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    Zoltan Stieber: Der nächste "kleine Schürrle"

    Während andernorts weiterhin munter die Cheftrainerstellen ausgewürfelt werden, treibt der FSV Mainz 05 zügig seine Kaderplanungen für die nächste Spielzeit voran: Der Bundesligist verpflichtete Zoltan Stieber vom Zweitligisten Alemannia Aachen.

    Mit Philipp Lahm auf Augenhöhe im Pokalspiel: Zoltan Stieber (rechts) gilt als einer, der gerne viel läuft, dribbeln kann und in der Lage ist, entscheidende Pässe zu spielen oder ab und zu ein Tor zu erzielen. 
Foto: dpa
    Mit Philipp Lahm auf Augenhöhe im Pokalspiel: Zoltan Stieber (rechts) gilt als einer, der gerne viel läuft, dribbeln kann und in der Lage ist, entscheidende Pässe zu spielen oder ab und zu ein Tor zu erzielen.
    Foto: dpa

    Mainz - Während andernorts weiterhin munter die Cheftrainerstellen ausgewürfelt werden, treibt der FSV Mainz 05 zügig seine Kaderplanungen für die nächste Spielzeit voran: Der Bundesligist verpflichtete Zoltan Stieber vom Zweitligisten Alemannia Aachen.

    Der 22-jährige ungarische Offensivspieler wird nach der sportmedizinischen Untersuchung in Mainz einen Vierjahresvertrag bis 2015 unterschreiben. Der Tabellenfünfte holt damit nach Nicolai Müller (SpVgg Greuther Fürth), Deniz Yilmaz (FC Bayern München II) und Yunus Malli (Mönchengladbach) bereits den vierten talentierten Offensivmann.

    Der Zweitligaprofi ist allerdings nicht eben billig. "So jemand kommt sicherlich nicht für eine halbe Million", sagt Christian Heidel, der sich hinsichtlich der Ablösesumme ausschweigt. Die Spekulationen gehen dahin, dass die 05er für Stieber knapp über einer Million Euro zahlen, plus der üblichen, zielgebundenen Nebengeräusche für den Fall, dass der Profi zum Nationalspieler reift oder der Klub international spielt. In Aachen wird sogar mit einem Betrag von annähernd zwei Millionen spekuliert.

    Entwicklungspotenzial

    "Wir freuen uns sehr, dass er sich für uns entschieden hat", sagt der 05-Manager. "Zoltan ist ein technisch sehr veranlagter, schneller und variabel einsetzbarer Spieler mit Entwicklungspotenzial, der unser Offensivspiel bereichern wird." Heidel und Thomas Tuchel beschäftigten sich offenbar seit geraumer Zeit mit dem Aachener. "Das Jahr dort hat ihm sehr gut getan in seiner Entwicklung", sagt Heidel. Der direkte Kontakt sei Anfang des Jahres geknüpft worden. "Es ist immer wieder ein Vorteil, darauf zu bestehen, dass nichts in die Öffentlichkeit dringt", betont der 05-Manager. "Wir waren überhaupt nicht in der Gerüchteküche. Und das ist gut so, denn bei ihm haben viele vor der Tür gestanden."

    Wären die 05-Verhandlungen mit dem begehrten Spieler bekannt geworden, so der 47-Jährige, "dann wäre es leicht vorstellbar gewesen, dass finanzstärkere Klubs aufgetreten wären, die gesagt hätten, den lassen wir nicht auch wieder nach Mainz gehen." Stieber selbst habe sich jedoch sehr schnell für den Bruchwegklub entschieden.

    Talentschmiede

    Das ist das große Plus, das sich Tuchel und Heidel erarbeitet haben. Gerade bei jüngeren Profis mit wenig Erstligaerfahrung ist die Bereitschaft nach Mainz zu gehen groß. Die Entwicklung eines André Schürrle fördert den Ruf der 05er. Dass Talente wie Jan Kirchhoff und Petar Sliskovic nach und nach ihre Einsatzzeiten kriegen, und sich Spieler wie Lewis Holtby, Marcel Risse oder Adam Szalai unter Tuchels Regie derart etablieren, spricht sich herum.

    "Wir haben eine gute Mischung", sagt Heidel. "Hinten müssen wir wenig tun. Das ist der erfahrenere Teil unserer Mannschaft." Vorne gehe die Post ab. "Weil wir diesen aufwendigen Stil spielen, muss jeder, der da zu uns kommt, bereit sein, zu laufen, bis ihm die Zunge raushängt und dabei taktische Dinge lernen und umsetzen. Viele der Spieler ohne Erstligaerfahrung, die heiß sind auf die Bundesliga, können das leichter umsetzen als jemand der schon 180 Bundesligaspiele auf dem Buckel hat. Wir wollen diesen Weg mit den jungen Leuten weitergehen, brauchen aber Ausnahmen wie den routinierten Zdenek Pospech."

    Alle Jungen unter Vertrag

    Dabei ist der Blick des 05-Chefeinkäufers nicht auf eine Saison gerichtet, sondern auf die nächsten drei Jahre. "Wir haben alle jungen Spieler über Jahre hinweg unter Vertrag", erklärt der 47-Jährige. "Der Vorteil daran ist, dass sie besser werden in der Zeit, und dass wir Transfereinnahmen erwarten können. Dabei wollen wir Schritt für Schritt den Kader verbessern." Einen Teil der über zehn Millionen, die der FSV für Schürrle einkassiert, hat Heidel nun bereits in vier talentierte, potenzielle Nachfolger des Nationalspielers investiert. Ob der Plan aufgeht, muss sich zeigen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. "Wir bekommen doch technisch starke, schnelle und erfahrene Bundesligaspieler nicht unter drei Millionen Ablöse und einem Gehalt von zwei Millionen", weiß Heidel. "Deshalb holen wir die kleinen Schürrles. Eventuell sind das einmal die Stiebers und Müllers, die Yilmaz' und Mallis" Eine Philosophie, um die die 05er inzwischen beneidet werden.

    Stieber spielt seit Januar 2009 in der Zweiten Liga. Für TuS Koblenz absolvierte er in anderthalb Jahren 38 Zweitligaspiele und erzielte fünf Tore. In der laufenden Saison trug der 22-Jährige in 27 Begegnungen das Trikot der Aachener (sechs Tore) und imponierte mit dem Spitzenwert von 14 Torvorlagen. Jörg Schneider

    Mainz 05 verpflichtet Aachener Zoltan Stieber
    Mainz 05
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