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Zug entgleist bei St. Goar nach Hangrutsch: Elf Verletzte

St. Goar / Koblenz – Ein Zugunglück mit elf Verletzten war die gravierendste Auswirkung der heftigen Unwetter am Sonntag. Bei St. Goar war der IC auf der Fahrt nach Stuttgart in Geröllmassen gefahren. Zu tun hatten die Einsatzkräfte aber auch auf der anderen Seite des Rheins – und in Koblenz wurde die Buga-Seilbahn beschädigt.

St. Goar / Koblenz – Ein Zugunglück mit elf Verletzten war die gravierendste Auswirkung der heftigen Unwetter am Sonntag. Bei St. Goar war der IC auf der Fahrt nach Stuttgart in Geröllmassen gefahren. Zu tun hatten die Einsatzkräfte aber auch auf der anderen Seite des Rheins – und in Koblenz wurde die Buga-Seilbahn beschädigt.

Nach einem Erdrutsch bei heftigen Regenfällen ist ein Intercity mit mehr als 700 Menschen an Bord am Sonntag entgleist. Der Lokführer erlitt einen Oberschenkelbruch, zehn Fahrgäste kamen mit leichten Verletzungen davon, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Fahrgäste schilderten, es habe einen Knall und dann eine Notbremsung des Zugs gegeben. Der vierte Waggon des IC kam über dem Geröll zu stehen.

Starker Regen hatte Schlamm, Sand und Gestein auf die Gleise in dem engen Rheintal zwischen St. Goar und Fellen gespült. Die Wagen stürzten aber nicht um. Der Stromabnehmer der Lok wurde beschädigt, ebenso mehrere Meter Gleise.

Die Fahrgäste wurden zunächst in der Rheingoldhalle in St. Goar untergebracht, wo sie auf ihre Weiterreise warteten. "Das lief alles sehr, sehr geordnet ab", berichtete ein Reporter unserer Zeitung. Dafür sollten Busse organisiert werden. Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Bundespolizei und Rettungskräften war vor Ort. Helfer holten die Passagiere unter anderem mit Drehleitern aus dem Zug.

Die linksrheinische Bahnstrecke gesperrt und die Züge über die rechte Seite umgeleitet. An umliegenden Bahnhöfen waren Mitarbeiter im Einsatz, um Reisende über die Einschränkungen zu informieren. Der Unglückszug war von Hamburg nach Stuttgart unterwegs.

An dem Zustand wird sich auch in den nächsten Tagen nichts ändern. Wann die Strecke wieder freigegeben werden könne, ist noch offen, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Der IC muss nun von Spezialisten wieder ins Gleisbett gehoben werden. Wie lange die Bergung dauern wird, ist noch unklar.

Zunächst war nur die Verletzung des Lokführers bekannt geworden. Dann war von zunächst vier, später zehn weiteren Verletzten die Rede. Hintergrund: Die Verletzungen hatten die Zuggäste durch herabstürzendes Gepäck erlitten, einige der Betroffenen meldeten sich erst später in der Halle. Dort wurden alle Fahrgäste registriert.

Gesperrt war nicht nur die B9, auch die B42 auf der anderen Rheinseite musste nach einem Hangrutsch gesperrt werden.

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