selbst in der hektischen Schlussphase behielten Trebotic und Co. die Übersicht, am Ende stand dann der einkalkulierte erste Sieg im neuen Jahr und nach zwei verlorenen Partien in der Fremde wieder ein Erfolgserlebnis, auf dem sich in den kommenden Wochen aufbauen lässt. Ein Sonderlob des Trainers verdiente sich Kreisläufer Benjamin Oster, der an alter Wirkungsstätte vor Tatendrang nur so strotzte. Stefan Nink

Bassenheim: Feilen, Sommer – Sauer (2), Müller (2), Stahl (1), Pieper (8/1), Neideck, Flöck, Mannheim (3), Krechel (1), Ihrlich (3/1), Wehrend (1).

Bad Ems/Bannberscheid: T. Schaust, Schenk – Max Baldus (1), Martin Baldus (5), J. Berges (3), Hering (3), Oster (5), Trebotic (4), Mathias Baldus (2), Boinski (2), Heß (7/1).

Schiedsrichter: Steven Bulmann/ Günter Fabius (SV Urmitz).

Zuschauer: 100.

Siebenmeter: 3/2:3/1.

Zeitstrafen: 4:3.

Disqualifikation: Max Baldus (HSG; 19.) wegen groben Foulspiels.

Spielfilm: 0:5, 3:9, 7:10, 10:12, 12:15 – 12:17, 13:21, 15:24, 16:28, 20:30, 21:32.

Nächste Aufgabe für die HSG Bad Ems/B.: am Samstag, 19.30 Uhr, in Bad Ems gegen TV Welling.

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